Kliniken in Bayern bereiten Triage-Team vor! Krankenhäuser haben zum Teil keine freien Intensivbetten mehr

Weil sich die Intensivstationen in Deutschland immer zügiger mit Covid-19-Patienten füllen, haben erste Kliniken und Krankenhäuser im Landkreis Neu-Ulm bereits damit begonnen Triage-Teams vorzubereiten. Damit bereite man sich vorsorglich auf eine Überlastung der Intensivstationen vor. Dies bestätigt ein Schreiben, das vom zuständigen Landrat Thorsten Freudenberger (48, CSU) unterzeichnet worden ist.

Kreisbehörde bestätigt Vorbereitungen auf Triage in Krankenhäusern

Wie die Behörde des Kreises am Montag gegenüber den Medien bestätigte, existiert der angesprochene Brief tatsächlich. In ihm soll es jedoch hauptsächlich um die Erhöhung der Kapazität für das Impfangebot gehen. Bei der Zusammenstellung der Triage-Teams seien die Krankenhäuser allerdings selbst zuständig. Damit habe der Landkreis an sich nichts zu tun, wie eine Sprecherin der Behörde bestätigte. So wurden im Landkreis Neu-Ulm offenbar Triage-Vorbereitungen bei der Kreisspitalstiftung Weißenhorn vorgenommen. Diese betreibt Kliniken in drei verschiedenen Orten des Landkreises. Dazu erklärte eine Sprecherin der Stiftung, dass die Pandemie-Beauftragten der Kliniken provisorisch abklären sollten, wie in dieser Hinsicht weiter vorgegangen werden soll. Die Maßnahmen zur Triage seien bisher noch „rein präventiv“. Von Seiten der Kliniken wurden aktuell noch keine konkrete Schritte wegen einer Triage in die Wege geleitet. Generell sei es Aufgabe der Kliniken eine bestmögliche Behandlung der Patienten zu gewährleisten. Bei einer Triage entscheiden die Ärzte, welche Patienten zuerst behandelt werden, wenn die Ressourcen zu knapp sind, um allen Patienten zu helfen.

Situation der Krankenhäuser in Bayern spitzt sich zu

Schon in der letzten Woche hatte das österreichische Bundesland Salzburg angekündigt, in den Kliniken der Region Triage-Teams zusammenzustellen. Angesichts der ständig steigenden Anzahl an Patienten, sei es möglich, dass schon bald ein Punkt erreicht werde, an dem man nach geltenden Standards nicht mehr die Behandlung aller Patienten garantieren könne. In den Salzburger Kliniken soll nach Angaben eines Sprechers ein Team gebildet werden, welches in Zukunft darüber berät, welche Patienten noch intensivmedizinisch behandelt werden können und welche nicht. Wie das Divi-Register berichtete, waren die Intensivbetten im Landkreis Neu-Ulm bereits zu 80 Prozent belegt. In vielen anderen Kreisen Bayerns sei die Lage sogar noch ernster. Dort gibt es zum Teil schon jetzt keine freien Intensivbetten mehr.

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