Große Sorge um unsere Kinder in der Corona-Pandemie! Kinderarzt spricht von kinderfeindlicher Politik

Während der Corona-Pandemie haben vor allem die Kinderärzte immer wieder vor den Folgen für die Kinder gewarnt. Doch wie es scheint konnten sie sich bis heute nicht wirklich Gehör verschaffen. Denn nun stehen viele Schulen offenbar erneut vor der Schließung.

Deshalb rechnet der Chef des Kinder- und Jugendärzteverbandes jetzt mit der Corona-Politik der Regierung ab.

Kinderarzt kritisiert fehlendes Verständnis der Regierung für die Bedürfnisse der Kinder

In letzter Zeit werden die Stimmen lauter, die von der Bundesregierung fordern die Bedürfnisse der Kinder in der Pandemie einen größeren Stellenwert zuzuordnen. „Kinder baden die Fehler der Politik aus. Die Bundesregierung muss endlich mehr Verständnis für Kinder und Jugendliche aufbringen!“, fordert Kinderarzt Dr. med. Thomas Fischbach (61). Denn Fischbach und andere Kinderärzte kritisieren die von der Bundesregierung geplanten Schulschließungen in Landkreisen mit einem Inzidenwert von mehr als 165. Nach Meinung von Fischbach sei dieser Wert vollkommen willkürlich festgelegt worden. „Besonders schwächere Kinder und Familien leiden stark unter Schulschließungen. Der Koalitionsbeschluss ignoriert das!“, erbost sich der Kinderarzt. Fischbach glaubt, dass die Infektionszahlen steigen, weil deutlich mehr getestet wird al früher. Das Robert-Koch-Institut hat den Anstieg der Infektionen bei Kindern unter 14 Jahren seit dem Jahrsbeginn mit 300 % angegeben.

Lockdown und Isolation haben Folgen für die Kinder

Wie schlecht viele Kinder mit der aktuellen Situation umgehen, bekommt Fischbach jeden Tag durch die stummen Hilfeschreie der Kinder in seiner Praxis mit. Dort seien die Fälle von Angst- und Zwangsstörungen und Depressionen seit dem Beginn der Pandemie deutlich angestiegen. Immer mehr dieser Fälle muss Fischbach in die Jugendpsychiatrie schicken. Unter anderem kritisiert Fischbach, dass die Meinung der Entwicklungs- und der Sozialpädagogee von der Regierung nicht gehört wird. „Wir Kinder- und Jugendärzte werden kaum gefragt. Die Politik lässt sich zu einseitig beraten!“, argumentiert Fischbach, der gleichzeitig vor irreparablen Konsequenzen warnt. „Der Koalitionsbeschluss schaut nur auf die Lernlücken. Und das bekommt man durch kein Milliardenpaket wieder hin“, ist sich Fischbach sicher. Vor allem bräuchten die Kinder Kontakt zu ihren Freunden und Schulkameraden. Ein langzeitiger Entzug dieser Sozialkontakte könne für die Kinder schwerwiegende Folgen haben. Doch dieses Problem sehe man bei der Politik offensichtlich nicht.

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