Impfungen für Ärzte fehlen! Ärzte-Chef mit Coronavirus infiziert – Jetzt wettert er gegen die schleppenden Impfungen

Dr. Thomas Buck aus Hannover war einer der ersten Ärzte, der seine Praxis seit dem Beginn der Corona-Pandemie mit einem Spuckschutz gegen Viren ausgestattet hatte. Außerdem trug der verantwortliche Mediziner konsequent Atemschutzmaske und lüftete seine Praxis und auch seine Wohnung konsequent. Trotz der Beachtungen aller Vorschriften war der Ärzte-Chef von Hannover trotzdem an Covid-19 erkrankt. Allem Anschein nach hatte er sich in seiner eigenen Kinderarzt-Praxis angesteckt.

Bezirksvorsitzender der Ärztekammer kritisiert Impf-Politik

Auch drei Wochen nach seiner Corona-Infektion ist Dr. Buck bisher noch nicht wieder arbeitsfähig. Doch nun bemängelt der Bezirksvorsitzende der Ärztekammer die nur schleppenden Impfungen und die aus seiner Sicht falsch priorisierte Impf-Politik. Diese sei aus seiner Sicht nämlich mitverantwortlich, dass sich die Pandemie-Lage bisher noch nicht grundsätzlich verbessert habe. Dabei listet der Medizinier mehrere Punkte auf, die aus seiner Sicht verbessert werden müssen. Einer dieser Punkte ist eine falsche Priorisierung innerhalb der Berufsgruppe der Ärzte selbst. Zuerst werden nämlich diejenigen Ärzte geimpft, die vermehrt Patienten aus den Risikogruppen (Heim-, Dialyse- und Krebspatienten) behandeln. „Völliger Unsinn, medizinisches Personal in verschiedene Kategorien einzuteilen. Jeder im Team einer Arztpraxis hat ein hohes Risiko, zu erkranken, wie man an mir sieht“, kritisiert Buck.

Arzt kritisiert unnötige Bürokratie

Auf Kritik von Buck stößt auch der von Gesundheitsminister Spahn angekündigte Einsatz von kostenlosen Schnelltests ab dem 1. März. „Statt kostenlose Schnelltests zu verteilen, die oft eher eine Scheinsicherheit bringen, sollte die Bundesregierung schnellstmöglich vorhandenen Impfstoff verteilen, nur das rettet Leben“, erklärt Buck. Und deutet dabei auch gleich an, dass das Schneckentempo bei den Impfungen offenbar schon längst nicht mehr nur auf die Knappheit von Impfstoff reduziert werden kann. Ein weiterer Kritikpunkt ist für Buck nämlich auch die ganze Bürokratie rund um die Impfungen gegen das Coronavirus. In Niedersachsen habe man nach Angaben von Buck von 72.000 vorrätigen Dosen des AstraZeneca-Impfstoffes (für Senioren ungeeignet) gerade einmal 12.792 verimpft. Einer der Gründe sind scheinbar bürokratische Hindernisse. Die Verteilung dieses Impfstoffes sieht Buck in den Händen der Hausärzte besser aufgehoben, zumal dieser Impfstoff wesentlich einfacher gelagert werden kann, als die Impfstoffe von Biontech und Moderna. „Wir impfen jährlich 26 Millionen Bundesbürger gegen Grippe, wissen wie das schnell und effizient geht.“

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