Knochenfund deckt Mord auf – Jahre nach der Tat wurde nun das Opfer entdeckt

In einem Waldgebiet bei Hohentengen-Bergöschingen (Kreis Sigmaringen) waren bereits im März von einem Waldbesitzer mehrere menschliche Knochen gefunden worden. Nach der Untersuchung der DNA führt die Spur nun zu einem Kapitalverbrechen, dass sich schon 2016 imGrenzgebiet des Kantons Zürich in der Schweiz zugetragen hat.

Knochen gehören zu seit Jahren vermisstem Schweizer

Nach der DNA-Analyse sind die Ermittler sicher, dass die Knochen zu dem seit dem 22. April 2016 vermissten Gino B. (†67) aus Eglisau (Kanton Zürich) gehören. In diesem Fall hatte der Brasilianer Luiz R. (36) gestanden, den damals 67-Jährigen auf grausame Weise getötet zu haben. Auslöser der Tat soll laut der „Neuer Zürcher Zeitung“ ein Streit am Abend des 22. April 2016 in Rafz (Bezirk Bülach) gewesen sein. Nachdem die Auseinandersetzung in tätliche Gewalt umschlug, war es dann zu dem schrecklichen Verbrechen gekommen. Nachdem sich Luiz R. von seinen Nachbar provoziert gefühlt hatte, soll er den Rentner mehrmals geschlagen haben. Den bewusstlosen Mann habe er dann in seinem Auto abtransportiert. Anschließend legte Luiz R. sein Opfer dann auf einem Feldweg in der Nähe von Hohentengen ab und überfuhr sein Opfer mit voller Absicht. Wo genau Luiz R. die Leiche deponiert hatte, konnte nie geklärt werden. Der Täter war kurze Zeit später im Gefängnis verstorben.

In Hohentengen gefundene Knochen stammen von Gino B.

„Trotz zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung, intensiven Ermittlungen (…) und großangelegten Suchaktionen in den nördlichen Gemeinden des Bezirks Bülach und Rüdlingen (…) sowie auf deutschem Gebiet konnte der Vermisste bis im März 2021 nicht aufgefunden werden“, hatte die Kantonspolizei Zürich noch am letzten Donnerstag auf ihrer Homepage berichtet. Doch dies hat sich jetzt scheinbar geändert. Denn bei den in Hohentengen gefundenen Knochen konnte mit Hilfe eines DNA-Abgleichs eindeutig festgestellt werden, dass er sich um die Knochen des damaligen Mordopfers handelt. „Weitere Suchaktionen der Kantonspolizei Zürich in Zusammenarbeit mit der Deutscher Polizei sind im Gange“, verkünden die Behörden, die nun auch die restlichen zum Körper gehörenden Knochen finden wollen. Über diesen Mordfall hatte der schweizer Fernsehsender SRF bereits eine Reportage mit dem Namen „Ein Mord, zwei Witwen und keine Leiche“ gemacht.

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