Angst! Werden Häftlinge vorzeitig entlassen? NRW will Quarantäne-Zonen in Gefängnissen

In Nordrhein-Westfalen trifft man bereits Vorbereitungen für den Ernstfall. Nun sollen in den Gefängnissen des Bundeslandes Quaratäne-Zonen für den Stafvollzug geschaffen werden. Da jedoch dafür wegen der hohen Belegung der Platz fehlt, sollen wegen der Krise um das ansteckenden Coronavirus nun einige Häftlinge vorzeitig entlassen werden.

Landesregierung will Häftlinge vorzeitig entlassen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant aufgrund der Corona-Krise Quarantäne-Zonen in den Gefängnissen des Bundeslandes einzurichten. Um den notwendigen Platz für diese Bereiche zu schaffen, sollen Häftlinge vorzeitig freigelassen werden. Wie Justizminister Peter Biesenbach (CDU) mitteilte, rechne man für den Fall eines Ausbruchs des Coronavirus im Strafvollzugs mit rund 1000 freien Zellen, die zur Schaffung von Quarantänezonen benötigt werden würden.

Regelung gilt nur für Insassen, die wegen leichter Straftaten einsitzen

Häftlinge, die im Augenblick wegen leichter Straftaten einsitzen, könnten demnächst wieder auf freien Fuß kommen. Allerdings wird die Entlassung unter Auflagen stattfinden und sich nicht auf die noch abzusitzende Zeit auswirken. Wie Biesenbach erklärte, stellt diese Maßnahme lediglich eine Unterbrechung oder einen Aufschub der Haftzeit dar. „Es gibt keinen Corona-Rabatt“, stellt der Justizminister klar. Nach dem Ende der Corona-Krise müssen die Häftlinge erneut ins Gefängnis einrücken, bis sie ihre Strafen komplett abgesessen haben. Noch gibt es keine bestätigten Fälle des Coronavirus in den Gefängnissen des Bundeslandes. Zur Zeit ist der Besuch in den Strafanstalten weitgehend eingeschränkt worden. Die Gefangenen dürfen aber nun vermehrt Telefone nutzen, um sich mit ihren Familien zu kontaktieren.


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