Deal steht! EU sichert sich Impfstoff von Biontech nach erfolgreichen Tests

Nur einen Tag nachdem sich das Mainzer Unternehmen Biontech die Ergebnisse der klinischen Studien seines Impfstoffes veröffentlicht hat, scheint die Europäische Union nun eine größere Menge an Impfstoffdosen bei der Firma zu bestellen. Aus Kreisen der EU-Kommision verlautete, der entsprechende Vertrag sei bereits „ausgehandelt und fertig“.

EU-Kommision kauft Impfstoff bei Biontech

Offenbar wird die Europäische Kommission schon morgen einen Vertrag für die Lieferung des erfolgsversprechenden Biontech-Impfstoff abschließen. Nach Inmformationen der „BILD“-Zeitung soll der entsprechende Vertrag bereits „ausgehandelt und fertig“ sein. Es fehle lediglich noch der finale formale Beschluss durch die wöchentliche Sitzung der Kommissionsmitglieder. Aus den Kreisen der Kommision verlautet jedoch bereits jetzt: „Jede Zeile steht. Da kann nichts mehr dazwischenkommen.“ Auch die deutsche Bundesregierung sei bereits über die Einzelheiten des Deals informiert worden. Offenbar bewegt sich die Bestellung der EU im Bereich von

200 Millionen Impfdosen mit Option auf 100 Millionen weitere.

Bei der EU geht man davon aus, dass im nächsten Frühjahr und Sommer insgesamt etwa 150 Millionen Europäer geimpft werden können, schätzt der Gesundheitspolitiker und Impfstoff-Experte Peter Liese (CDU/ EVP). Die Experten gehen davon aus, dass jeder Mensch

zwei Impfung benötigt, um eine Immunität gegen das Coronavirus zu erhalten.

Biontech wird Impfstoff für europäischen Markt herstellen

Nach Angaben von Biontech habe es nie zur Debatte gestanden, die Produktion an den Standorten in Deutschland (Mainz, Idar-Oberstein, Berlin und Marburg) lediglich für die Märkte in Japan und den USA zu produzieren. Auch der Impfstoffkandidat von Biontech hatte Fördermittel aus drei verschiedenen EU-Fonds erhalten. Der EVP-Fraktionschef Manfred Weber (CSU) hat die von „BILD“ gemeldete Neuigkeit indirekt bestätigt. „Ich kann Entwarnung geben: Die Verträge werden in den nächsten Stunden unterschrieben und dann auch durch die Kommissionsbeschlüsse morgen rechtlich verankert werden“, erklärte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei beim Fernsehsender Phoenix. „Die Verträge müssen fachlich, sachlich, rechtlich ordentlich abgeschlossen werden“, erklärte Weber. Ganz zum Ende der Verhandlungen habe es noch Diskussion darüber gegeben, weil Pfizer bei dem Deal auch europäisches Recht, vor allem das Haftungsrecht zu respektieren habe. Dieser Punkt sei bisher noch offen. Allerdings steht fest, dass die Europäer Zugriff auf den Impfstoff haben.

Auch Gesundheitsminister Jens Spahn optimistisch

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn ist optmistisch, dass es in den nächsten Tagen zum Vertragsabschluss kommt. Durch Vorverträge waren zuvor bereits 200 Millionen Impfdosen für Europa gesichert worden. Spahn selbst rechnet für Deutschland mit bis zu

„bis zu 100 Millionen“ Dosen. Nun muss das Hauptaugenmerk auf dem Aufbau der Infastrukturen für die Impzentren gelegt werden. Neben der Verteilung in ganz Deutschland geht es vor allem auch darum die notwendige Kühlungskette für den Biontech-Impfstoff zu garantieren.

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