EMA entscheidet: AstraZeneca-Impfstoff ist sicher! Nutzung wird nicht eingeschränkt

Zuletzt hatte der Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmen AstraZeneca immer wieder für Diskussionen gesorgt. Denn in ganz Europa waren vereinzelt schwere Nebenwirkungen aufgetreten. Durch Hirnvenenthrombosen sind in ganz Europa einige Menschen ums Leben gekommen. Trotzdem hat die Arzneimittelbehörde EMA nun beschlossen, die Nutzung des Impfstoffes nicht einzuschränken.

EMA empfiehlt Nutzung von AstraZeneca-Impfstoff weiter uneingeschränkt

Obwohl die EMA offenbar einen Zusammenhang zwischen seltenen Fälle von Hirnthrombosen und dem AstraZeneca-Impfstoff sieht, empfiehlt die Behörde jetzt auch weiterhin die uneingeschränkte Anwendung des umstrittenen Corona-Impfstoffs von AstraZeneca. Die EMA kommt nach ihren Untersuchungen zu dem Schluss, dass der Nutzen des Wirkstoffes deutlich höher zu bewerten sei, als die selten auftretenden Nebenwirkungen. Dies erklärte die EMA bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Amsterdam. Aus diesem Grund sollen zukünftig auch Blutgerinnsel in die Liste der seltene Nebenwirkung aufgenommen werden. Gleichzeitig machte die EMA deutlich, dass ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Wirkstoff und den Thrombose-Fällen festgestellt worden sei. Nach Untersuchungen der EMA sind von den Thrombosen vor allem Frauen unter 60 Jahren betroffen. Allerdings gäbe es wohl keine weiteren spezifischen Risikofaktoren.

AstraZeneca bestreitet erhöhte Thrombose-Gefahr

Währenddessen hält AstraZeneca weiter an seiner Aussage fest, dass in den eigenen Studien des Unternehmen keine erhöhte Thrombose-Gefahr aufgetreten sei. Bis jetzt wurden der EMA allerdings mehr als 60 Fälle von Gehirn-Thrombosen gemeldet, denen die Experten nun nachgehen. Einige der Thrombosen waren leider tödlich verlaufen.

Schon in der letzten Woche hatte die EMA erklärt, sie habe bis zum jetzigen Zeitpunkt keine bestimmten Risikofaktoren wie Alter oder Vorerkrankungen als Auslöser für die Thrombosen feststellen können. Allerdings haben mehrere Länder, unter anderem Deutschland, den Einsatz des britisch-schwedischen Impfstoffes nun limitiert. Für jüngere Menschen soll er vorerst nicht mehr verwendet werden. Diese Entscheidung hat die Ständige Impfkommision in Deutschland getroffen, obwohl fast ausschließlich Frauen von diese schweren Nebenwirkungen betroffen waren.

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