Kommt jetzt das Homeschooling zurück? Im Falle massiver Ansteckungen Minister schließt Rückkehr nicht aus

Noch immer steigen die Infektionszahlen des heimtückischen Coronavirus in ganz Deutschland weiter an. Aus diesem Grund schließt Niedersachsens Kultusminister Hendrik Tonne (SPD) eine landesweite Rückkehr zum Wechsel-Unterricht an den Schulen nicht aus. Ziel sei es jedoch die Schulen so lange wie möglich im Präsenzunterricht offen zu halten.

Niedersächsischer Kultusminister äussert sich zu Präsenzunterricht

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne will auch bei steigenden Infektionszahlen die Schulen in seinem Bundesland trotz der zweiten Welle der Corona-Krise weiter geöffnet halten. Der Politiker kündigte jedoch auch an, an diesem Konzept „allerdings natürlich nicht auf Biegen und Brechen, sondern mit einem verantwortungsvollen Blick auf den Infektionsschutz“ festzuhalten. , Dies erklärte der SPD-Politiker am Freitag gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Allerdings wolle man „nichts im Vorfeld kategorisch auszuschließen“. Und dazu gehöre nun einmal auch ein landesweiter Wechsel in das „Szenario B“. Also die flächendeckende Rückkehr zu einem Modell, wo zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling mit geteilten Klassen abgewechselt werde. Noch sieht die Lage in Niedersachsen positiv aus. Lediglich 6 Schulen mussten bisher wegen dem Coronavirus geschlossen werden. In 227 Schulen sind einzelne Klaasen oder Lerngruppen in Quarantäne. 109 Schulen haben selbst entschieden Wechsel-Unterricht anzubieten. Dies bedeutet, dass ein Großteil der Schulen in Niedersachsen offenbar noch reibungslos unterrichten kann. In Niedersachsen gibt es rund 35.000 Klassen an etwa 3.000 Schulen.

Ansteckungszahlen an den Schulen offenbar sehr niedrig

Bisher scheint es also so zu sein, dass sich das Virus kaum an den den Schulen ausbreitet. „Mit Blick auf den massiv steilen Anstieg der Infektionszahlen insgesamt scheint die Entwicklung in den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sehr viel moderater auszufallen“, schätzt Kultusminister Tonne die aktuelle Lage in Niedersachsen ein. Trotzdem startet Tonnen nun einen Aufruf, im Unterricht Masken zu tragen. Auch wenn die betreffenden Schulen in Regionen liegen, wo die Inzidenz noch unter dem Grenzwert von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt. Durch das Tragen von Masken könne es auch in Zukunft kaum vorkommen, dass gleich ganze Klassen in Quarantäne geschickt werden müssen. In diesem Fall könnte man sich lediglich auf die Sitznachbarn in unmittelbarer Nähe der infizierten Person konzentrieren. Dadurch sei auch unwahrscheinlicher, dass es tatsächlich zu einem Wechsel in „Szenario B“ kommen könnte. Eine der Voraussetzung zum Wechsel in „Szenario B“ sind eine Inzidenz von 100 oder eine Infektionsschutzmaßnahme. Also die Quarantäne einer ganzen Klasse oder eines ganzen Jahrgangs. Eine häusliche Isolation von einzelnen Schülern einer Bildungseinrichtung ist im Regelfall keine Infektionsschutzmaßnahme.

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