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Bei HTC ruhen die Hoffnungen auf dem heute vorgestellten High-End-Smartphone U11, das mit einem drucksensitiven Rahmen, erstklassiger Hardware und einer nochmals optimierten Ultrapixel 3-Kamera den Markt zurückerobern soll.

Hardware: Keine Kompromisse

Musste man beim U Ultra an der ein oder anderen Stelle ein paar Abstriche hinnehmen, fährt das taiwanesische Unternehmen mit dem U11 nun ziemlich auf. HTC setzt auf den neuen Qualcomm Snapdragon 835, dem 4GB RAM zur Seite stehen. Für Apps und Daten kann man neben dem 64GB großen internen UFS 2.1-Speicher auch auf eine MicroSD-Karte zurückgreifen und NFC, Bluetooth 4.2, LTE und WiFi ac (2.4 und 5 GHz) sind auch mit an Bord. Auf der Unterseite findet sich ein USB 3.1 Typ C-Port mit QuickCharge 3.0-Unterstützung.

Das alles bringt HTC in einem 7.9 Millimeter dünnen und 169 Gramm leichten Smartphone im Liquid Surface Design unter, das eine Verwandschaft zu den anderen Modellen der U-Serie nicht leugnen kann. Front- und Rückseite bestehen aus abgerundetem 3D Corning Gorilla Glass 5, das in einen drucksensitiven Rahmen übergeht und haptisch durchaus zu gefallen scheint – allerdings auch unvermeidbar anfällig für Fingerabdrücke ist. Und apropos Fingerabdruck…der passende Sensor findet sich auf der Front in einem Homebutton, der von zwei kapazitiven Tasten begleitet wird. Darüber thront das 5.5 Zoll große Quad HD Super LCD 5-Display (2560×1440 Pixel, 16:9), das den 3000mAh-Akku dann doch ziemlich unterdimensioniert erscheinen lässt.

Kamera und Sound:

Während die bisherigen One-Modelle sich mit Ultrapixel- und Dual-Cam-Techniken experimentiertfreudig darstellten, wirkt das Kamera-Setup des U11 geradezu konservativ – kann aber anscheinend beeindrucken und resultiert in einem neuen Bestwert von 90 Punkten im DxO Mobile Score. Dafür vertraut HTC auf eine Ultrapixel 3-Kamera, die bei einer Auflösung von 12 Megapixeln in lichtschwachen Umgebungen auf eine Blende von f/1.7 und einen Dual-LED Flash zurückgreifen kann. Anspruchsvollere Nutzer können Aufnahmen im Pro-Mode anfertigen und dank RAW-Format anschließend noch weiter bearbeiten, außerdem sind OIS-stabilisierte 4k-Videos ebenso möglich wie Full HD-Slow Motion-Videos bei 120fps. Die Frontkamera löst mit bis zu 16 Megapixeln auf und setzt auf eine Blende von f/2.0 und diverse Selfie-Funktionen. Klingt vielversprechend und man darf auf die Eindrücke der ersten Nutzer gespannt sein.

Hervorragender Sound zieht sich als eine Konstante durch die HTC-Modelle der vergangenen Jahre. Auch das U11 setzt auf Boom Sound und ergänzt Active Noise Cancelling- und dank dem neuen Snapdragon-SoC auch High Resolution Audio-Features. Den 3.5-Millimeter Klinkenanschluss hat man zwar nicht zurückgebracht, doch liegt dem Smartphone neben einem passenden Adapter auch ein durchaus höherwertiges HTC USonic In-Ear-Headset mit USB Typ C-Anschluss bei. Wer mit seinem Smartphone häufiger mal Videos aufzeichnet darf sich auf Acoustic Focus freuen, dass die vier Mikrofone auf den Punkt ausrichtet, auf den die Kamera fokussiert.

Sense-UI, smarte Assistenten und Edge Sense:

Auf dem HTC U11 lassen sich sowohl Amazon Alexa, als auch Google Assistant nutzen, der mit dem U Ultra eingeführte „KI“-Assistent war dagegen weniger ein Thema. Wenn das U11 im Juni dann im deutschen Handel landet, können die Wake Words der beiden smarten Assistenten parallel genutzt werden. Außerdem liegt über Android 7.1 natürlich die bekannte Sense-Oberfläche.

Sense ist auch schon das Stichwort für das letzte wichtige Feature des U11, denn das Smartphone besitzt wie erwartet einen drucksensitiven Rahmen, mit dem sich die beiden Assistenten jederzeit starten lassen – ähnlich wie beim Galaxy S8 also, nur irgendwie cooler. Man scheint da aber relativ viel einstellen zu können, um über den Rahmen (auch mit Handschuhen) die Kamera auszulösen oder bestimmte andere Anwendungen zu starten. Ob man damit wirklich die Smartphone-Bedienung revolutioniert? Ich denke nicht, aber die Shortcuts sind wesentlich flexibler und unauffälliger als Hardware-Tasten und könnten zumindest einen gewissen Mehrwert bieten.


Für 749 Euro ist das HTC U 11 ab sofort vorbestellbar, im Juni wird es dann ausgeliefert. Neben dem zumindest auf dem Papier doch etwas zu kleinen Akku und dem fehlenden Klinkenanschluss ist der Preis damit wohl einer der Punkte, mit dem viele Interessierte hadern dürften. Die Hardware rechtfertigt das zwar, aber dafür bekommt man nunmal auch nahezu jedes andere High-End-Smartphone. Es wird sich also zeigen müssen, ob die Audio-Features, Edge-Sense und vor allem die Kamera sich im Alltag behaupten und das U11 positiv aus der Masse der Neuvorstellungen abheben können.

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QuelleHTC Deutschland
Simon
19 Jahre alt, technikaffiner Student und langjähriger Android-Nutzer. Derzeit unterwegs mit dem Samsung Galaxy Note 4, Microsoft Surface Book und Samsung Galaxy Tab S.