Eilmeldung: Italiens Botschafter im Kongo getötet – es war ein Hinterhalt

Italien trauert um seinen Diplomaten Luca Attanasio! Der 43-jährige Botschafter Italiens im Kongo war auf dem Weg zu einem Besuch des

World Food Programmes. Offenbar ist der italienische Botschafter bei dem Entführungsversuch einer Terrormiliz im Osten des Kongos ums Leben gekommen.

Italienischer Botschafter stirbt in einem Hinterhalt

Schlimme Nachrichten aus dem Kongo! Dort sind jetzt der italienische Botschafter, einer seiner Leibwächter und der Fahrer des Wagens getötet worden, als die Männer zu einem Besuch der World Food Programms im Nationalpark Virunga unterwegs gewesen waren. Der Nationalpark liegt in einem Länderdreieck zwischen dem Kongo, Uganda und Ruanda. Dort wurde der Konvoi von einer bewaffneten Miliz in einen Hinterhalt gelockt und angegriffen. In der Gegend arbeitende Ranger des Nationalparks, der unter anderem für seine Berggorillas berühmt ist, waren dem Konvoi noch zu Hilfe geeilt und hatten sich einen Schusswechsel mit den Angreifern geliefert. Bei dem Angriff waren mehrere Menschen verletzt und getötet worden. Der italienische Botschafter wurde von Schüssen im Bauch getroffen und war im Anschluss in der nahen Grenzstadt Goma in einem Krankenhaus gestorben. Die Behörden des Kongo gehen davon aus, dass es es bei den Angreifern um eine ruandische Gruppe gehandelt haben könnte. Offenbar sollte der Botschafter gekidnappt werden. In der Gegend kommt es häufiger zu Entführungen durch Rebellen. In den vergangenen 3 Jahren sollen 170 Menschen entführt worden sein. Die Rebellen fordern dann zumeist hohe Lösegelder.

Botschafter kannte die Gefahr

Der nun verstorbene Botschafter war sich der Gefahr durchaus bewußt. „Die Mission ist manchmal gefährlich“, hatte der Botschafter vor einiger Zeit zu Protokoll gegeben. Vor der Reise in den Nationalpark hatte der Botschafter sich noch im T-Shirt und mit

Sonnenbrille im Gesicht fotografieren lassen. Atanassio war einer der jüngsten Botschafter Italiens. Er hinterlässt eine Ehefrau und 3 kleine Kinder. Der Diplomat geht seinem Dienst bereits seit 2017 in Kinshasa nach. Zuvor war Atanassio in Nigeria eingesetzt worden. Seine Frau Ehefrau Zakia Seddiki leitet die humanitäre Organisation „Mama Sofia“, die sich mit ambulanten Kliniken für Frauen und Kindern in Afrika einsetzt. Erst im letzten jahr war das Paar mit einem Friedenspreis ausgezeichnet worden. „Die Mission eines Botschafters ist manchmal eine gefährliche, doch wir stehen in der Pflicht, beispielhaft zu sein“, hatte Atanassio damals bestätigt. Nun ist Italien geschockt über die Ermodung des Diplomaten, dessen 30-jährigem Leibwächter und dem Fahrer. Der italienische Präsident Sergio Mattarella bezeichnete den Mord als feigen Angriff.

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