Das ist die Seuchen-Hauptstadt Europas! Coronavirus auf dem Vormarsch – Mutation breitet sich rasend schnell aus

Während die Infektionszahlen in Deutschland zur Zeit einigermassen kontrolliert erscheinen, spitzt sich die Lage in Großbritannien im Augenblick immer weiter zu. Aktuell soll es auf Insel rund 1,2 Millionen aktiv mit dem Virus infizierte Personen geben. Dies sind ungefähr 4 Mal soviel infizierte Personen wie in Deutschland.

London entwickelt sich immer mehr zur Seuchen-Hauptstadt!

Die aktuellen Infektionszahlen aus Großbritannien kann man sich in Deutschland fast nicht vorstellen. Denn nach Angaben der britischen Statistikbehörde ONS soll in England jeder 50. Bewohner des Landes während der Feiertage mit dem Coronavirus infiziert gewesen sein. Noch schlimmer ist die Lage in der englischen Hauptstadt London. Dort soll sogar jede 30. Einwohner an Covid-19 erkrankt sein. Damit entwickelt sich die 9 Millionen Einwohner zählende Hauptstadt immer mehr zum größten Corona-Hotspot in Europa. Und offenbar haben die Menschen den Ernst der Lage verstanden. Obwohl der neue Lockdown erst am Mittwoch in Kraft tritt, waren die Straßen in London bereits am Dienstag auffallend leer. Um die Zahlen ins Verhältnis zu setzen ein kleines Beispiel: In Deutschland spricht man bereits ab 200 Infizierten auf 100.000 Einwohner von einem Hotspot, allerdings bedeutet dies lediglich 1 registrierter Fall bei 500 Personen. Am Dienstag hatte Großbritannien mehr als 60.000 Neuinfektionen gemeldet und damit einen neuen Höchstwert aufgestellt. Doch bereits seit einigen Tagen registriert man dort Infektionszahlen von über 50.000 neu registrierten Fällen pro Tag. In Deutschland wurden zuletzt offenbar auch wegen der Feiertage zeitweise unvollständige Zahlen gemeldet. Selbst das Robert-Koch-Institut glaubt, das die eigenen Zahlen erst in etwa 10 Tagen wieder der tatsächlichen Lage entsprechen werden.

Aktuell fast 1,2 Millionen Briten mit dem Coronavirus infiziert

In England geht man davon aus, dass zur Zeit fast 1,2 Millionen Briten aktiv mit dem Coronavirus infiziert sind. Aus diesem Grund wird das Land nun auch erneut in einen scharfen Lockdown gehen, der bis Mitte Februar landesweit gültig sein soll. Bis dahin dürfen die Engländern nur noch in begründeten Fällen aus dem Haus. Wer gegen die Regeln verstösst kann mit Strafen von bis zu 10.000 Pfund (11.000 Euro) belegt werden. Die Schulen werden in England weiterhin geschlossen bleiben, stattdessen sendet die BBC ein Bildungsprogramm für sämtliche Altersklassen der Schüler. Nun geht in England so langsam die Angst vor einer Überlastung der Krankenhäuser um. Englands Chefmediziner Chris Whitty warnte bei einer Pressekonferenz eindringlich vor diesem Szenario. In ganz England explodieren die Patientenzahlen in den Krankenhäusern förmlich. Aktuell werden in England bereits mehr als 27.000 Corona-Patienten stationär behandelt. Am Dienstag waren zudem 830 Todesopfer gemeldet worden, womit seit dem Beginn der Pandemie nun bereits mehr als 76.000 Menschen in England am Coronavirus gestorben sind.

Englischer Chefmediziner pessimistisch: Einschränkungen auch im nächsten Winter?

Besondere Sorge machte Whitty die rasend schnelle Ausbreitung der neu entdeckten Coronavirus-Mutation. In Schottland soll diese Mutation nach Aussage von Regierungschefin Nicola Sturgeon bereits „fast für die Hälfte der neuen Fälle verantwortlich sein“. Auch dort gilt zur Zeit wieder ein scharfer Lockdown. Angesichts der aktuellen Lage hat Whitty offenbar noch eine weitere Hiobsbotschaft für seine Landsleute. Der Mediziner deutet nämlich bereits jetzt an, dass es vermutlich auch im nächsten Winter noch Restriktionen wegen des Coronavirus geben werde. Zuletzt war auch die Kritik am britischen Premierminister Boris Johnson gewachsen, der bereits häufiger seine Strategie in der Corona-Pandemie geändert hatte. Jeder Monat im Lockdown kostet die Engländer nämlich rund 20 Milliarden Euro.

Prof. Iain Begg (66) von der London School Of Economics kritisiert Johnsons Strategie bei der „BILD“-Zeitung: „Das Muster von Auf und Ab, der ständigen ‚U-Turns‘ (180-Grad-Kehrtwenden), ist seit Beginn der Pandemie zu beobachten. Die Schlussfolgerung, die man ziehen muss, ist, dass er von seinem Temperament her kein geeigneter Premierminister für eine solche Krise ist.“

Mit Impfungen gegen das Virus

Derzeit sind die schnell voranschreitenden Impfungen in Grossbritannien alles was Hoffnung auf eine bessere Zukunft macht. Bisher haben bereits 1,3 Millionen Briten die erste Dosis des Impfstoffs erhalten. Man plane bis Mitte Februar mit insgesamt 13 Millionen geimpften Personen. Das staatliche Gesundheitssystem NHS soll nach Angaben der Zeitung „Times“ allein in dieser Woche weitere 2 Millionen Dosen des Impfstoffes erhalten. Damit sind die Briten in dieser Hinsicht deutlich weiter als in Deutschland, wo bisher gerade mal 317.000 Menschen geimpft wurden. Nicht bekannt ist hingegen, ob Queen Elizabeth (94) bereits gegen das Coronavirus geimpft worden ist. Eine Sprecherin des Buckingham-Palasts erklärte, dies sei eine Privatangelegenheit zu der es von Seiten des Palastes keine Stellungnahme geben werden. Die Feiertag hatte die Queen mit ihrem Mann Prinz Philip (99) auf Schloss Windsor verbracht. Familientreffen der Königsfamilie hatte es über die Feiertage nicht gegeben.

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