Markus Söder nimmt sich Armin Laschet vor – harte Kritik an seinem Kontrahenten!

Sowohl Markus Söder als auch Armin Laschet haben sich Hoffnungen auf die Kanzlerkandidatur gemacht. Nachdem man sich von Seiten der Union für Laschet als Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl entschieden hat, startet der bayrische Ministerpräsident Markus Söder nun einen neuen Frontalangriff auf seinen ehemaligen Kontrahenten und hebt dann doch noch die Vorzüge des neuen Kanzlerkandidaten hervor.

Markus Söder meldet sich erneut zu Wort

Die Niederlage in der Frage der Kanzlerkandidatur nagt offenbar noch immer am bayrischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Markus Söder. Dieser kritisiert nun offen seinen ehemaligen Kontrahenten Armin Laschet. Söder ließ nun nämlich bei einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ durchblicken, dass ihn die genannten Gründe für die Entscheidung zu Gunsten Laschets durch die CDU nicht überzeugt hätten. Während Söder sich selbst als einen Modernisierer sieht, traut er Laschet diese Rolle weniger zu. „Es reicht nicht, Umwelt nur als Deko zu verstehen“, stichelte Söder in Richtung Laschet. Trotzdem machte der ehrgeizige Politiker deutlich, dass es trotz der Entscheidung gegen ihn, keinen persönlichen Bruch zwischen Laschet und ihm geben werden. Trotzdem stellt Söder klar, dass die beiden „ein unterschiedliches Verständnis von Demokratie und Programm“ hätten. „Den Glauben, dass politische oder personelle Entscheidungen heute noch in den Gremien völlig unabhängig von der Basis und den Erwartungen der Menschen gemacht werden können, halte ich nicht für zeitgemäß“, erklärte Söder in dem Interview und fügte dann noch hinzu: „Moderne Demokratie ist anders.“ Zudem machte Söder deutlich, dass der Beshluss des Gremius zwar wichtig sei, „aber er sollte auch breite Akzeptanz und Rückhalt bei den Menschen im Land haben“.

War Wolfgang Schäuble der Königsmacher?

Für Söder war offensichtlich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (78, CDU) das Zünglein an der Wage, das den Ausschlag bei der Entscheidung am letzten Sonntag gegeben habe. Söder erklärte, Schäuble sei „der engste Berater von Armin Laschet“. Zudem vermutet Söder „eine eng verbundene Beratergruppe“ bestehend aus Schäuble, Friedrich Merz (65) und Annegret Kramp-Karrenbauer (58). Im weiteren Verlauf des Interviews geht Söder dann auf die Unterschiede zwischen seinem Kontrahenten Armin Laschet und sich selbst ein. „Ich glaube nicht, dass es klug ist, nach den progressiven Merkel-Jahren eine Politik ,Helmut Kohl 2.0’ aus der Vergangenheit zu machen. Das wäre viel zu altmodisch. Keiner will die alte Union aus den 90er-Jahren zurück. Wir brauchen einen politischen New Deal statt Old School“, kritisiert Söder. Allerdings gab es von Söder dann doch noch Lob für seinen Kontrahenten. Laschet „regiert erfolgreich ein großes Land, ist ein Mann des Ausgleichs und kann offen auf Menschen zugehen“, gibt Söder zu. Anschließend betonte Söder, das Laschet für das Kanzleramt geeignet sei und auf seine Unterstützung bauen könne. Für die Bundestagswahl erwartet Söder, dass die Union mit einem Ergebnis von deutlich über 30 % rechne und man das Ergebnis der Wahl von 2017 (32,9 %) toppen wolle.

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