„Als ich 22 war,… war ich immer hungrig“, sagt David Abraham.

Der Modedesigner erzählt uns damals seinen größten Traum und die Lebenslektionen, die er im Laufe der Zeit gelernt hat

Hallo David… mit 22 Jahren, wo waren Sie beruflich?

<

Ich war noch dabei, mein Studium am NID in Ahmedabad abzuschließen. Damals drehte sich in meinem Leben alles um das Weben und Bedrucken von Textilien. Keine nennenswerte Karriere.

Und Ihre Finanzen?

wahrscheinlich Null. Ich erhielt ein regelmäßiges Taschengeld von meinem Vater, das bis zum Ende des Monats aufgebraucht war.

Eine Romanze in Ihrem Leben?

<

Keine. Ich war alleinstehend.

<

Was war Ihr Lebensschwerpunkt?

<

Studieren, arbeiten, essen. Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. Ich glaube, „essen“ stand sehr oft an erster Stelle. Ich war immer hungrig.

Und Ihre Denkweise…?

Hoffnungsvoll. In dieser Phase meines Lebens war die Zukunft eine leere Schiefertafel. So vieles schien möglich. Ich konnte träumen.

War Ihre Familie solidarisch?

Meine Familie war mein Fels in der Brandung. Sie gaben mir ein ungeheures Gefühl der Sicherheit.

Erzählen Sie uns, wie Ihr Sinn für Mode damals war.

Sehr zerstreut. Ich ging durch weite Flares und plissierte Baggies. Von Polyester zu Khadi. Von Plateauschuhen zu Bata-Quovadis-Sandalen.

Was haben Sie für Ihre Fitness getan?

Ich habe nicht einmal über Fitness nachgedacht. Wir liefen überall hin. Manchmal meilenweit. Aber das war nicht aus Gründen der Fitness. Es war einfach, um irgendwo hinzukommen.

<

Und Ihr wertvollster Besitz im Alter von 22 Jahren?

Rotring Rapidographen waren die Zeichenstifte, ohne die wir nicht leben konnten. Wir waren die Vor-Computer-Generation der Designer, als wir alles von Hand zeichneten.

Ihr größter Traum damals?

<

Ein guter und erfolgreicher Designer zu werden. Damals war mir nicht klar, dass diese beiden Ziele bei weitem nicht miteinander vereinbar sind.

Eine Sache, die Sie an Ihrem 22-jährigen Ich zurückspulen und ändern möchten…?

Ich glaube, ich hätte mehr Risiken eingehen können. Ich war vorsichtig, blieb innerhalb meiner Komfortzone. Es gibt riesige Möglichkeiten, sich gehen zu lassen, Risiken einzugehen.

Die grösste Lektion im Leben aus dieser Phase?

Dass Kreativität und Schönheit überall liegen. Und dass im Design die einfachsten Ideen oft die besten und effektivsten sein können.

Vom HT Brunch, 18. Oktober 2020

Folgen Sie uns auf twitter.com/HTBrunch

Verbinden Sie sich mit uns auf facebook.com/hindustantimesbrunch

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.