Einfach unglaublich! Flüchiger Wirecard-Manager Marsalek hatte Geheimdienstpapiere zu Nervengas

Wird aus dem Finanzskandal beim Zahlungsanbieter Wirecard jetzt auch noch ein Agententhriller? Denn jetzt wird bekannt, dass der ehemalige Vorstand des Unternehmens, Jan Marsalek, im Besitz von hochbrisanten Papieren aus dem österreichischen Ministerium gewesen ist. Darunter soll nach Angaben der österreichische Tageszeitung „OE24“ sogar die Formel für das gefährliche Nervengift Nowitschok gewesen sein. In der Alpenrepublik wird jetzt deswegen gegen verschiedene Ministerien wegen brisantem Geheimnisverrats ermittelt.

Ex-Wirecard Vorstand im Besitz von Geheimdokumenten

Nach einem Bericht der britische „Financial Times“ war Marsalek kurz nach dem Anschlag russischer Geheimagenten auf Sergej Skripal (69), einem übergelaufenen, russischen Doppelagenten, und dessen Tochter in London aufgetaucht und hatte dort mit seinen brisanten Dokumenten geprahlt. Schon damals war Marsalek wohl im Besitz der chemischen Geheimformel von Nowitschok, das von den russische Agenten für das Attentat auf die Skripals benutzt worden war. Wie und woher Marsalek diese hochsensiblen Unterlagen in seinen Besitz gebracht hatte, war damals vollkommen unklar. Nun jedoch kommt heraus, dass diese Unterlagen allem Anschein nach aus Österreich stammen. Wie die Tageszeitung „OE24“ berichtet laufen zur Zeit Ermittlungen gegen drei Ministerien des Landes. Nun wird in diesen Zusammenhang beim Außen-, dem Verteidigungs- und dem Wirtschaftsministerium ermittelt. Denn die OPCW (Organisation für das Verbot chemischer Waffen) hat bei einer österreichischen Diplomatin eine Beschwerde eingereicht und darauf hingewiesen, dass die betreffenden Unterlagen einen Barcode enthalten, der beweist, dass das Dokument aus österreichischer Herkunft stammt.

Wer hat geheime Informationen weitergegeben?

Und die OPCW stellt weiter klar, dass nur den drei jetzt in Ermittlungen verwickelten Ministerien diese geheimen OPCW-Berichte vorgelegen hätten. Zudem bestehe wohl auch der Verdacht, dass Marsalek zusätzliche Informationen aus dem österreichischen Bundesamt für Verfassungsschutz erhalten haben könnte.

Nun wird anscheinend gegen die damalige Außenministerin Karin Kneissl und den damaligen Verteidigungsminister Mario Kunasek von der FPÖ sowie Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck von der ÖVP ermittelt. Marsalek selbst ist nach dem Finanzskandal noch immer verschwunden. In einigen Medien wird spekuliert, dass er sich eventuell in Russland aufhalten könnte, was von russischen Behörden jedoch bereits dementiert wurde.


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