Impfstoff-Nebenwirkungen – Frauen beobachten stärkere Reaktionen nach Corona-Impfungen

Die Impfkampagne in Deutschland schreitet unaufhaltsam voran. Doch in anderen Ländern berichten zahlreiche Frauen über Nebenwirkungen nach der Impfung gegen das Coronavirus. Die Frauen haben festgestellt, dass ihre Monatsblutungen nach der Impfung stärker ausfallen und auch größere Schmerzen verursachen. Nach Meinung der Experten sei dies jedoch vollkommen normal.

Corona-Impfungen verursachen Nebenwirkungen

Schon seit dem Start der Impfungen gegen das Coronavirus war bekannt, dass es zu einigen leichten Nebenwirkungen bei den Impfungen kommen kann. Dazu zählen Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Schüttelfrost und Fieber. Doch nun wurde festgestellt, dass sich bei Frauen die Nebenwirkungen auch während ihrer Menstruation zeigen können. Aus Großbritannien wird nun berichtet, dass rund 4.000 Frauen unmittelbar nach der Impfung von Menstruatiosnstörungen berichtet hatten. Allerdings geben Experten in der Materie zu diesen Thema bereits Entwarnung. Nachdem bereits Millionen Frauen geimpft worden sind, stellt die britischen Arzneimittelbehörde (MHRA) fest, dass kein „erhöhtes Risiko“ für Menstruationsstörungen oder unerwartete Blutungen bestehe. Denn laut dem Royal College of Obstetricians and Gynecologists (RCOG) sei es normal, dass sich die Intensität der Menstruation manchmal ändere.

4.000 Frauen klagen nach Corona-Impfung unter stärkeren Menstruationsbeschwerden

Wie die englische Zeitung „Sunday Times“ berichtet, seien bisher rund 4.000 Berichte von Frauen eingegangen, die sich wegen Veränderungen bei ihrer Periode nach ihrer Impfung Sorgen gemacht hatten. In 2.734 Fälle sei in diesem Zusammenhang mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft worden. 1.158 Frauen klagten auch nach einer Impfung mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff über ähnliche Beschwerden und 66 der Frauen hatten eine Impfung mit dem Vakzin von „Moderna“ erhalten. Meist klagten die Frauen über stärkere Blutungen und Schmerzen. „Die Zahl der Berichte ist im Verhältnis zur Anzahl der Frauen, die bisher geimpft wurden, und der Hintergrundrate von Menstruationsstörungen im Allgemeinen gering“, erklärte Pat O’Brien vom RCOG. „Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass diese Nebenwirkungen mild sind und Frauen nicht davon abhalten sollte, sich impfen zu lassen“, verdeutlichte der Mediziner nochmals. „Wenn die Veränderungen jedoch anhalten oder Sie nach den Wechseljahren neue vaginale Blutungen haben, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen“, rät O’Brien den betroffenen Frauen.

Keine Auswirkungen auf Fruchtbarkeit

Zudem können die Experten auch noch in andere Hinsicht Entwarnung geben. Die Beschwerden beim Menstruationszyklus haben nach Meinung von Experten keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Frauen müssen also nicht fürchten, keine Kinder mehr bekommen zu können. „Es gibt keine Hinweise darauf, dass Covid-19-Impfstoffe die Fruchtbarkeit beeinträchtigen“, versichert O’Brien. Nun hat man allerings in den USA eine Studie gestartet, um die Auswirkungen der

Impfungen auf die Menstruation genauer zu untersuchen. Dort waren bereits im Februar 2021 einige Fälle von schmerzhaften Menstruationen bekannt geworden. Daraufhin hatte Dr. Kate Clancy, Professorin an der University Illinois, über das Problem berichtet und hatte Rückmeldung von unzählige weitere Frauen erhalten. Deshalb hatte sich die Medizinerin zu einer Studie entschlossen. Seitdem sammelt die Medizinerin Daten der betroffenen Frauen, um dieses Phänomen genauer zu untersuchen.

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