„Manchmal wünschte ich, Jürgen Klopp wäre unser Premierminister“

„Liebeserklärung“ von Anthony Quinn

Der britische Schriftsteller Anthony Quinn hat mit „Klopp“ (Heyne) eine „Liebeserklärung an einen Trainer und seinen Verein“ verfasst. Der Autor ist lebenslanger Fan des FC Liverpool und begeistert von dem Mann, der dem Klub die erste Meisterschaft seit 30 Jahren beschert hat. „Er ist nicht nur ein ungewöhnlicher Fußballtrainer, er hat einen wirklich faszinierenden und fesselnden Charakter – er ist ein Unikat“, sagt Quinn in einem Interview zu seinem Buch über Jürgen Klopp (53).

Und der Schriftsteller fügt hinzu: „Wenn man ihm zuhört, hat man den Eindruck, er könnte alles sein, was er möchte – ein Talkshow-Moderator, ein Filmregisseur, ein politischer Führer, ein Menschenrechtsaktivist. Er hat ein geniales Gespür dafür, Menschen zu inspirieren, mit ihnen zu kommunizieren. Manchmal wünschte ich, er wäre unser Premierminister. Er würde sicher einen viel besseren Job machen als unser derzeitiger.“

Frauen finden ihn „sexy“

„Ich glaube nicht“, so Quinn, „dass es einen britischen Fußballtrainer gibt, dem je so viel Bewunderung und Respekt entgegengebracht werden könnte wie Klopp“. In Großbritannien sei Klopp zu einer Kultfigur geworden, weil er sich so sehr von den anderen Fußballtrainern unterscheide, die „im Allgemeinen ein eher mürrischer, stacheliger und paranoider Haufen sind“.

Klopp sei „ungewöhnlich, weil er sich in seiner eigenen Haut wohlfühlt. Er lacht gerne, er präsentiert sich liebenswürdig in der Öffentlichkeit, er scheint von einer inneren Stärke getrieben zu sein, und er macht keine dummen oder unüberlegten Bemerkungen. Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, unter welchem Druck und unter welcher Beobachtung er als prominente Persönlichkeit steht. Ich glaube, er wird in Liverpool besonders geliebt, weil die Stadt seinen Humor liebt: seine Unverschämtheit, sein großes Lachen, seine Bereitschaft, Witze zu machen“.

Er wirke „fast übernatürlich unbekümmert“, schwärmt Quinn über den deutschen Trainer. „Die weiblichen Fans, die ich kenne, finden ihn alle wunderbar, und selbst Frauen, die nicht im entferntesten an Fußball interessiert sind, finden ihn sexy“, erklärt der Schriftsteller, der gar nicht daran denken möchte, dass Klopp „den Verein oder gar das Land verlässt“: „Was er in fünf Jahren machen wird, kann ich nicht sagen, aber ich hoffe, dass er in der Öffentlichkeit bleibt: Die Welt fühlt sich nach einem besseren Ort an, wenn Klopp darin präsent ist.“

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