Brandanschlag auf Impfzentrum! Unbekannte werfen Molotowcocktails

Am Dienstag kam es im sächsischen Eich zu einem Brandanschlag auf das örtliche Impfzentrum. Dabei haben unbekannte Täter versucht, das Gebäude mit einem Molotowcocktail zu entzünden. Die Feuerwehr konnte einen größeren Schaden vermeiden. Im Zusammenhang mit diesem Anschlag wurde aus der Politik der Ruf nach harten Strafen für die Täter laut. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Versuchter Brandanschlag auf sächsisches Impfzentrum

Am Dienstag haben offenbar militante Impfgegner versucht, einen Brandanschlag auf das Impfzentrum Eich im Vogtland durchzuführen. Das vor Ort befindliche Impfzentrum war offenbar nicht zum ersten Mal ins Visier von militanten Impfgegner geraten. Zu dem Vorfall war es am späten Dienstagabend gekommen, als bisher unbekannte Täter einen Molotowcocktail auf das Gebäude geworfen hatten. Dank des schnellen Anrückens der Feuerwehren aus Treuen, Eich und Rebsgrün konnten die Flammen schnell kontrolliert werden, so das kein großes Feuer entstehen konnte. Unmittelbar nach dem Anschlag hatte die Polizei einen Großeinsatz ausgelöst um die Täter zu schnappen. Dabei kam sogar ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Trotzdem konnten die Täter bisher nicht gefunden werden. Zeugen wollen drei Männer beobachtet haben, die in einem roten Auto in Richtung Auerbach unterwegs gewesen waren. Schon im März war es zu einer Farbattacke auf das Impfzentrum gekommen. Die Polizei hat die Ermittlungen in diesem Fall übernommen.

Politik fordert harte Strafen für Täter

Im Zusammenhang mit dieser Tat haben Politiker der Partei die Linken ein härteres Vorgehen gegen radikale Impfgegner gefordert. „Die Staatsregierung muss dem Treiben von Pöblern und Gefährdern entschieden entgegentreten. Sonst wird sich die gesellschaftliche Eskalationsspirale weiterdrehen“, forderten Parteichefin Susanne Schaper (43, Die Linke) sowie der Linke-Fraktionsvorsitzende Rico Gebhardt (58, Die Linke) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Eine Impfung in Sachsen müsse ohne Furcht möglich sein. „Wir werben für den solidarischen Akt der Schutzimpfung, aber wir akzeptieren es, wenn sich Menschen dagegen entscheiden. Was wir hingegen nicht akzeptieren, ist das Vorgehen radikaler Impfgegner, die mit Anschlägen und aggressiven Verbalattacken ein Klima der Angst schaffen wollen. Niemand wird zwangsgeimpft, nichts rechtfertigt Angriffe in Wort und Tat“, ließen die Linken-Politiker weiter verlauten. Auch die sächsische Sozialministerin Petra Köpping (63, SPD) fordert Konsequenzen aus dem Anschlag: „Wer immer den Brandanschlag verübt hat, muss zu Verantwortung gezogen werden. Der Anschlag ist eine neue Eskalationsstufe, nachdem wir schon mehrfach verbale Angriffe auf mobile Impfteams festgestellt haben“, erklärt die Ministerin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Aber andere Menschen und Gebäude anzugreifen, um die Impfkampagne insgesamt zu stören, ist nach meiner Auffassung ein krimineller Akt und gehört hart bestraft“, fordert die Politikerin Konsequenzen für die Täter.

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