Bayern plant dritte Impfdosis für AstraZeneca-Abbrecher! Was passiert in anderen Bundesländern

Ein Landkreis in Bayern hat sich nun entschieden, bei den Impfungen gegen das Coronavirus anders vorzugehen, als der Rest des Landes. Im Landkreis Kronach in Bayern plant man nämlich nun für AstraZeneca-Abbrecher eine mögliche Drittimpfung. Damit will man nun offensichtlich einen anderen Weg gehen, als von der StiKo (Ständige Impfkommision) empfohlen.

Mögliche Dritt-Impfungen für AstraZeneca-Abbrecher im Landkreis Kronach

Wegen der selten auftretenden Nebenwirkungen beim AstraZeneca-Impfstoff hatte die StiKo zuletzt empfohlen die Zweitimpfung bei Menschen unter 60 Jahren stattdessen mit einem mRNA-Impstoff (Biontech oder Moderna) vorzunehmen. Doch wie zuerst der Bayerische Rundfunk berichtet hatte, will der bayrische Landkreis Kronach scheinbar von diesem Vorgehen abweichen. Dort sollen die AstraZeneca-Abbrecher nämlich nicht nur eine 2. Dosis mit einem mRNA-Impstoff erhalten, sondern auch eine dritte Dosis. Ein solches Vorgehen war von der StiKo eigentlich nicht vorgesehen gewesen. Ein Sprecher des Landkreises konnte bisher nicht bestätigen, ob für diesen Fall bereits Impfstoff zurückgehalten wird. Die Entscheidung sei getroffen worden, weil für einen optimalen Schutz der Menschen „eine weitere, dritte Impfung mit demselben Impfstoff sinnvoll sein“ könne. Der Sprecher des Landkreises stellte jedoch klar, dass diese Entscheidung zunächst lediglich organisatorische Gründe habe. Aus diesem Grund werde für die betroffenen Personen lediglich vorsorglich ein 3. Termin organisiert. Bis eine mögliche Dritt-Impfung vorgenommen werde, blieben noch 6 Wochen Zeit. Bis dahin hoffe man die aktuell noch offenen Fragen zu klären.

Keine AstraZeneca-Empfehlung unter 60 Jahren

In letzter Zeit waren bei den Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff in sehr seltenen Fällen schwere Nebenwirkungen aufgetreten. Bei 0,0001 % der mit dem britischen Impfstoff geimpften Menschen in Deutschland war eine gefähliche Hirnvenentrombose aufgetreten. Aus diesem Grund haben viele Menschen nun Vorbehalte gegen den AstraZeneca-Impfstoff. Mitte April hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) entschieden, für alle Menschen unter 60 Jahren, die eineErstimpfung mit Astrazeneca erhalten hatten, bei der Zweitimpfung die Möglichkeit anzubieten zu einem mRNA-Impfstoff von Biontech oder Moderna zu wechseln. Wie aus dem Landkreis Kronach gemeldet wurde, hätten sich allerdings bisher auch 90 Prozent der mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpften Menschen für die Zweitimpfung mit dem selben Impfstoff entschieden. Aktuell haben in Bayern 32,9 Prozent der Bevölkerung mindestens 1 Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Damit liegt man auf Platz 6 der Rangliste der Bundesländer mit den meisten Impfungen. Im Landkreis Kronach wird zur Zeit eine Sieben-Tages-Inzidenz von 194,8 (Stand 8. Mai) verzeichnet.

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