Gefährliche Asteroiden kommen der Erde nahe – Wann droht eine Kollision?

Insgesamt 20.000 Asteroiden werden von der NASA als potenziell gefährlich für die Erde eingestuft. Doch während meist ein Augenmerk auf gigantische Gesteinsbrocken gelegt werden, geht die deutlich größere Gefahr meist von kleinen Gesteinsbrocken aus. Aber immer wieder kommen auch große Brocken auf uns zu – wie jetzt! Hier die Einschätzung der Experten!

Asteroiden schlagen immer wieder auf der Erde ein

Die Asteroiden sind Gesteinsbrocken, die noch aus der Entstehungszeit des Sonnensystems stammen. Sollten solche Felsbrocken aus dem All die Erde treffen, dann könnte deren Einschlag zum Teil verheerende Folgen haben. Doch mittlerweile ist die Menschheit nicht mehr ganz schutzlos gegen die Gefahr aus dem All. Denn laut Detlef Koschny, einem Asteroiden-Experte der europäischen Raumfahrtagentur Esa, lasse sich der Einschlag eines Asteroiden auf der Erde bereits im Vorfeld berechnen. Jeden Tag fliegen Asteroiden an der Erde vorbei. Wobei bei den meisten Asteroiden der Abstand zur Erde ziemlich groß ist. Alleine in unserem Sonnensystem sind der NASA mittlerweile 1,1 Millionen Asteroiden bekannt, von denen 20.000 von ihnen zu den erdnahen Objekten gezählt werden. Diese kreuzen während ihres eigenen Umlaufs die Umlaufbahn der Erde um die Sonne. Deshalb sind diese Asteroiden dann in einer Liste der NASA aufgeführt.

2 bekannte Einschläge in den letzten 120 Jahren

In den letzten 120 Jahren gibt es zwei bekannte Einschläge von Asteroiden auf der Erde. So war am 30. Juni 1908 ein rund 40 Meter großer Asteroid über der Tunguska-Region in Sibirien explodiert. Dabei waren auf einer Fläche mit dem Ausmaß des Saarlandes Millionen Bäume zerstört worden. Wegen dieses historischen Ereignisses wurde der 30. Juni nun zum Internationale Tag des Asteroiden erklärt. Dies wurde im Jahr 2016 offiziell beschlossen. Ein weiterer Vorfall hatte sich im Februar 2013 in der russischen Millionenstadt Tscheljabinsk abgespielt, als ein rund 20 Meter großer Asteroid über der Stadt explodierte. Damals waren etwa 7.000 Gebäude beschädigt worden. Gut 1.500 Menschen waren durch die umherfliegenden Glassplitter verletzt worden. Wenn selbst solche verhältnismäßig kleinen Asteroiden solchen Schaden anrichten, mag man sich kaum vorstellen, welche Zerstörung große Asteroiden verursachen könnten.

Pro Tag verglühen 100 Tonnen Staub und Gestein in der Erdatmosphäre

Doch jeden Tag treten kleinere Gesteinsbrocken in die Erdatmosphäre ein. Diese erkennt man gut am dunklen Nachthimmel, wo man sie dann als Sternschnuppen beobachten kann. „Die Gesamtmasse, die auf die Erde runter kommt, wird auf 100 Tonnen pro Tag geschätzt“, erklärt Experte Koschny weiter. Ab einer Größe von etwa 20 Metern werden Warnprotokolle erstellt. Aktuell suchen die Wissenschaftler nach einer Lösung um den Einschlag von Asteroiden auf der Erde effektiv zu verhindern. Ein Lösungsansatz ist der Beschuss solcher Objekte, um ihren Kurs leicht zu verändern. „Dieser sogenannte kinetische Impakt gilt als die vielversprechende Technologie, weil wir die im Grunde schon haben“, erklärt Richard Moissl, Chef-Koordinator der Asteroidenabwehr bei der europäischen Weltraumbehörde Esa. Ab einer Größe von 20 bis 40 Meter existiere eine reale Gefahr, bei der man bewohnte Gegenden vor einem Einschlag evakuieren müsse. „Eine zivilisationsbedrohende Gefahr kann ich ausschließen im Moment“, hat Koschny aber doch noch gute Nachrichten für die Menschheit.

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