Auch Merkel will den Brücken-Lockdown – unterstützt sie Laschet?

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) will mit einem konsequenten Brücken-Lockdown den Kampf gegen die dritte Corona-Welle aufnehmen. Merkel sprach sich in dieser Hinsicht für einen kurzen und harten Lockdown aus, wie die Teilnehmer an einem Treffen der Unionsfraktion gegenüber der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag in Berlin bestätigt haben.

Bundeskanzlerin spricht sich für schnelles und konsequentes Vorgehen aus

Nach dem Willen der Kanzlerin soll nun endlich konsequent gegen die steigenden Infektionszahlen vorgegangen werden. Anschließend könne man dann die Öffnungsschritte mit großflächigen Tests verbinden. Schon zu Ostern hatte der CDU-Vorsitzende und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60) einen „Brücken-Lockdown“ vorgeschlagen. Mit diesem Vorgehen sollte nach Laschets Vorstellung die Zeit bis zu dem Zeitpunkt überbrückt werden, an dem man durch die aktuelle Impfkampagne einen Großteil der Bundesbürger gegen das Virus immunisiert habe. Allerdings waren die Forderungen Laschets nicht auf ein größeres Echo gestoßen. Auch sein Vorschlag eines vorgezogenen Bund-Länder-Gipfels war von anderen Ministerpräsidenten abgelehnt worden.

Offenbar weiter keine Entscheidung in der Kanzlerfrage

Ein weiterer geplanter Gesprächspunkt bei der Sitzung der Unionsfraktion sollte eigentlich die Frage nach dem Kandidaten zur Kanzlerwahl im Herbst sein. Allerdings sollen nach Aussagen zahlreicher Teilnehmer der Sitzung in dieser Hinsicht keine Besprechungen stattgefunden haben. Als weitere Gesprächspunkte hatte der Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (52, CDU) angekündigt, dass man mit der Kanzlerin über deren Pläne zu einer bundesweit einheitlichen Regelung des Infektionsschutzgesetzes und einige Details der deutschen Außenpolitik sprechen wolle. Sowohl Armin Laschet als auch CSU-Chef Markus Söder werden am Nachmittag bei der Sitzung anwesend sein. Beide hatten geplant zu Thema „Wie gestalten wir die Zukunft“ zu sprechen. Sowohl Laschet als auch Söder gelten als mögliche Kandidaten für eine Kanzlerkandidatur.

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