Anti-Corona-Medikament: Das hat es mit dem „Trump-Stoff“ auf sich

Monoklonale Antikörper

Die Bundesregierung setzt im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf neue Medikamente: Wie Gesundheitsminister Jens Spahn (40) der „Bild am Sonntag“ erklärte, wurden 200.000 Dosen monoklonale Antikörper der Mittel REGN-COV2 und Bamlanivimab für 400 Millionen Euro eingekauft. Die Antikörper wirken wie eine passive Impfung und können helfen, einen schweren Krankheitsverlauf zu verhindern.

Bekannt ist eines der Medikamente vor allem durch seinen Einsatz beim ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump (74). Der wurde nach seiner Corona-Erkrankung im Oktober 2020 mit dem Antikörper-Cocktail REGN-COV2 der Firma Regeneron behandelt. Dessen künstlich erzeugten Antikörper binden sich an das Spike-Protein, ein Schlüsselprotein von Sars-CoV-2, sodass das Virus nicht mehr in menschliche Zellen eindringen und sich vermehren kann.

In der EU noch nicht zugelassen

Somit können schwere Verläufe bei bereits Infizierten besser verhindert werden. Darüber hinaus könnte es ähnlich einer Impfung Menschen vor Infektionen bewahren. Trump zeigte sich nach seiner Behandlung begeistert, bezeichnete den Cocktail als „Wunder“ und „Heilmittel“. Ob seine rasche Genesung wirklich nur auf das Mittel zurückzuführen ist, ist allerdings schwer nachzuvollziehen bei seiner allumfänglichen Behandlung.

Die Medikamente sind in der EU bisher noch nicht zugelassen, auch in den USA haben sie bisher nur eine Notfallzulassung. Unter strenger Kontrolle kann Deutschland die Medikamente an Universitätskliniken aber trotzdem einsetzen – als erstes Land in der EU.

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