Essential ist ein Unicorn, ohne auch nur ein Smartphone ausgeliefert zu haben 4
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Anscheinend läuft der Verkauf des Essential Phone bisher nicht optimal, denn das Unternehmen um Andy Rubin senkt den Preis seines Smartphone-Debüts um 200 Dollar.

499 Dollar werden damit im Online-Store nur noch fällig, womit das im Mai vorgestellte Smartphone auch weiterhin im High-End-Bereich zu verorten ist. Neben durchaus ansprechender Hardware soll es mit einem nahezu unveränderten Android und einigem Zubehör punkten.

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In Deutschland ist das Essential Phone auch weiterhin bisher nicht verfügbar, wird dann hier aber sicher direkt zum reduzierten Preis an den Start gehen. Bisherige Käufer können sich einen Code im Wert von 200 Dollar sichern, um den beim Kauf der passenden 360°-Kamera oder einem weiteren Essential Phone einzulösen. Damit möchte sich Essential bei seinen frühen Unterstützern bedanken – und ganz nebenbei sicher einiger Kritik aus dem Smartphone-als-Wertanlage-Lager entgehen, die einen Preisverfall eher ungern sieht.

Frühe Käufer erhalten einen 200 Dollar-Code, der sich beim Kauf des bisher einzigen “Moduls” oder eines weiteren Smartphones einlösen lässt.

Auch wenn man erstmal nicht allzu viel in diese Preissenkung hinein interpretieren sollte, kann sie eben durchaus ein Indikator dafür sein, dass die bisherigen Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurückblieben. Entsprechend versucht man nun das Smartphone in einem attraktiveren Preissegment zu platzieren und gleicht sich nebenbei den anderen Android-Flaggschiffen aus der ersten Jahreshälfte an, die sich ebenfalls langsam auf diesem Niveau einpendeln.

Man kommt aber nicht umher zu bemerken, dass der Hype um ‘das erste Smartphone des Android-Erfinders’ langsam sein wohlverdientes Ende findet. Durch die Beteiligung Andy Rubins hat das Unternehmen auch außerhalb der Tech-Szene Aufmerksamkeit erregt und scheinbar auch Investoren angezogen, doch hat sich die Auslieferung um Monate verzögert, die bisherigen Reviews sind eher durchwachsen, das Smartphone erwartunsgemäß kaum zu reparieren und weiteres Zubehör (um dem “modularen” Ansatz gerecht zu werden) ist bisher nicht in Sicht. Vielleicht ändert sich das ja mit der jetzigen Preissenkung und einer breiteren Verfügbarkeit, ich würde aber nicht drauf wetten.

Essential ist ein Unicorn, ohne auch nur ein Smartphone ausgeliefert zu haben

übermobiflip
QuelleEssential Blog
Simon

Technikaffiner Student und langjähriger Android-Nutzer. Derzeit unterwegs mit dem Samsung Galaxy Note 4, Microsoft Surface Book und Samsung Galaxy Tab S.