„Keine große Kanzlerin“! Wolfgang Schäubles Abrechnung mit Angela Merkel trifft die CDU ins Mark

Knallharte Kritik an Angela Merkel! Der bekannte CDU-Politiker Wolfgang Schäuble hat von der deutschen Politik gefordert, sich zukünftig weniger arrogant und stattdessen europäisch glaubwürdiger zu verhalten. Im Augenblick sieht Schäuble das Ansehen Deutschlands als schwer geschädigt an. In einem Interview nutzte Schäuble nun die Gelegenheit um auch mit seiner Partei und der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel hart ins Gericht zu gehen – und diese Aussagen treffen die Union bis ins Mark! Hier alles, was Schäuble zu Merkel sagte:

Harte Kritik von Wolfgang Schäuble

In letzter Zeit ist die deutsche Bundesregierung internationalen Kritik geraten. Deshalb sieht der CDU-Politiker und ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble das Ansehen des Landes in der internationalen Politik als ziemlich beschädigt an. “Wir müssen uns zukünftiger weniger arrogant verhalten und europäisch glaubwürdiger werden“, erklärte Schäuble bei einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin “Handelsblatt“. Zudem nutzte Schäuble die Gelegenheit, um mit deutschen Politikern abzurechnen. Den amtierenden Bundeskanzler Olaf Scholz rief Schäuble zum Beispiel auf, in der aktuellen Krise endlich Führung zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen. Schäuble forderte Scholz dazu auf, den Laden zusammenzuhalten und mit gutem Beispiel voranzugehen, dabei allerdings nicht auf unabgestimmte Alleingänge zu setzen. Doch auch die eigene Partei bekam von Schäuble ihr Fett weg. In der Vergangenheit seien bereits in der Regierung von Angela Merkel Fehler begangen worden. Dazu zählte Schäuble unter anderem die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 und das EU-China-Abkommen. Auch die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte er, indem er sie nicht in einer Reihe mit den nach seiner Ansicht großen Kanzlern der Bundesrepublik, wie Konrad Adenauer, Willy Brandt und Helmut Kohl einfügen wollte. Nach Schäubles Meinung sei es dafür noch zu früh, um eine abschließende Bewertung von Merkels Amtszeit vorzunehmen. Die Russland-Politik von Merkel müsse man nun allerdings kritisieren.


CDU hat Risiken nicht gesehen

Auch selbst nahm sich Schäuble von der Kritik nicht aus. Er selbst sei wütend, dass er die Gefahr aus Russland nicht kommen gesehen habe. “Wir haben es einfach nicht kommen gesehen und das gilt für jeden“, erklärte Schäuble beim Interview. Hinweise habe es aus seiner Sicht genug gegeben, auch weil Putin öffentlich immer wieder betont hatte, dass er versuchen werde, die größte Katastrophe rückgängig zu machen. Damit hatte sich Putin immer wieder auf den Zerfall der Sowjetunion bezogen. Die aktuelle Lage schätzt Schäuble als sehr bedrohlich ein. Die Gefahr auf eine Eskalation sei so groß, wie er es in den vergangenen 50 Jahren nicht erlebt habe. Selbst in der Kuba-Krise habe man sich auf eine gewisse Rationalität der Akteure verlassen können. Im aktuellen Konflikt hofft Schäuble darauf, dass der russische Präsident Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine nicht gewinnt. Doch auch eine Niederlage von Putin sei mehr oder weniger eine Gefahr, weil man nicht wisse was passieren wird, falls der Konflikt in der Ukraine mit einer russischen Niederlage endet.

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