Krankenhäuser sollen schließen fordert RKI-Chef Wieler! Immer mehr Patienten auf den Intensivstationen

Zur Zeit sind die Intensivstationen der deutschen Krankenhäuser mit mehr als 5.000 Covid-19-Patienten gefüllt. Langsam aber sicher erreichen die Zahlen die Höchststände in der Pandemie, wie bereits am Jahresende 2020 geschehen, Doch wie brenzlig ist die Lage wirklich? Darüber ist nun Streit entbrannt. Jetzt hat RKI-Chef Lothar Wieler bereits gefordert Teile des Klinikbetriebs einzustellen, damit mehr Kapazitäten für Covid-19-Patienten zur Verfügung gestellt werden.

Robert-Koch-Institut schlägt Einschränkung des Regelbetriebs der Krankenhäuser vor

Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist besorgt wegen der stark steigenden Anzahl der Patientenzahlen durch Covid-19. Aus diesem Grund fordert das Institut nun bereits die Krankenhäusern auf ihren Regelbetrieb einzuschränken. Auf diese Weise sollen mehr Kapazitäten auf den Intensivstationen für Covid-19-Patienten bereitgestellt werden, erklärte RKI-Chef Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. In stark von der Pandemie betroffenen Gebieten schlägt das RKI vor Patienten an andere Orte zu verlegen, damit vor Ort Kapazitäten für schwerere Fälle frei werden. Für die Patienten und deren Familien sei dies eine

„einschneidende Maßnahme“. Doch wegen der aktuellen Pandemie-Lage forderte Wieler solidarisches Handeln von allen. Nach Wielers Ansicht spitze sich die Situation in den Krankenhäusern gerade weiter zu. Wieler glaubt das die aktuell Welle „uns noch härter treffen wird als in der zweiten Welle“. Diesmal seien die Patienten jünger als noch zum Jahreswechsel. Die höchsten Infektionszahlen werden im Augenblick bei Menschen im Alter zwischen 15 – 49 Jahren verzeichnet. Die Zahl der täglichen Todesfälle habe sich zwar stabilisiert, gehe laut Wieler aber nicht mehr weiter zurück.

Kontaktreduzierungen sollen „dritte Welle brechen“

Wie angekündigt, hat sich die britische Corna-Mutante B.1.1.7 in Deutschland besonders ausgebreitet. Über 90 % der Infektionen geht jetzt bereits auf diese Variante zurück. „Ich appelliere noch einmal an alle Entscheidungsträger. Jetzt die dritte Welle brechen, und dann mit kontrollierten Konzepten parallel, partiell öffnen“, rät Wieler. Zudem warnte Wieler vor einem zu hohen Vertrauen in die Schnelltests. „Es ist naiv zu glauben, das Virus wegtesten zu können“, glaubt Wieler. Vor allem, da das Testergebnis auch nur für 24 Stunden gelten. Auch der Virologe Christian Drosten weist bereits seit einiger Zeit auf die Unsicherheit bei den Schnelltests hin. Er sehe das Problem, dass die Schnelltests meist erst am Tag nach dem Auftreten der Symptome anschlagen würden. Zu diesem Zeitpunkt sei die betroffene Person aber mindestens seit 3 Tagen Corona-positiv. Einzige Sicherheit biete auch nach Ansicht von Lothar Wieler ein PCR-Test. Wieler glaubt, dass die aktuell steigenden Infektionszahlen nicht auf das verstärkte Testen zurückzuführen sind. Zur Zeit nehme die Prozentzahl an den positiven PCR-Test nämlich deutlich zu. Diese liege nun bereits bei 12 Prozent, wie Wieler bestätigte.

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