Inzidenz von 0 aber Ausgangssperre! Corona-Irrsinn auf deutscher Insel – Bürgermeister fassungslos!

Gerade erst am Wochenende ist die von Bundeskanzlerin Merkel geplante Bundes-Notbremse bei den Corona-Maßnahmen in Kraft getreten. Doch auch so kommt es weiterhin zu kuriosen Fällen, die kein normal denkender Mensch verstehen kann. Nun kritisiert

Helgolands Bürgermeister Jörg Singer die Maßnahmen, die er auf seiner Insel umsetzen muss. Und dass, obwohl es aktuell keinen einzigen bekannten Fall von Covid-19 auf ganz Helgoland gibt.

Corona-Notbremse auch auf Helgoland aktiv – Kein einziger Infektionsfall bekannt

Eigentlich sollte die Corona-Notbremse dazu dienen, die Zahlen dort in den Griff zu bekommen, wo die Infektionszahlen außer Kontrolle geraten könnten. Ab einem Inzidenzwert von 100 werden dann die bundesweit vorgegebenen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus gültig. Doch dies führt nun in Helgoland zu einem kuriosen Fall. Denn auf der Insel müssen die Maßnahmen umgesetzt werden, obwohl keine einziger Fall einer Covid-19-Erkrankung auf der 60 Kilometer vor der deutschen Küste liegenden Insel bekannt ist.

„Auf unserem kleinen, coronafreien und vom Festland über 60 Kilometer entfernten Land ist der Sinn einer Notbremse nicht vermittelbar“, erklärt Bürgermeister Jörg Singer gegennüber der Deutschen Presseagentur. „Wir halten das für Helgoland für unverhältnismäßig“, bestätigte Singer auch beim NDR. Die Impfquote auf der Insel sei sehr hoch und jeder Gast der Insel werde bei der Einreise getestet.

Kreis Pinneberg liegt über dem Inzidenzwert von 100

Doch trotzdem gelten für Helgoland nun die Regeln der Bundes-Notbremse. Denn verwaltungstechnisch gehört die Insel Helgoland zum Kreis Pinneberg, wo nun die Grenze von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner überschritten worden ist. Aus diesem Grund gilt in dem Kreis nun auch ein nächtliche Ausgangssperre. Schon am Dienstag hatte FDP-Vize Wolfgang Kubicki in diesem Zusammenhang von einem „regulatorischen Irrsinn“ gesprochen. Wie eine Sprecherin des Kreises Pinneberg beim NDR deutlich machte, sollen keine Ausnahmen für einzelne Gemeinden des Kreises möglich sein. Mögliche Erleichterungen seien lediglich für Schulen Schule und Kita, anwendbar, bestätigte Singer. Im Augenblick soll der Inzidenwert des Kreises bei 99,0 liegen nachdem er am Montag einen Wert von 111 erreicht hatte. Bleibt zu hoffen, dass für solche Sonderfälle sinnvolle Regelungen gefunden werden können.

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