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Google I/O: Neuerungen für Android

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Dass die Google I/O keine reine Android-Konferenz ist, bedeutet natürlich nicht, dass das mobile Betriebssystem dort kein wichtiges Thema wäre. Neben den Neuerungen nächsten Android-Version wurde dort auch über einen Ansatz für die nächste Milliarde Nutzer gesprochen.

Neue Android O-Features

Machine Learning war auf der I/O-Keynote DAS Thema und soll auch in Android-Apps einiges verbessern. TensorFlow Lite baut auf Googles Open-Source Machine-Learning Library TensorFlow auf und wird Entwicklern in einem späteren Android O-Update zur Verfügung stehen, um eingebettete Anwendungsszenarien zu ermöglichen. Davon wird man als Nutzer wohl nicht viel mitbekommen, denn da fallen visuelle Änderungen wie der neue AndroidTV-Homescreen oder die Notification Dots mehr auf.

Intelligenter möchte man aber auch mit Text umgehen und setzt dafür nicht nur auf die bereits bekannte Autofill-Funktion, sondern auch auf ein abermals Machine Learning-basiertes Feature names Smart Text Selection, dass in dem Copy/Paste-Dialog passende Apps vorschlägt. Wenn man also eine Adresse aus einer E-Mail oder Chat-Nachricht rauskopiert, muss man anschließend nicht erst Google Maps raussuchen, sondern dieses wird direkt als Option angezeigt.

Nachdem Android 7.0 Nougat endlich ein natives Multi-Window-Feature eingeführt hat, erscheint der Picture-in-Picture Modus als der konsequente nächste Schritt: Videos – seien es Youtube- und Netflix-Streams oder ein Videoanruf in Google Duo – können damit miniert und parallel betrachtet werden. Was bei diversen Android-OEMs bisher nur mit den vorinstallierten Videoplayern möglich war, wird damit erfahrungsgemäß bald in weitaus mehr Anwendungen Einzug halten.

Android O Public Beta

Außerdem hat man es sich abermals vorgenommen, das System weiter zu optimieren, sowie Akkulaufzeit und Stabilität zu verbessern. In Zukunft wird man die Hintergrund-Aktivitäten von Apps stärker limitieren, die Bootzeit halbieren und Entwicklern neue Tools an die Hand geben, häufige Fehler in ihren Anwendungen zu beseitigen. Und wie es sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet hatte, bringt die Developer Preview 2 nicht nur diverse Neuerungen mit sich, sondern scheint auch stabil genug zu laufen, um sich als Public Beta qualifiziert zu haben. Besitzer eines Pixel, Pixel XL, Pixel C, Nexus 5x, Nexus 6p oder Nexus Player können sie ab sofort installieren, für Entwickler wurden die passenden Ressourcen im Android Studio SDK ebenfalls aktualisiert.

Android Go: Optimierungen für „the next billion users“

In vielen Regionen der Welt ist ein Internetanschluss noch längst keine Selbstverständlichkeit und Smartphones noch kein integraler Bestandteil des Alltags vieler Menschen. Doch das ändert sich langsam und Google hat natürlich ein Interesse daran, diese zukunftsträchtigen Märkte früh an sich, bzw. an die Android-Plattform zu binden. Um das Betriebssystem an die Bedingungen anzupassen, hat man Android Go geschaffen.

Damit soll Android ab 2018 selbst auf Low-Level-Smartphones und Tablets mit einem Gigabyte RAM oder weniger stets performant laufen, außerdem optimiert man die eigenen Anwendungen – GBoard, Chrome und das namensverwandte Youtube Go – um weniger Ressourcen zu verschwenden. Indem man angepasste Anwendungen im Play Store besonders hervorheben möchte, setzt man auch die Drittentwickler unter Druck, ihre Apps dahingehend zu optimieren, um in den den ohnehin hart umkämpften Rankings im Play Store nicht unterzugehen.

Die nächste Milliarde Nutzer zu erschließen ist ein Ziel, dass sich Google mit Facebook und diversen anderen Tech-Unternehmen teilt. Ob Android Go zum Erfolg führt, oder ähnlich floppt wie das Android One-Projekt, werden wir dann ab 2018 sehen.

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