Kiews Elitesoldaten „Die Schamanen“ – Gefährliche Einsätze hinter feindlichen Linien!

Das Schamanenbataillon der ukrainischen Armee ist eine Elitekampftruppe des Geheimdienstes. Schon seit dem Start der Invasion ist die Elitegruppe im Kampfeinsatz und zahlt für ihre Missionen hinter feindlichen Linien einen hohen Preis. Jetzt geben zwei Unteroffiziere der Kampftruppe Auskunft über ihre Missionen.

Schamanen kämpfen gegen die Russen

Die Angehörigen des „Schamanenbataillon“ der Ukraine gehören mit zum Besten was die ukrainische Armee im Kampf gegen die russischen Invasoren zum Einsatz bringen kann. Sie werden mit Hubschraubern hinter die feindlichen Linien gebracht, um dort Sabotageangriffe durchzuführen. Nun haben zwei Unteroffiziere mit der Tageszeitung „London Times“ über ihre Missionen gesprochen. Erstaunlich offen sprechen die Soldaten über die Kämpfe gegen die russische Armee. Die Schamanen sollen sofort nach dem Beginn der Invasion ins Kampfgeschen verwickelt worden. Sie konnten unter anderem die Übernahme des Flughafens Hostomel durch russische Fallschirmjäger verhindern. „Jeden Tag hatte man uns gesagt, dass die Invasion morgen beginnen würde, und dann kam sie nicht. Als es endlich losging, konnte ich es kaum glauben“, erklärt einer der beiden Kämpfer, der unter dem Pseudonym „Handsome“ kämpft. Anschließend schildern sie dann eine Schlacht um das Dorf Moshtun. Dort habe man die Russen in eine Falle gelockt und dann aus dem Hinterhalt angegriffen.

Schamanen sind spezialisiert auf Kämpfe in kurzer Distanz

Bei diesem Gemetzel habe es häufig Nahkämpfe gegeben. Offenbar haben die russischen Soldaten und Wehrpflichtigen dort keinerlei Chance gehabt, sich gegen die erfahrenen ukrainischen Elitekrieger zur Wehr zu setzen. In der Nacht hatte eine zweite Gruppe versucht das Dorf zu stürmen. Auch diese Gruppe machte den selben Fehler und lief in den nächsten Hinterhalt. Am Dorfplatz habe man dann zugeschlagen. „Dort haben wir auch sie alle getötet.“ Dann erzählt Handsome von einem Angriff auf russisches Staatsgebiet. „Die Russen wissen nicht, was passiert ist, sie können oft nicht glauben, dass wir dort waren.“ In den letzten Zeiten werden die Männer immer mehr als Korsettstangen benutzt. Sie müssen wegen den Verlusten kaum ausgebildeten Truppen Struktur und Halt geben. „Dann kommen wir Spezialeinheiten und organisieren den Krieg an diesem Abschnitt der Frontlinie. Wir übernehmen die Kommunikation, die Evakuierung, gehen vor der Infanterie und nach der Infanterie vor, wir koordinieren alle Elemente in diesem Gebiet“, erklärt Handsome die Aufgaben der Elitekrieger.

50 Prozent Verlust bei den Elitetruppen

Trotz ihrer Erfahrung müssen die Schamanen ebenfalls hohe Verluste hinnehmen. Seit dem Kriegsbeginn seien etwa 50 Prozent der Krieger getötet worden. Die meisten von ihnen sollen in der Donbass-Region getötet worden sein. Denn der Kampf hinter feindlichen Linien ist gefährlich. Schließlich können sie auch von Luftangriffen oder Artilleriefeuer aus den eigenen Reihen getroffen werden. Man warte ebenso wie der Rest der ukrainischen Soldaten auf weitere Waffen aus dem Westen. Denn ihre Einsätze seien sehr materialintensiv, wie sich die Soldaten ausdrücken. Am letzten Sonntag hatte seine Einheit eine Stellung der Russen attackiert. „Wir versuchten, uns heranzuschleichen, uns zu tarnen und uns zu nähern. Das ist sehr schwierig, man hat viel Ausrüstung, braucht viel Munition, ist alles sehr schwer und wenn man versucht zu kriechen, wird es sehr laut“, erzählen die Soldaten. Sie konnten ihre Gegner überrumpeln und eliminieren. Nun hoffen die Männer auf weitere Erfolgserlebnisse. Und dass sie den Krieg lebend beenden.