Ist die 3. Welle vorbei? Inzidenwerte sinken bundesweit wieder deutlich – Hoffnung kommt zurück!

In den lezten Tagen sind die Inzidenzwerte in Deutschland weiter zurückgegangen. Ist dies etwa den verschärften Maßnahmen des Bundes-Lockdowns zu verdanken? Oder ist es viel mehr die sich aktuell weiter beschleunigende Impfkampagne, die nun für positive Ergebnisse sorgt? Könnte damit die Pandemie nun endgültig bald der Vergangenheit angehören?

Wendet sich das Blatt bei den Infektionszahlen?

Noch vor wenigen Wochen waren die Infektionszahlen durch das Coronavirus in Deutschland stetig angestiegen. Aus diesem Grund wurde unter anderem die „Bundes-Notbremse“ mit schärferen Regeln im Kampf gegen das heimtückische Virus eingeführt. Hintergrund der Maßnahmen war es, die steigenden Infektionszahlen in den Griff zu bekommen. Dies scheint jetzt bereits gelungen zu sein, wie ein Blick auf die Zahlen des Robert-Koch-Institutes verdeutlicht. Am 1. Mai meldeten die Gesundheitsbehörden in Deutschland 18.935 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, sowie 232 Todesfälle die durch das Coronavirus verursacht worden sind. Damit liegen die Zahlen wieder deutlich unter denen der Vorwoche, als 23.392 Neuinfektionen und 286 Todesfälle gemeldet worden waren. Dies zeigt sich nun auch im bundesweiten Inzidenzwert, der am Samstagmorgen bei 148,6 lag und damit nun bereits 5 Tage in Folge rückläufig ist. Am letzten Samstag hatte der bundesweite Inzidenzwert noch bei 164,4 gelegen. Seit dem Beginn der Pandemie haben sich bereits 3,4 Millionen Bundesbürger mit dem potenziell tödlichen Virus angesteckt. 83.000 Menschen sind in Deutschland an den Folgen vom Covid-19 gestorben. Allerdings dürften die wahren Infektionszahlen sogar noch höher liegen, da viele Infektionen nicht entdeckt wurden. Die Ansteckungsratee, der sogenannte R-Wert, liegt aktuell bei 0,94 und damit knapp unter dem Wert von 1. Auch dieser zeigt, dass die Fallzahlen zur Zeit sinken.

Dritte Welle der Pandemie bereits gebrochen?

Angesichts der fallenden Zahlen macht sich nun in Deutschland Erleichterung breit. Einige Experten gehen davon aus, dass die 3. Welle das letzte Aufbäumen vor dem Ende der Pandemie in Deutschland gewesen sein könnte. Aus diesem Grund gehen die Wissenschaftler nun davon aus, dass eine Trendumkehr zu steigenden Infektionszahlen nun nicht mehr vorkommen wird. „Ich rechne nicht mehr mit einer Zunahme, aber auch nicht mit einer schnellen Abnahme“, schätzt Mobilitätsforscher Kai Nagel von der TU Berlin die aktuelle Lage der Pandemie ein. Optimistischer ist die Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Sie schätzt, dass schon in den nächsten Wochen Inzidenzwerte deutlich unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Bewohnern in 7 Tagen erreicht werden könnten. Ein weiterer Grund für die fallende Zahlen ist auch das gesteigerte Tempo der Impfungen in Deutschland. Besonders bei den Menschen über 80 Jahren seien die Infektionen wegen der erfolgten Impfungen rückläufig. Aktuell werden bei den über 80-Jährigen lediglich Inzidenzwerte zwischen 60 bis 74 pro 100.000 Einwohner festgestellt. Diese Werte liegen deutlich unter denen aller anderen Altersgruppen. Experten glauben, dass dieser Effekt durch die Impfungen zustanden gekommen ist. Durch die Impfungen fällt auch die Hospitalisierungsrate in dieser Altersklasse deutlich.

Ärzte trotz sinkender Infektionszahlen besorgt

Doch es gibt nicht nur Grund zur Freude. Die Mediziner besorgt zur Zeit, dass die Patienten auf den Intensivstationen immer jünger werden. Weil deren Behandlung länger andauert, füllen sich die Intensivbetten weiter. Aktuell sind mehr als 5.000 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Auf dem Höhepunkt der Pandemie um den Jahreswechsel 2020/2021 waren rund 5.800 Patienten auf den Intensivstationen behandelt worden. Angesichts der hohen Zahl an Patienten geben auch RKI-Chef Lothar Wieler und der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bisher noch keine Entwarnung in der Pandemie. Lothar Wieler zeigte sich besorgt darüber, dass auch bei Menschen über 70 Jahren zum Teil noch enorme Impflücken klaffen. Zudem gäbe es große Unterschiede bei den Inzidenzwerten zwischen den einzelnen Bundesländern. Während die Zahlen in Sachsen und Thüringen noch Inzidenzwerte von über 200 vorherrschen, meldet Schleswig-Holstein gerade einmal einen Inzidenzwert von 64.

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