Kanzlerin Merkel beruhigt: Schon bald kommt viel mehr Impfstoff als bisher!

Seit dem 27. Dezember haben die Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland begonnen. Dabei verläuft die Aktion aber alles andere als reibungslos. In den letzten Tagen hatte es massive Kritik an der Impfstoff-Beschaffung durch die EU und die Knappheit des Impfstoffes in Deutschland gegeben. Nun äusserte sich die Kanzlerin zur aktuellen Lage.

Angela Merkel äussert sich zu den Problemen beim Impfstart

Gerade erst haben die Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland begonnen und schon ist der Impfstoff wieder deutschlandweit Mangelware. Und das sich daran auch so schnell nichts ändern wird, klingt aus den Aussagen der Bundeskanzlerin durch, die die Kanzlerin gegenüber der Presse bestätigt: „Wir werden im ersten Quartal nur priorisierte Gruppen impfen können.“ Allerdings ist Merkel optimistisch, dass dann im zweiten Quartal deutlich mehr Bürger geimpft werden können, weil die Kannzlerin für diesen Zeitpunkt dann „viel mehr Impfdosen“ erwarte. Diese Aussage machte die Kanzlerin in Berlin unmittelbar nach dem Ende der Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer per Video-Schalte. Merkel bat bei ihrem Auftritt um Verständnis, dass man an der ursprünglichen Impfstrategie festhalten werden. Zudem sieht die Kanzlerin auch weiterhin keinen Fehler darin, dass Deutschland die Impfungen gemeinsam mit den anderen EU-Ländern koordiniert habe. Zudem garantierte Merkel, dass die Produktion von größeren Impfstoffmengen nicht am Staat scheitern werden. Falls die Hersteller mögliche Produktionsstätten benennen könnten, „würden wir mit aller Kraft unterstützen“, erklärt die Kanzlerin.

Harte Kritik der SPD am Impfstart

Offensichtlich ist der Fehlstart bei den Impfungen auch ein Thema, dass die große Koalition belastet. Zuletzt hatte sich die SPD sehr kritisch zur Arbeit von Gesundheitsminister Jens Spahn und auch der EU-Kommision geäussert. Der Schwerpunkt der Kritik liegt vor allem auf der mangelnden Bestellung von Impfstoff bei Biontech und Pfizer.

Die Logistik für die Impfungen sei bereits auf höchstem Niveau. Dies bestätigte unter anderem Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller. Dieser glaubt, dass die Bundesländer sowohl mit den Impfzentren als auch den mobilen Teams gut vorbereitet seien. Wenn nun auch noch ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, dann sieht Müller „ein weiteres Standbein, eine weitere Säule“ zur Bekämpfung der Pandemie. In Berlin hat man bereits damit begonnen, die Briefe mit der Einladung zur Impfung an die Über-80-Jährigen Menschen zu versenden. Müller forderte bei seiner Intervention, dass man mit dem

„Impfen eine langfristige Perspektive reinbekommen, um Schritte in die Normalität zu machen“. Dabei hofft Müller ab Mitte des Jahres auf eine Perspektive für Sport und Kultur.

Impfstoff-Gipfel mit Merkel

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder setzt große Hoffnungen auf die Impfungen. „Impfen ist Hoffnung“, erklärte Söder. Allerdings warnte der Politiker sich falsche Hoffnungen zu machen. Noch seien keine genauen Prognosen über die Anzahl künftiger Impfdosen möglich. Dies liege nun einzig und alleine in den Händen der Hersteller der Impfstoffe. „Es ist genügend bestellt worden“, stellt Söder klar. Am Mittwoch soll eine Sitzung zwischen Bundskanzlerin Merkel und den Fachministern stattfinden. In dieser Sitzung, an der Gesunheitsminister Spahn, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Finanzminister Olaf Scholz und Kanzleramtschef Helge Braun gemeinsam mit der Kanzlerin teilnehmen werden, wird es vor allem darum gehen abzuwägen, wie die Produktion von Impfstoff in Deutschland beschleunigt werden kann. Nach der Sitzung hat die Kanzlerin geplant, die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand bei den Impfungen zu informieren.

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