Bericht: Johnson erwägt neuen landesweiten Lockdown

Verschärfte Maßnahmen in Nordengland ab Montag

Der britische Premierminister Boris Johnson erwägt im Kampf gegen die Corona-Pandemie einem Zeitungsbericht zufolge nun doch einen neuen landesweiten Lockdown. Die „Times“ berichtete am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise, Johnson werde die neuen Maßnahmen am Montag bei einer Pressekonferenz verkünden. Dem Bericht zufolge soll dann alles geschlossen werden – bis auf lebensnotwendige Geschäfte, Schulen und Kindergärten.

Johnson hatte es nach dem ersten landesweiten Lockdown im März bisher abgelehnt, erneut so weitreichende Maßnahmen zu beschließen. Er setzt stattdessen auf ein dreistufigen Warnsystem und regionale Maßnahmen.

Kommende Woche treten für fast 2,4 Millionen Menschen in Nordengland neue verschärfte Einschränkungen in Kraft. In fünf Bezirken von West Yorkshire, unter anderem in der Großstadt Leeds, sind Treffen verschiedener Haushalte in Innenräumen ab Montag untersagt. Pubs und Bars, Casions und Wettbüros müssen schließen. Die Menschen sollen auch auf unnötige Reisen verzichten.

In West Yorkshire wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde zuletzt sehr hohe und schnell ansteigende Infektionszahlen verzeichnet.

Großbritannien hat mit mehr als 45.000 Todesfällen die höchste Zahl an Corona-Toten in Europa zu beklagen. Allein in England werden nach Angaben des britischen Statistikamts derzeit jeden Tag mehr als 50.000 neue Infektionsfälle verzeichnet.

by Lindsey Parnaby

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