Bundesweite Razzia gegen Neonazi-Gruppierung Hammerskins


Beamte schlagen in Berlin zu

Am frühen Morgen schlugen die Beamten zu: Die bundesweite Razzia richtet sich gegen die Neonazi-Gruppierung Hammerskins. Nach BILD-Informationen werden in Berlin zwei Wohnungen der zwei Rechtsextremisten Oliver Sch. Und Martin K. durchsucht. Die Polizei ist demnach an der Strausberger Straße in Alt-Hohenschönhausen sowie am Anton-Saefkow-Platz in Lichtenberg im Einsatz.

Weitere Durchsuchungen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen

In Brandenburg werden zwei Objekte im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, eines in Barnim sowie eine Wohnung im Havelland durchsucht. In Nordrhein-Westfalen sind es drei Objekte. Der Schwerpunkt der Aktion soll in den ostdeutschen Bundesländern liegen. Insgesamt sind es bundesweit über 130 Adressen, die von Polizisten zurzeit durchsucht werden.

Hammerskin Nation: Elite in der Neonazi-Szene

Am Wochenende prügelten deutsche Hooligans einen Megapark-Türsteher in die Klinik. BILD erklärt, warum Rechte zum Ballermann reisen. Bei der neonazistischen „Hammerskin Nation“ handelt es sich um eine internationale Gruppierung. Die Hammerskins sehen sich selbst als Elite in der Neonazi-Szene, nennen sich – ähnlich wie Rocker – eine Bruderschaft. Laut Polizei handelt es sich um eine straff geführte und konspirative Organisation.

Hammerskins Berlin: Einfluss und Mitglieder gewinnen wieder an Bedeutung

1992 wurde der erste und älteste Hammerskin-Ableger in Berlin gegründet. Die Berliner waren über Jahrzehnte tonangebend in der deutschen Szene. In den 2000er Jahren verlor die Berliner Gruppe an Einfluss; erst ab 2011 konnte das so genannte Berliner Chapter – eine Ortsgruppe – wieder an Einfluss und Mitgliedern gewinnen. Etwa 300 Polizisten haben am Samstagabend ein rechtsextremes Konzert verhindert. Vor Gericht beteuerte er seine Unschuld, das nahm ihm die Richterin aber nicht ab!

Hammerskins Berlin: Unauffällige Mitglieder im Hooliganmilieu

Den Hammerskins Berlin sollen etwa fünf bis acht Männer angehören, die in der Hauptstadt, aber auch in Brandenburg leben. Viele von ihnen treten bewusst in der Öffentlichkeit nicht in Erscheinung, sie meiden Rechtsrock-Konzerte und tragen auf Demos und Veranstaltungen keine auffälligen Insignien. Die Gruppenmitglieder eng mit mehreren Neonazi-Bands verbunden. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen bewegen sie sich zudem im Berliner Hooliganmilieu.

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