3. Impfung notwendig! Virologe Drosten sicher: Impf-Auffrischung schon bald notwendig

Noch hat gerade einmal jeder 5. Deutsche mindestens 1 Impfung gegen das heimtückische Coronavirus erhalten. Doch nun glaubt der bekannte Virologe Christian Drosten, dass diese Impfungen nicht ewig halten werden. Spätestens zum Jahresende werden nach Drostens Meinung die ersten Auffrischungen der Impfungen notwendig. Trotzdem glaubt der Wissenschaftler an ein baldiges Ende der Corona-Pandemie.

Virologe Christian Drosten äussert sich zur Corona-Pandemie

Zuletzt hatte die Impfkampagne in Deutschland ein wenig an Fahrt aufgenommen. Von den insgesamt 83 Millionen Einwohnern in Deutschlands haben nach Angaben des renommierten Robert-Koch-Instituts mit Stand vom 27. April nun schon 19,8 Millionen Menschen ihre Erstimpfung erhalten, während rund sechs Millionen Deutsche mittlerweile vollständig geimpft wurden. In diesem Zusammenhang denkt Virologe Christian Drosten bereits an die Zukunft und denkt darüber nach, wann die geimpften Menschen eine Impf-Auffrischungen benötigen werden. In seinem Podcast „Coronavirus-Update“ geht der Virologe nun auf dieses Thema ein. Bereits im Winter könnten die ersten „mehr als nur sehr eng umgrenzte Risikogruppen“ eine einmalige Auffrischung benotwendigen. Zu diesem Zweck werden dann wohl Impfstoffe genutzt werden, die auch eine Wirkung gegen die neuen Varianten des Coronavirus garantieren. Denn schon jetzt steht fest, dass der Impfschutz nicht ewig andauern wird. Laut Drosten habe man bei Geimpften und Genesenen beobachten können, dass die Anzahl der Antikörper mit der Zeit wieder abnehme. Wie lange genau der Schutz nach der Impfung andauert, ist bisher nicht endgültig bekannt. Auch wie lange die Geimpften das Virus dann nicht weitergeben können, müssen zur Zeit laufende Forschungen zeigen.

Virologe Drosten: Keine genauen Daten über Dauer des Impfschutzes

Sämtliche bisherigen Studien beziehen sich auf die Schutzwirkung der Impfung unmittelbar nach der Verabreichung des Impfstoffes. Doch nach ein paar Monaten könne die Sache dann nach Drostens Meinung ganz anders aussehen. „Dann werden diese Impfstoffe wahrscheinlich nicht mehr so gut belastbar aussehen, was die Weitergabe des Virus angeht.“ Diese Dinge müssten der Öffentlichkeit aber mitgeteilt werden, ohne diese zu skandalisieren, forderte Drosten. Laut dem Virologen seien Atemwegserkrankungen unterschiedlich im Vergleich zu anderen Erkrankungen. Trotzdem glaubt Drosten nicht an Szenarien, die von einer ständigen Präsenz des Coronavirus in der Bevölkerung ausgehen. „Endzeit-Szenarien, wonach die Corona-Pandemie nie aufhören werde, sind Unsinn“, macht Drosten deutlich. „Was wir hier sehen, sind ganz normale Beobachtungen, die wir auch erwarten während sich so ein Virus einspielt und auf dem Weg ist zu einer endemischen Situation. Wie so etwas abläuft kennen wir bereits durch die Influenza“, erklärt der bekannte Virologe.

Indische Corona-Variante besorgt Drosten wenig

Drosten nutzte den Podcast auch, um seine Meinnung zur neu entdeckten indischen Corona-Variante B.1.617 zu äussern. Diese neue Mutation betrachtet der Virologe noch gelassen. Anhand der Daten sei ersichtlich, dass es außer der Variante B.1.617 noch zahlreiche weitere Varianten gibt, die im Augenblick für die heftige Infektionswelle in Indien sorgen. Diese sei laut Drosten auf „eine bunt gemischte Virus-Population“ zurückzuführen. In Indien kommen nun auch mehrere Effekte zusammen, die die aktuelle Infektionslage befeuern. Die neue Variante sei ein wenig ansteckender und robuster gegen die Immunität als andere Varianten. So habe das Virus eine Eigenschaft zum sogenannten Immunescape (Immunflucht). Trotzdem sieht Drosten die hohen Infektionszahlen vor allem in den zahlreichen religiösen Festen in den letzten Monaten und der Entspannung der Menschen in der Pandemie begründet.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.