Die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus – Jedes 4. Gehalt verringert sich

Schon schnell war klar, dass die Epidemie rund um das Coronavirus schwerwiegende Folgen für die Wirtschaft haben würde. Nun zeigt sich, dass das Virus vor allem die Minderverdiener hart trifft. Erste Ergebnisse der Krise zeigen, dass etwa jedes vierte Gehalt durch die Folgen der wirtschaftlichen Krise schrumpfen wird.

Corona-Krise trifft Deutsche am eigenen Geldbeute

Schon jetzt spüren viele Menschen die Folgen der Krise um das gefährliche Coronavirus am eigenen Körper. Denn vor allem machen sich die Auswirkungen des Virus am eigenen Geldbeutel bemerkbar.

Über mehrere Monate hat die gefährliche Pandemie zu erheblichen Einbußen in der Wirtschaft geführt. Allein in Deutschland mussten fast 10 Millionen Menschen in Kurzarbeit gehen. Und trotz zahlreicher unbürokratischer Hilfen der deutschen Regierung stehen viele tausende Unternehmen knapp vor einer Insolvenz. Und diese dramatische Lage bekommen jetzt natürlich auch die Arbeitnehmer zu spüren. In einer Umfrage hat sich ergeben, dass jeder vierte Arbeitnehmer (26 Prozent) offen zugibt, dass die Krise sich bereits negativ auf das eigene Gehalt ausgewirkt habe. Die Umfrage zeigt außerdem auf, dass Erwerbstätige mit geringerem Einkommen anscheinend deutlich härter getroffen werden. Dies könnte jetzt sogar dafür sorgen die soziale Ungleichheit in Deutschland weiter voranzutreiben.

Studie mit tausenden Arbeitnehmern ausgewertet

Dies sind die offensichtlichen Ergebnisse einer Studie, an der 6309 befragte Erwerbstätige im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung teilgenommen haben. Bei Mitarbeitern in der Gehaltsklasse über 3.200 Euro netto im Monat berichten lediglich 20 Prozent der befragten Menschen von Einbußen beim Gehalt. Bei Gehältern zwischen 2.600 bis 3.200 Euro waren es bereits 26 Prozent. Bei den Gehaltsempfänger in der Gruppe zwischen 1.500 bis 2.600 Euro berichteten bereits 30 Prozent der Umfrageteilnehmer von Gehaltsverlusten, während in der Gehaltsklasse unterhalb von 1.500 Euro Monatseinkommen sogar 40 Prozent von Einbußen sprechen.

Also trifft die Krise die Niedrigverdiener stärker als gut bezahlte Mitarbeiter. Verschärft wird die Situation außerdem dadurch, dass die Niedrigverdiener auch seltener eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes durch ihre Arbeitgeber erhalten haben. Lediglich jeder 3. Arbeitnehmer erhielt diese Aufstockung, während in höheren Gehaltsklassen jeder 2. Mitarbeiter einen Zuschuss erhalten hatte.

Mitarbeiter sorgen sich um ihre Zukunft

Bei der Umfrage wird auch deutlich, dass sich vor allem die Geringverdiener Sorgen um ihre berufliche und finanzielle Zukunft machen. Bei den Geringverdienern sind diese Zahlen erchreckend. 38 % machen sich große Sorgen, 44 Prozent sind leicht besorgt und rund 19 Prozent der befragten Teuilnehmer fürchtet um ihren Arbeitsplatz.

Mit zunehmendem Gehalt fallen diese Zahlen deutlich geringer aus. Dort fürchten nur jeweils 8 % finanzielle Soorgen und den Verlust ihres Arbeitsplatzes. Allerdings sorgt die augenscheinlich kontrollierte Lage rund um das Coronavirus auch für Hoffnungsschimmer. Während sich im April noch 70 % der Befragten große Sorgen um ihre wirtschaftliche Situation machten, ist die Anzahl im Juni auf 58 % deutlich gefallen. Wie es scheint, nehmen viele Deutschen die Krisenpolitik der Bundesregierung und der Bundesländer positiv wahr.


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