Impftermine bald für alle? Wer will den AstraZeneca-Impfstoff – Freigabe für Junge denkbar!

Mittlerweile ist in Deutschland etwas mehr Impfstoff verfügbar. Dies hängt auch mit einer Lieferung des 3. zugelassenen Impfstoffes von AstraZeneca zusammen. Doch obwohl der lebensrettende Impfstoff vorliegt, herrscht in den Impzentren gähnende Leere. Scheinbar haben viele Bundesbürger Bedenken sich mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen zu lassen.

Impfungen kommen einfach nicht ins Laufen

Offenbar gibt es neben der ziemlich komplizierten Terminvergabe für eine Impfung nun noch einen weiteren Grund, warum die Impfungen ins Stocken kommen. Denn offenbar sind viele Deutsche skeptisch, was die Wirksamkit des Impfstoffes der britisch-schwedischen Pharmafirma AstraZeneca angeht. Im Augenblick werden nur Personen der höchsten Prioritätengruppe geimpft, die jünger als 65 Jahre sind. Hier haben vor allem Pflegekräfte von älteren Menschen und Medizinpersonal Vorrang, weil sie einem sehr hohem Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Doch anscheinend wollen sich nur wenige Menschen aus dieser Gruppe mit dem AstraZeneca-Impfstoff impfen lassen. Im Impfzentrum in Berlin könnten eigentlich bis zu 3.800 Menschen am Tag geimpft werden. Doch im Durchschnitt werden dort in den letzten Tagen gerade einmal 200 Impfungen durchgeführt. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Sachsen. Dort gäbe es zur Zeit rund 2.500 freie Termine für die Impfung. Von 1,5 Millionen Dosis des Impfstoffes von AstraZeneca sind gerade einmal 150.000 Dosis verimpft worden.

Experten fordern schnelles Umdenken

Unter diesen Umständen gerät eine schnelle Herdenimmunität in immer weitere Ferne. Um den Impfprozess voranzubringen, fordern Experten jetzt ein Umdenken. „Die Impfstraßen stehen bereit, der Impfstoff ist da und die Impfteams auch. Aber es bleibt Impfstoff liegen, weil sich nicht genug Personen aus der ersten Prioritätsgruppe anmelden oder nicht zum Termin erscheinen. Das ist eine absurde und unerträgliche Situation“, kritisiert Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD, 57). „Wir sollten beim AstraZeneca-Impfstoff jetzt unbürokratisch die Impfzentren für alle unter 65 Jahren aus den ersten drei Prioritätsgruppen öffnen. Dann könnten wir die Impfzentren endlich voll auslasten“, schlägt Lauterbach vor. Einige Experten schlagen sogar vor endlich ohne Priorisierung zu impfen. „Ich halte es für richtig, ohne Priorisierung zu impfen und den AstraZeneca-Impfstoff damit für alle zugänglich zu machen“, schlägt Klaus Heckemann (65), Chef der Kassenärzte in Sachsen, vor. Eine Auffassung die auch der Virologe Alexander Kekulé (62) teilt: „Ich fände es richtig, überschüssige Dosen auch Menschen anzubieten, die eigentlich noch nicht an der Reihe wären.“

Andere Exxperten schlagen Wartelisten vor

Andere Experten halten den vollkommen Verzicht auf eine Priorisierung jedoch für den falschen Weg. Besonders in der Hinsicht, dass sich auf diese Weise lange Schlangen vor den Impfzentren bilden könnten. Stattdessen plädieren diese Experten für eine Warteliste, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Einer dieser Experten ist der

Immunologe Leif-Erik Sander (43) von der Berliner Charité. Dieser hält Wartelisten für Menschen, die sich impfen wollen für sinnvoll. „Es darf auf keinen Fall eine Situation eintreten, in der wir Impfdosen ungenutzt lassen oder sicher der Fortschritt der Impfkampagne deutlich verzögert, weil Personen ihr Impfangebot nicht wahrnehmen.“ Zudem stellte Sander klar, dass der AstraZeneca-Impfstoff viel besser als sein Ruf sei. Sämtliche verfügbaren Impfstoffe bieten einen fast vollkommenen Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung mit schwerem Verlauf. „Das ist eigentlich das schlagende Argument sich impfen zu lassen“, erklärt Sander weiter. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommision Thomas Mertens (70), schlägt vor, bei lokaler Verfügbarkeit von Impfstoffen Personen aus der nächsten Priorisierungsgruppe zu impfen. Berlins Bürgermeister Michael Müller ( SPD, 56) setzt sich hingegen dafür ein, Lehrkräfte, Erzieher, Polizei, Feuerwehr und möglicherweise auch Mitarbeiter von Einzelhandel und Nahverkehr mit dem überschüssigen AstraZeneca-Vakzin zu impfen. Ähnlich sieht es offenbar auch Gesundheitsminister Jens Spahn. Dieser will am Montag mit den Fachministern der Ländern abklären, ob die

Impfung von Grundschullehrern und Kita-Erziehern mit dem Impfstoff von AstraZeneca vorgezogen werden kann.

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