Covid-19-Patient stirbt an von Trump empfohlenen Medikament! Tragischer Todesfall in den USA

Ein außergewöhnlicher Todesfall hat sich im US-Bundesstaar Arizona ereignet. Dort ist ein mit dem Coronavirus infizierter Mann nach der Einnahme des von US-Präsident Trump hochgelobten Medikaments Chloroquin gestorben. Durch die ausdrückliche Empfehlung des Präsidenten genießt dieser Fall nun die ganze Aufmerksamkeit der US-Medien.

Amerikaner stirbt nach Selbstmedikation

Bevor es zum Tod des Mannes kam, hatte US-Präsident Donald Trump den Wirkstoff mehrmals als geeignet im Kampf gegen das Coronavirus bezeichnet. Cloroquin kommt in der Medizin bereits bei Malaria und rheumatischen Erkrankungen zum Einsatz und kann auch als Reinigungsmittel verwendet werden. Anscheinend hatte sich ein in den 60er-Jahren befindlicher Mann das Medikament selbst besorgt und eingenommen. Einen Arzt hatte er vor der Einnahme anscheinend nicht konsultiert. Auch seine Frau, die das Mittel ebenfalls eingenommen hatte, befindet sich nun in kritischem Zustand in einem US-Hospital.

Chloroquin als Reinigungsmittel und Malaria-Medikament

US-Präsident Donald Trump hatte das Medikament zur möglichen Behandlung des neuartigen Coronavirus angepriesen. Chloroquin ist bereits von der Food and Drug Administration (FDA) bei der Behandlung von Malaria, rheumatoider Arthritis und Lupus zugelassen. Im Augenblick sollen klinische Studien belegen, ob das Mittel auch gegen das Coronavirus eingesetzt weden kann. Experten von Banner Health, einem gemeinnützigen Gesundheitssystem, warnen die Menschen in den USA dringend davor Medikamente ohne ärztliches Rezept einzunehmen. „Angesichts der Unsicherheit in Bezug auf Covid-19 verstehen wir, dass Menschen versuchen, neue Wege zu finden, um dieses Virus zu verhindern oder zu behandeln. Aber Selbstmedikation ist nicht der richtige Weg“ , warnt Dr. Daniel Brooks, medizinischer Direktor des Banner Poison and Drug Information Center, in einer Erklärung.

Noch offene Fragen bei dem Todesfall in Arizona

Bisher konnte noch nicht geklärt werden, wie und wo sich das Paar das Chloroquin besorgt hatte. Auch das behandelnde Krankenhaus wurde zunächst nicht genannt. Offensichtlich hatten sich die Opfer von Präsident Trumps Werbung für das Mittel beeinflußen lassen. Dieser hatte noch am vergangenen Samstag folgende Nachricht bei Twitter abgesetzt: „HYDROXYCHLOROQUIN & AZITHROMYCIN zusammen haben eine echte Chance, eines der größten Hilfsmittel in der Geschichte der Medizin zu sein“. Zwar gibt es frühere Foschungen, die belegen, dass das Medikament gegen das Virus nützlich sein könnte, doch die Behörden halten weitere Studien für notwendig, um eine endgültige Aussage treffen zu können.

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