Boris Johnsons Vater beantragt EU-Pass nach dem „Brexit“! Klares Zeichen an den Sohn?

Gerade erst ist der „Brexit“ vollzogen worden, für den sich besonders der englische Premierminister Boris Johnson stark gemacht hatte. Damit ist eine lange Verhandlung mit der EU erfolgreich beendet worden. Doch offenbar gehen selbst in der Familie von Johnson die Meinungen zum „Brexit“ stark auseinander. Boris Johnsons Vater, Stanley Johnson, hat als Konsequenz aus dem „Brexit unmittelbar einen französischen Pass beantragt. Eine Tatsache, die in den englischen Medien natürlich ausführlich diskutiert wird.

Boris Johnsons Vater beantragt französischen Pass nach „Brexit“

Gerade erst haben die Briten es geschafft nach langen Verhandlungen aus der EU auszutreten. Doch postwendend hat der Vater des britischen Ministerpräsidenten, Stanley Johnson, die französische Staatsbürgerschaft und einen französischen Pass beantragt. Kein Wunder, dass diese Aktion für bissige Kommentare in vielen britischen Medien sorgt. Der Brexit ist endlich vollzogen und er wurde maßgeblich britische Premierminister Boris Johnson vorangetrieben. Allerdings hatte sein Vater Stanley Johnson unmittelbar nach dem Austritt als eine der ersten Handlungen eine französische Staatsbürgerschaft beantragt. Bereits vor einigen Monaten hatte Johnson im Frühjahr 2020 bekannt gemacht, dass er diesen Schritt zu gehen gedenke. Und nun hat der Vater des englischen Premierministers diesen Schritt in die Tat umgesetzt. Zudem gab er dem französischen Radiosender RTL ein Interview. Dort stellte Stanley Johnson klar, dass er eine persönliche „Verbindung“ zur Europäischen Union beibehalten wolle. „Ich werde immer Europäer sein, das steht fest“, legt sich Stanley Johnson fest. Sein Interview gab Johnson senior in Französisch und es wurde ausgerechnet am Tag vor dem offiziellen Austritt der Briten aus der EU gesendet. „Es geht nicht darum, dass ich Franzose werde. Wenn ich es richtig verstehe, bin ich Franzose“, rechtfertigt sich der 80-Jährige. „Meine Mutter wurde in Frankreich geboren, ihre Mutter wiederum war völlig französisch und ihr Großvater auch“, erklärte Johnson. Mit der Beantragung des Passes kehre er nun sozusagen zu seinen Wurzeln zurück.

Stanley Johnson hat als Beamter für die EU gearbeitet

Und der Vater des britischen Ministerpräsidenten kann auf eine tiefe Verbindung mit der EU zurückblicken. Bereits im Jahr 1979 war Johnson einer der ersten britischen Beamten in der EU geworden und war Mitglied des Europäischen Parlaments. In den Folgejahren arbeitete er auch für die EU-Kommission in Brüssel. Zu der damaligen Zeit lebte auch sein Sohn Boris in Brüssel. Bei der Abstimmung zum Brexit im Referendum 2016 hatte Stanley Johnson gegen einen Austritt aus der EU gestimmt, später seine Meinung aber geändert. Kein Wunder, dass sein Vorgehen nun Kritik und Spott auslöst. Denn mit dem EU-Pass bewahrt sich Johnson einige persönliche Vorteile, wie das Mitglied im britischen Oberhaus Chris Rennard feststellt. „Das ist etwas, was sein Sohn Boris heute 67 Millionen britischen Bürgern vorenthält“, spottet Rennard. Kritik kam auch vom irischen EU-Abgeordnete Billy Kelleher. Dieser klagt, weil die Entscheidung nun starke Auswirkungen auf das Erasmus-Austauschprogramm hat, an dem Großbritannien als nicht EU-Mitglied künftig nicht mehr teilnehmen kann. „Während Herr Stanley Johnson also ein Glas Wein in Frankreich genießt, werden britische Studenten dort nicht mehr studieren können“, schrien Kelleher beim Kurznachrichtendienst Twitter. Man kann sich vorstellen, dass diese Entscheidung von Johnson senior wohl noch für einigen DIskussionstoff sorgen dürfte.

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