Jetzt fordern die Bürger die Impfpflicht! Steigende Infektionszahlen bewegen Deutsche zum Umdenken

Im Augenblick sorgt die 4. Corona-Welle in Deutschland für immer neue Rekordwerte und hat das ganze Land fest im Griff. Neben der Befürchtungen wegen eines neuen Lockdowns setzt nun bei den Deutschen das Umdenken ein. Immer mehr Bundesbürger sprechen sich jetzt für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus aus.

Immer mehr Deutsche fordern Impfpflicht für alle

Wie es scheint, haben die hohen Infektionszahlen des Coronavirus im Augenblick die Bundesbürger zum Umdenken gebracht, Denn während sich im Juli ein Großteil der Deutschen (64 Prozent) gegen die allgemeine Corona-Impfpflicht ausgesprochen haben, sind nun auf einmal 69 Prozent der Deutschen für die Impfpflicht. Und auch die Politik fordert auf einmal die Impfpflicht. So sagte Ethikratmitglied Wolfram Henn (60) am Samstag, dass die bisherigen Maßnahmen ausgeschöpft seien. „Wir müssen dieses Mittel jetzt entschlossen ergreifen, denn alle auf Einsicht setzenden Mittel sind ausgereizt“, fordert der Humangenetiker jetzt eine Impfpflicht gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Impfpflicht schon zu Beginn der Pandemie auszuschließen, bezeichnete Henn jetzt als „vielleicht größten Fehler der Politik“. Auch der deutsche Einzelhandel hatte zuletzt in einem Brief an die scheidende Kanzlerin Angela Merkel eine Impfpflicht für alle gefordert. „Gerade mit Blick auf die aktuell diskutierten, erheblich einschränkenden Maßnahmen für die Gesellschaft und Wirtschaft muss eine Impfpflicht entsprechend verfolgt werden“, hatte der Handelsverband Deutschland (HDE) in dem Brief an die Kanzlerin gefordert. „Der Handel hat seit Beginn der Corona-Krise erhebliche Sonderopfer gebracht, obwohl er zu keinem Zeitpunkt als Inzidenztreiber bezeichnet werden konnte“, wird in de Schreiben weiter augeführt.

Lufthansa-Chef glaubt an Flugverbot für Ungeimpfte

Durch die Einschränkungen in allen Bereichen des Lebens rechnet auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr (54) mit weiteren Maßnahmen. Der Chef der deutschen Airline erwartet bereits bald ein weltweites Flugverbot für Ungeimpfte. Die Einreise Ungeimpfter in die USA ist in diesem Zusammenhang bereits verboten worden. „Diesen Trend sehen wir weltweit. Für Geimpfte und Genesene wird die globale Freiheit erhalten bleiben“, prognostiziert Spohr gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Die zukünftige Ampel-Regierung scheint der Impfpflicht jedenfalls nicht abgeneigt zu sein. Für einzelne Berufsgruppen hatten SPD, FDP und Grüne bereits eine Impfpflicht gefordert. Nun erklärt die Grünen-Co-Chefin und Annalena Baerbock (40), dass die Grünen einer Impfpflicht nicht abgeneigt seien. „Aber akut hilft sie nicht, die vierte Welle zu verlangsamen“, gab Baerbock gegenüber dem „Wir“ zu bedenken. „Bevor man eine allgemeine Impfpflicht beschließen könnte, muss geklärt werden, was die Rechtsgrundlage ist und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Es braucht Impfdosen, die dann unverzüglich und ausreichend zur Verfügung stehen, die Impfmöglichkeiten müssen dafür überall gesichert sein“, verdeutlichte Baerbock. FDP-Chef Lindner hingegen stellt sich auch weiter gegen die Impfpflicht. „Die Impfpflicht ist gegenwärtig keine Option, die bereits politisch von einer Regierung oder werdenden Regierung geprüft wird“ verdeutlichte Lindner.

Politiker sind unterschiedlicher Ansicht

Unter den Politikern gibt es natürlich Befürworter für die Impfung und auch diejenigen, die die Impfpflicht auch weiter ablehnen. So spricht sich SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach klar für die Impfpflicht aus. „Wir werden die Impfpflicht benötigen, denn wir können uns nicht darauf verlassen, dass die Delta-Variante die schlimmste, die ansteckendste Variante bleibt“, erklärte Lauterbach bei BILD Live. Durch die Mutation des Virus sei es jederzeit möglich, dass sogar noch gefährlichere Mutationen entstehen. „Ohne eine Impfpflicht kommen wir somit aus der Situation nicht heraus“, ist Lauterbach sicher. Ein Standpunkt, den auch der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) vertritt. Dier forderte gar am Freitag die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht zum 1. Januar 2022. „Wir brauchen eine Impfpflicht, und zwar so schnell wie möglich“, verdeutlichte Söder und machte klar, dass eine teilweise Impfpflicht nicht ausreichend sei. Gegen die Impfpflicht spricht sich dagegen der scheidende Gesundheitsminister Jens Spahn aus:. „Wir haben jetzt eine Woche lang jeden Tag hoch und runter eine Impfpflicht diskutiert“, sagt Spahn in Berlin. In seinen Augen sei es zunächst wichtige sich darauf zu fokussieren, wie man die aktuelle Corona-Welle brechen könne.

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