Experten besorgt über indische Corona-Mutante – wie sieht die Lage in Deutschand aus?

Zuletzt hatten die Bundesbürger die erschreckenden Bilder über die aktuelle Situation der Corona-Pandemie in Indien zu sehen bekommen. Dort gehen viele Ansteckungen auf die indische Corona-Variante B.1.617 zurück. Auch in Deutschland ist die Mutation mittlerweile angekommen. Allerdings bestätigt das Robert-Koch-Institut nur wenig bekannte Ansteckungen durch diese Variante des Virus.

Kaum Fälle der Corona-Mutation B.1.617 in Deutschland

Wie die Experten vom Robert-Koch-Institut (RKI) bestätigen, gibt es in Deutschland nur wenige Fälle der Ansteckung mit der Corona-Variante B.1.617, die ihren Ursprung in Indien hat. Bisher habe man die Mutation lediglich vereinzelt entdeckt. Bis jetzt konnte die Variante in lediglich 22 positiven Covid-19-Tests nachgewiesen werden. Schon in der Vorwoche hatte das RKI von 21 Fällen der indischen Variante des Coronavirus gesprochen. Noch immer dominiert in Deutschland ganz klar und eindeutig die britische Corona-Variante B.1.1.7, die mittlerweile für mehr als 90 % der Ansteckungen verantwortlich ist. Auch zwei weitere Mutationen, die von den Gesundheitsbehörden als besorgniserregend eingestuft werden, finden sich in Deutschland lediglich in wenigen Fällen. Dabei handelt es sich um die Varianten B.1.351 aus Südafrika und die brasilianische Mutante P.1, die weiterhin nur sehr selten nachgewiesen werden.

Nur bei wenigen Corona-Tests in Deutschland wird sequenziert

Allerdings werden positive Corona-Test in Deutschland lediglich zu einem Bruchteil sequenziert und die auslösende Corona-Variante bestimmt. Die in Indien neu entdeckte Variante B,1.617 steht lediglich unter der Beobachtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und wird dort, im Gegensatz zu B.1.1.7, B.1.351 und P.1 bisher noch nicht als besonders besorgniserregend eingestuft. Wohl auch, weil bis zum jetzigen Zeitpunkt nur wenige gesicherte Erkenntnisse vorliegen. Auch der deutsche Virologe Christian Drosten sieht die indische Corona-Mutation bisher gelassen. Seiner Ansicht nach werde die nun aufgetretene Mutation in der Medienbewertung überschätzt. Bisher gäbe es keine Hinweise auf einen schwereren Verlauf der Erkrankung nach einer Ansteckung mit B.1.617. „Wenn viele Leute zur gleichen Zeit infiziert werden, dann hat man auch bei den jüngeren Altersgruppen auf einmal, absolut gesehen, ganz viele Kranke in einem kurzen Zeitfenster“, kommentiert Drosten die Bilder aus Indien. Zudem sei dort die Grundgesundheit der Bevölkerung bei weitem nicht so gut wie in Deutschland. Trotzdem könnte sich die Sache noch ändern, wenn die Wissenschaftler weitere Daten über die indische Variante sammeln.“Es kann sein, dass in zwei Monaten sich herausstellt, dass doch irgendwas ist mit diesem Virus“, machte Drosten deutlich.

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