AstraZeneca-Impstoff – Jetzt horten die Bundesländer das Vakzin statt es zu spritzen – Impdebakel immer schlimmer

Einfach unglaublich! Seit dem Beginn der Pandemie vertröstet die Bundesregierung viele Bürger, die sich gerne impfen lassen würden. Immer wieder heißt es, es sei nicht genug Impfstoff vorhanden und aus diesem Grund müssten viele Menschen weiter auf ihren Impftermin warten. Doch mittlerweile ist dies nicht mehr der Fall! Im Gegenteil! Jetzt sitzen Länder und Kommunen auf Millionen von Impfdosen ohne mit der Terminvergabe hinterher zu kommen. Auch aus diesem Grund impft Deutschland im internationalen Vergleich deutlich weniger als andere Länder.

Weiterhin Probleme mit AstraZeneca-Impfstoff

Die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts belegen, dass es offenbar auch weiterhin große Probleme mit dem AstraZeneca-Impfstoff gibt. In elf von 16 Bundesländern in Deutschland sind zur Zeit nicht einmal 50 % der gelieferten Dosen des Impfstoffes des schwedisch-britischen Pharmakonzerns verimpft worden. Schlußlicht der Tabelle ist Sachsen. Dort wurde lediglich 15,1 % der gelieferten Impfdosen von AstraZeneca auch wirklich gespritzt. Von den insgesamt 105.000 nach Sachsen gelieferten Impfdosen warten noch immer mehr als 90.000 Dosen darauf, dass sich jemand damit impfen lässt. Dieser wertvolle Impfstoff würde woanders sicherlich sofort genommen werden. Doch auch andere Bundesländer hängen deutlich hinterher. Ähnlich ist die Lage in Mecklenburg-Vorpommern (18,7%), Hessen (24,7%) und Thüringen (27,8%).

Bundestags-Vize Kubicki kritisiert Hortung der Impfstoffe

Dies emfindet Bundestags-Vize Wolfgang Kubicki (69, FDP) als Skandal, denn man nun auf dem schnellsten Wege lösen müsse: „Der Impfstoff muss schnellstmöglich dahin, wo er gebraucht wird. Im Lager nutzt er niemandem.“ Kubicki forderte, dass Deutschland „endlich aus dem Quark kommen“ müsse, so der FDP-Politiker. Deshalb fordert Kubicki auch knallhart die Bundesländer dazu auf die Impfungen nicht zu horten, sondern diese stattdessen den Regionen zur Verfügung zu stellen, in denen der Impfprozess schneller läuft. Und wie es scheint ist das Problem nicht nur auf den Impfstoff von AstraZeneca beschränkt. Wenn man nämlich noch die Impfstoffe von Moderna und Pfizer in die Rechnung mit einbezieht, dann liegt in Brandenburg der größten Rückstau vor. Dort wurden bisher lediglich 64,9 % der gelieferten Dosen auch wirklich verimpft. Allein dort sollen 112.000 Dosen der verschiedenen Impfstoffe auf Lager liegen.

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