Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dramatischem Appell an die Deutschen – „Uns stehen sehr, sehr schwere Monate bevor“

Wieder einmal hat Bundeskanzlerin Angela Merkel an die Bundesbürger appelliert sich auf „sehr, sehr schwere Monate“ einzustellen. In Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verwendete Merkel diesmal Begriffe wie „Heimsuchung“ und „Unheil“, das sich offensichtlich niemand habe vorstellen können. Deshalb fordert Merkel die Bundesbürger nun bei der Bekämpfung des Virus zur Disziplin auf.

Corona-Zahlen steigen ungebremst weiter

Als das RKI am Sonntagmorgen die neuen Zahlen meldete, gab es wenigstens eine gute Nachricht. Die mehr als 14.000 Neuinfektionen vom Vortag waren nicht getoppt worden und bleiben vorläufig weiter Höchstwert in der Statistik. Diesmal wurden 11.176 neue Corona-Falle registriert. Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen der bisherige Höchstwert seit dem Start der Pandemie gemeldet worden. Kein Wunder also, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel angesichts dieser niederschmetternden Zahlen erneut Alarm schlägt. Bei einer Schalte mit den Unions-Fraktionschefs der Bundesländer warnte Merkel am Sonntagabend: „Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor!“ Am 30. Oktober soll das nächste Treffen mit den Ministerpräsidenten stattfinden. Schon jetzt kündigt Merkel an, dass sich dort etwas ändern muss. „So kann es nicht weitergehen. Ich gehe von weiter stark steigenden Infektionszahlen aus.“ Dabei bezeichnet die Kanzlerin die Corona-Pandemie auch mit den Worten „Heimsuchung“ und „Unheil“.

Merkel offensichtlich verstimmt

Im Verlauf der Konferenz lies die Bundeskanzlerin mehrfach ihre Unzufriedenheit durchblicken und zeigte sich bisweilen auch enttäuscht, dass man nicht bereits früher auf ihre Ratschläge gehört habe. Vor allem die zahlreiche Sommerurlauber machte Merkel für die stark angestiegenen Infektionszahlen verantwortlich.. „Es ist passiert durch die Urlaubsreisen“, erklärte die verstimmte Kanzlerin, die noch einmal darauf hinwies, dass sie ja schließlich vor genau diesem Szenario gewarnt habe. Auch viele in Deutschland lebende Ausländer hätten sich bei den Besuchen ihrer Familien in deren Heimatländern angesteckt. Nun gehe es also erst einmal darum die steigenden Zahlen in den Griff zu bekommen. Bis Februar sollen erst einmal keine größeren Veranstaltungen möglich sein. Von den Bundesbürgern forderte die Kanzlerin: „Disziplin, Disziplin und Disziplin“. Andeutungen auf einen bevorstehenden Lockdown machte die Kanzlerin trotz der hohen Infektionszahlen bisher nicht. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn, der sich gerade erst selbst mit dem Virus angesteckt hat, forderte die Bundesbürger zur Mithilfe im Kampf gegen das Virus auf: „Bitte helfen Sie weiter mit und hören Sie nicht auf diejenigen, die verharmlosen und beschwichtigen. Es ist ernst“, erklärte Spahn auf seiner Facebookseite, wo er am Sonntag ein Video veröffentlicht hatte.

Politiker warnen, zahlreiche Bürger protestieren

Während die Politiker die Bürger warnen und an deren Einsicht und Mithilfe appellieren, stösst dieser Appell bei einigen Unverbesserlichen noch immer auf taube Ohren. Am Sonntag fanden in Berlin, also mitten in einem aktuellen Risikogebiet , wieder einmal mehrere Demonstrationen gegen die von der Bundesregierung eingeführten Corona-Maßnahmen statt. Die Polizei berichtet von mehrern Hundert Teilnehmern. Zudem wurde bekant, dass in der Nacht zum Sonntag offenbar ein Gebäude des Robert-Koch-Instituts in Berlin mit einem Brandsatz attackiert worden ist. Die Polizei schließt eine politische Motivation hinter diesem Anschlagsversuch nicht aus und hat bereits die Ermittlungen aufgenommen.

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