Aserbaidschan und Armenien einigen sich auf Waffenruhe in Berg-Karabach

Armeniens Regierungschef spricht von „schmerzhaftem“ Schritt

Aserbaidschan und Armenien haben sich unter Vermittlung Russlands auf eine „vollständige Waffenruhe“ in der umkämpften Kaukasusregion Berg-Karabach geeinigt. Dies teilte der russische Präsident Wladimir Putin in der Nacht zum Dienstag mit und bestätigte damit eine Mitteilung des armenischen Regierungschefs Nikol Paschinjan. Dieser hatte zuvor erklärt, er habe ein „schmerzhaftes“ Abkommen mit Aserbaidschan und Russland unterzeichnet, um den Konflikt zu beenden.

Die Waffenruhe trat den Angaben zufolge am Dienstag um Mitternacht Moskauer Zeit in Kraft. Paschinjan hatte die Einigung zuvor im Onlinenetzwerk Facebook bekanntgegeben und von einem „unsäglich schmerzhaften Schritt für mich und für unser Volk“ gesprochen.Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Kaukasus-Region war Ende September wieder voll entbrannt. Seit Beginn der Kämpfe wurden nach offiziellen Angaben beider Konfliktparteien mehr als tausend Menschen getötet.

Berg-Karabach hatte während des Zerfalls der Sowjetunion einseitig seine Unabhängigkeit erklärt. Darauf folgte in den 90er Jahren ein Krieg mit 30.000 Toten. Die selbsternannte Republik Berg-Karabach wird bis heute international nicht anerkannt und gilt völkerrechtlich als Teil Aserbaidschans. Sie wird aber mehrheitlich von Armeniern bewohnt.

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