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Chuwi LapBook SE Testbericht: Günstiges 13.3 Zoll Notebook im Alumantel

Der chinesische Hersteller Chuwi hat mit dem LapBook SE 13.3 ein weiteres neues Notebook mit Intel Celeron N4100 im Angebot. Was der Laptop kann, erfahrt ihr in dem Testbericht.

Chuwi ist ja bekannt dafür recht günstige Notebooks auf dem Markt zu werfen und auch das LapBook SE ist wieder so eins. Zwar wurden nur kleine Veränderungen gegenüber dem LapBook Air vorgenommen, die vor allem unter der Haube stattgefunden haben. Wir bedanken uns bei Gearbest für die Bereitstellung des Testsamples.

Verpackung & Lieferumfang

Bei der Verpackung gibt es nichts Neues. Hier gibt es wieder den schlichten braunen Karton mit Chuwi Schriftzug auf der Vorderseite und an der Seite die Typenbezeichnung.

Das Gleiche gilt für den Lieferumfang, denn der ist mit einer Kurzanleitung, einem Zertifikat, einem Aufkleber und einem EU-Netzteil (inkl. Kaltgerätestecker) überschaubar. Das Netzteil liefert 100-240V 12V 2A.

Design und Verarbeitung

Das Gehäuse und das Design wurden beim Chuwi LapBook SE ebenfalls nicht verändert und orientieren sich abermals am Mac Book. Lediglich die Abmessungen haben sich mit 31,8 x 21,55 x 0,66cm etwas verkleinert. Dafür ist es mit 1,434kg etwas schwerer geworden als das Air. Ansonsten haben gibt es wieder ein Gehäuse aus mattem Metall mit chromfarbenden Kanten und Akzenten. Dadurch erhält das Notebook eine hochwertige Optik und schützt vor unerwünschten Fingerabdrücken. Die Verarbeitung der Ober- und Unterseite ist wieder einwandfrei und schließen bündig mit dem Gehäuse ab. Auf der Unterseite befinden sich an jeder Ecke Gummifüße, die für einen festen Stand sorgen. Einen kleinen Unterschied gegenüber dem Air gibt es dann aber doch auf der Unterseite, denn dort sind die Meschgitter für die Stereo-Lautsprecher verschwunden.

Leider setzt Chuwi beim SE auch wieder auf ein Kunststoffscharnier, welches auf Dauer eine Sollbruchstellen sein kann – muss aber nicht. Ein Metallscharnier sorgt natürlich für etwas mehr Langlebigkeit, aber hier spiegelt sich dann doch der Preis wieder und sie mussten wohl Kompromisse eingehen. Die Gesamtstabilität des Deckels und der Unterseite ist dank des Metallgehäuses aber ansonsten sehr gut. Die Mitte des Deckels und die Tastatur lassen sich nur minimal eindrücken.

Der Chuwi Schriftzug auf der Rückseite ist wie beim Vorgänger wieder beleuchtet und ein kleines optisches Highlight.

Chuwi LapBook SE

Anschlüsse

Bei den Anschlüssen des Chuwi LapBook SE befinden sich auf der rechten Seite ein USB 3.0 Anschluss nebst einem 3,5mm Kopfhöreranschluss und einen microSD-Kartenschacht. Auf der gegenüberliegenden Seite ein weiterer USB 3.0-, Strom- und ein Mini-HDMI-Anschluss. Alle Anschlüsse sind sauber in das Gehäuse eingearbeitet und sitzen bombenfest.

M.2 SATA & RAM Slot

Auf der Unterseite befindet sich dann noch der M.2 SATA Schacht, in dem dem die zugehörige 128GB SATA 3 SSD im 2280 Format von FORESEE verbaut ist. Der Hersteller ist hier wohl eher unbekannt und hat seinen Hauptsitz auch in Shenzhen (China). Kann natürlich auf Wunsch auch getauscht werden, aber das LapBook SE besitzt nur einen M.2 Steckplatz. Der RAM kann übrigens ebenfalls nicht erweitert werden, da dieser fest verlötet ist.

Display

Auch das LapBook SE besitzt, wie schon das Air, ein 13,3 FullHD IPS-Display ohne Touchscreen-Funktion. Das Display ist vollständig mit Glas überzogen, was die Ablesbarkeit bei hohen Lichtquellen etwas einschränkt.

Das Panel im Lapbook SE ist mit Sicherheit nicht eins wie in den Highend Geräten, aber sowohl Farbdarstellung als auch Schwarzwerte sind gut in dieser Preisklasse.

Was stört ist das spiegelnde Display, welches das Arbeiten bei direktem Sonneneinfall deutlich erschwert. Für alles andere reicht einfach die Hintergrundbeleuchtung des Displays nicht aus. Die Blickwinkelstabilität des IPS-Displays ist dennoch sehr gut. Dazu liefert das Display nämlich eine sehr gute Schärfe, kräftige Farben und einen guten Kontrast. Bis auf die leichten Lichthöfe links oben am Rand kann man ansonsten keinerlei Schwächen erkennen.

Touchpad

Das Touchpad ist sehr gut verarbeitet, hat eine gute Reaktionszeit und unterstützt zusätzlich auch Multitouch-Gesten, wobei unter anderem das Scrollen mit zwei Fingern und Pinch-To-Zoom (Zwei-Finger-Zusammenziehen um zu Zoomen) verwendet werden können. Es sind wie beim Chuwi Air auch weitere 3-Finger- und Vier-Finger-Gesten selbst mit Windows-Funktionen belegbar. Die Präzision ist gut, nicht perfekt aber in diesem Segment völlig ausreichend. Die integrierten Maustasten reagieren gut allerdings hakt die linke Maustaste manchmal. Insgesamt ist das Touchpad aber auf gutem Niveau in der Preisklasse und es sollte eigentlich für jedermann nutzbar sein.

Chuwi LapBook SE

Tastatur

Das Chuwi Lapbook SE besitzt eine Chiclet-Tastatur, die sehr komfortabel ist. Da aber alle Geräte von Chuwi reine Import-Produkt sind, muss man leider das Tastaturlayout QWERTY in Kauf nehmen. Theoretisch kann man sich Tastaturaufkleber beschaffen, diese würden aber die Beleuchtung verdecken. Jeder der aber die deutsche Tastatur kennt oder mit 10 Fingern schreiben kann, der wird keinerlei Probleme haben. Die Chiclet-Tastatur selbst ist außergewöhnlich groß, was ein sehr gutes Schreibgefühl vermittelt.

Auch beim Lapbook SE ist die Tastaturbeleuchtung hervorzuheben, denn in dieser Preisklasse ist eine Beleuchtung eher unüblich, zudem ist sie ist sogar in stufenlos dimmbar. Lediglich eine Sache ist komisch, nach jedem Neustart ist die Beleuchtung standardmäßig deaktiviert und muss erst wieder aktiviert werden.

Betriebssystem

Das Lapbook SE ist das erste Notebook aus den asiatischen Ländern mit Multilanguage Support. Es kommt mit einer offiziellen Windows 10 Home Lizenz und wird im Werkszustand in englischer Sprache ausgeliefert. Die Sprache lässt sich auch problemlos in den Einstellungen auf Deutsch umstellen. Somit steht hier einer sauberen Installation auf Deutsch nichts im Wege und muss nicht mal lästige Sprachpakete herunterladen. Unverständlich war nur, warum Chuwi das Windows standardmäßig auf dem eMMC installiert hat, anstatt direkt auf der SSD, denn der Speicherplatz ist schicht und einfach zu wenig und das System meckerte das sonst ständig an. Diese Prozedur des umswitchens war ein wenig umständlich, aber nach ca. 1 Std konnte dann auf die SSD installiert werden.

Leistung

Das Chuwi LapBook SE ist, wie schon das Air, absolut kein Gaming-Gerät, sondern ein reines Office-Notebook. Der Intel Gemini Lake N4100 ist zwar schon deutlich besser als der N3450 aus dem Chuwi Air, dennoch reißt man keine Bäume damit aus. Die CPU hier kommt in den neueren Versionen der sonst eher günstigeren Laptops zum Einsatz. Dazu kommt der vergleichsweise wenig Arbeitsspeicher von 4 Gigabyte. 4GB RAM sind meiner Meinung nach schon lange zu wenig, und andere Modelle in der Preisklasse haben zwischen 6 und 8GB RAM zur Verfügung. Allerdings, und das ist wieder ein Pluspunkt, der RAM ist ein DDR4L RAM welcher im Dual Channel Modus läuft, somit ist er ansich deutlich schneller als der DDR3L RAM der in den Vorgängern verbaut war.

Durch ein paar Tweaks kann man der CPU noch etwas mehr Leistung entlocken, indem man in den Bios-Einstellungen unter „Advanced / Thermal“ das „Dynamic Platform & Thermal Framework“ und unter „Advanced / CPU Configuration / CPU Power Management“ die Option „Power Limit 1 Enable“ deaktiviert. Damit hebelt man etwas die Limits auf und erhöht die Leistung des Prozessors etwas. Man braucht auch keine Angst vor Überhitzung haben, denn die Kühlung reicht auch beim Lapbook SE locker aus, aber wie immer, es gilt, Ihr macht das auf eigene Gefahr und wir übernehmen keinerlei Haftung für etwaige Schäden.

Speicher-Leistung

Das Lapbook SE hat einen aufgelöteten eMMC Speicher mit einer Größe von 32GB. Dazu wurde dann noch eine M.2 SSD mit 128GB verbaut. Letztere gehört jetzt nicht unbedingt zu den superschnellen SSD’s ist aber für Office Ansprüche vollends ausreichend.

In meinem Test schaffte der Speicher (EMMC) 104MB/s Lesen und 44MB/s Schreiben, und die SSD war mit 549 MB/s Lesen und 184,8 MN/s Schreiben schon deutlich schneller.

Windows Kopiervorgang über USB 3.0 auf externe HDD

3DMark & PCMark Benchmark

Die Benchmarks auf dem Lapbook SE sind meiner Meinung nach eher semi-aussagekräftig, aber dennoch wir haben sie mal durchgeführt. Während im normalen PCMark 10 Score immerhin knappe 1600 Punkte zustande kamen, hat der Grafiktest Firestrike mit nur 326 Punkten logischerweise versagt.

Im Geekbench Test allerdings sind die Multicore Ergebnisse mit 5201 Punkten gar nicht mal schlecht, und im Antutu Benchmark haben wir 140348 Punkte.

Geekbench & Antutu & GFXBench

Cinebench R15

Gaming & Office

Als GPU haben wir einen Intel HD600 verbaut, welcher sich in Summe mit der restlichen Leistung und den nur 4GB RAM nur bedingt zum Spielen eignet. CSS und CSS Go laufen auf mittleren Details mit ungefähr 40 – 50 fps, WoW läuft, solange man alleine ist mit knapp 30 fps, sobald man aber in Städte reist bricht die Framerate arg ein und bei Dungeons schmiert er ab. Programme wie PS6 oder Lightroom laufen hingegen gut, und Office, Surfen und Youtube machen ebenfalls keinerlei Probleme. Auch streamen über Netflix läuft in HD problemlos.

Konnektivität

Das Chuwi Lapbook SE unterstützt Bluetooth 4.0, sowie Dual-Band WiFi 2.4GHz/5.0GHz (802.11 a/b/g/n/ac). Im WLAN-Test lief alles reibungslos, sowohl die Reichweite, Leistung, als auch die Stabilität waren hier einwandfrei. Die Bluetooth-Verbindung war ok, auch wenn die Reichweite hier nicht optimal zu sein scheint.

Sound & Audioqualität

Im Gegensatz zum Air wurden die Stereo-Lautsprecher beim Lapbook SE deutlich besser verbaut. Wobei die Stelle auch ziemlich merkwürdig ist. Diese sind nun unter dem Displayscharnier verbaut. Klappt man den Laptop auf, sieht man vor dem Scharnier kleine Lamellen. Dahinter verstecken sich 2 Lautsprecher. Der Klang ist ok, nichts weltbewegendes, sehr höhen-lastig, aber dafür gibt es kein Rauschen oder Knistern mehr wie beim Air. Sofern man über BT oder Kabel Musik hört, gibt es keinerlei Beanstandungen.

Akkuleistung

Die Akkukapazität des Lapbook SE beträgt wie beim Vorgänger 5.000mAh, hält aber je nach Einsatzgebiet ca. 6-8 Stunden, also durch den sparsamen SoC gut 1 Stunde mehr als beim Air. Im reinen Office-Betrieb kam ich sogar auf knappe 9.5 Stunden Laufzeit. Im Test mit einer YouTube-Dauerschleife eines 1080p Videos schaffte es 5,1 Stunden bis etwa 13% Restakkukapazität, was durchaus ein sehr guter Wert ist.

Das Aufladen von 10% bis 100% dauerte gute 3.5 Stunden. Hier befinden wir uns im guten Durchschnitt.

Fazit

Ich habe das Lapbook SE nun für ca 30 Tage im Testeinsatz gehabt und ich bin überrascht von der kleinen Kiste. Natürlich gibt es hier und da Mankos, was aber zu einem Preis von knapp 250 Euro auch verschmerzbar ist. So haben wir zum einen das Display, welches in diesem Segment wirklich gut ist, nur die extreme Spiegelung lässt nur arbeiten in Räumen oder draußen ohne Sonne zu. Dann haben wir die nur 4GB RAM, die zwar DDR4L sind, aber dennoch nur 4GB. Dafür haben wir dann aber den neueren Gemini SoC N4100, welcher sehr sparsam und zugleich doch wirklich schnell ist. Dazu dann noch die 128GB SSD die im starken Kontrast zu dem 32 GB eMMC Speicher steht. Umständlich ist hier nur das Switchen der Windowsinstallation von der eMMC auf die SSD. Das Gehäuse ist Top verarbeitet, wenn auch nur die Aussenhülle aus Alu ist, und der Rahmen des Displays sowie der Tastaturrahmen aus Kunststoff sind. Das tut der Erscheinung aber überhaupt keinen Abbruch. Dazu dann noch der beleuchtete Chuwi Schriftzug und, welch extreme Seltenheit in dem Preissegment, eine beleuchtete Tastatur. Die Tastatur selbst ist wirklich spitze, man kann sehr angenehm arbeiten. Einzig das Haken der linken Maustaste (ab und zu) kann nerven. Alles in allem haben wir hier wirklich ein gelungenes 13.3 Notebook, welche nach außen hin wirklich schick aussieht, und mit dem man auch unterwegs super arbeiten kann, sei es Testberichte schreiben, oder einen Text verfassen, oder auch einfach nur Videos schauen. Von mir eine Empfehlung, wer für kleines Geld ein mobiles Office haben möchte.

 

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Chuwi LapBook SE
Chuwi LapBook SE
Display8.5
Performance8.1
Akkulaufzeit9
Software9.6
Verarbeitung9.6
Preis-Leistung9.6
Positiv
Gute Verarbeitung
Hochwertige Materialien
Gute Leistung
Schnelle SSD
LPDDR4 RAM
Gutes Tastaturfeedback
Tastatur mit Beleuchtung
Gutes und präzises Touchpad
Gutes WLAN und Bluetooth
Gute Akkulaufzeit
Negativ
QWERTY-Tastatur
Mousebutton hakt teilweise
9.1
Score
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