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Meizu Vergleichstest M6 M6T M6S

Meizu hat insgesamt drei Smarthpones der 6er-Serie vorgestellt, das M6, das M6T sowie das M6S. Wir haben alle drei Geräte im Kampf der Geschwister für euch miteinander im Vergleichstest antreten lassen. Ein Hersteller, drei Telefone im Lowend-Bereich von ca. 100 bis 130 Euro.

Bei diesem Test der drei neuen Meizu M6-Smartphones haben wir uns nach den Erfahrungen des Redmi-Vergleichstests ebenfalls für einen Sammel- und Vergleichstest der Modelle M6, M6T und M6S (bzw mblu oder auch S6) entschieden. So findet ihr direkt alle drei Geräte in einem Testbericht und könnt sie sofort untereinander vergleichen. Ihr könnt gerne auch Feedback in den Kommentaren dazu abgeben.

Auch wenn es nicht so scheint, übernimmt jedes der Meizu M6-Geräte eine bestimmte Rolle oder besser gesagt ein Segment. Sie sind alle drei im Low-Budget-Bereich angesiedelt und liegen preislich eng beieinander. Wir bedanken uns beim CECT-Shop, der uns alle drei Geräte zum Test zur Verfügung gestellt hat.

Meizu M6 Serie – Daten

Gerät Meizu M6T Meizu M6S Meizu M6
Display 5,7″ (18:9) 5,7″ (18:9) 5,2″ (16:9)
Auflösung 1440x720px 1440x720px 1280x720px
Prozessor Mediatek MT6750, [email protected],5, [email protected],0 Samsung Exynos 7872 [email protected],0 Mediatek MT6750, [email protected],5, [email protected],0
Speicher 32GB / 64GB 32GB / 64GB 16GB / 32GB
RAM in GByte 3 bei 32, 4 bei 32, 4 bei 64 3 2 bei 16, 3 bei 32
Kamera Dual Sony IMX 278 13MPixel f/2.2, 2MPixel f/2.4 2. Sensor f/2.0 16 Megapixel Sony IMX 278 13MPixel f/2.2
Frontkamera Samsung, f/2.0 8 Megapixel Samsung, f/2.0 8 Megapixel Samsung, f/2.0 8 Megapixel
Konnektivität Wi-Fi a/b/g/n
Bluetooth 4.1, BLE
GPS,  AGPS,
Wi-Fi a/b/g/n
Bluetooth 4.2, BLE
GPS + GLONASS, AGPS
Wi-Fi a/b/g/n
Bluetooth 4.2. BLE
GPS + GLONASS, AGPS
SIM 2x nano oder 1x nano + 1x SD-Karte 2x nano oder 1x nano + 1x SD-Karte 2x nano oder 1x nano + 1x SD-Karte
NFC Nein Nein Nein
Fingerabdrucksensor Ja, hinten Ja, seitlich Ja, vorne
Anschluss Micro-USB Micro-USB Micro-USB
Gehäusematerial Kunststoff Metall und Kunststoff Kunststoof
Akkukapazität 3.300mAh 3.000 mAh 3.070mAh
Abmessung 152x73x8mm 152 x 72.5 x 8mm 148 x 73 x 8mm
Gewicht 145 Gramm 160 Gramm 143 Gramm
Preis in € (z.Zpkt. des Tests) 119,99€ 129,99€ 109,99€


Lieferumfang

Alle drei Meizu 6-Smartphones kommen in einer weißen Verpackung mit entsprechendem Aufdruck der jeweiligen Modellbezeichnung. Auch inhaltlich finden wir fast den gleichen Lieferumfang vor. Jedes Gerät wird mit einem China-Netzteil, Sim-Schacht Öffner, Micro-USB-Kabel und einer Kurzanleitung ausgeliefert.

Meizu 6-Familie Rückseiten
Meizu 6-Familie Rückseiten: MS6, M6, M6T

Design und Verarbeitung

In Punkto Design und verwendeten Materialien der Meizu 6-Geräte gibt es aber doch einige Unterschiede. Das Meizu M6T und das M6  besitzen beide nur ein Gehäuse aus Kunststoff. Lediglich das 6S ist teilweise aus Metall gefertigt. Das 6S fasst sich meines Erachtens dadurch besser an und wirkt hochwertiger. Die Einkerbung für den seitlich (!) angebrachten Fingerabdruck-Scanner gefällt besonders beim 6S. Aufgrund der unterschiedlichen Größen und Materialien ist natürlich auch das Gewicht unterschiedlich. Das M6T wiegt bei 152x73x8mm und 5,7″ leichte 145g dank Kunststoff-Material. Das metallischere 6S bei ungefähr gleicher Größe bringt 160g auf die Waage. Das kleine 5,2″ große einfache M6 schafft hier 143g, trotz des 0,5″ kleineren Displays.

Die Vorderseite der Geräte ist ebenfalls unterschiedlich. Das Meizu 6T hat den Fingerprint-Sensor auf der Rückseite, das 6S auf der Seite, das kleine 6 auf der Vorderseite. Hier können die Telefone eindeutig unterschieden werden. Auf der Oberseite befinden sich bei allen Modellen die weiße Benachrichtigungsled, der Telefonhörer und der Helligkeitssensor. Die unnützeste Erfindung seit koffeinfreiem Kaffee, die Notch, gibt es hier nicht. Die bei Meizu-Telefonen berühmte Touch-Taste zur Steuerung vieler Flyme-Gesten gibt es nur noch beim normalen M6, bei den großen Modellen sind diese dem 18:9-Trend geopfert worden. Schade, denn zum Beispiel beim Meizu M15 war diese Art der Steuerung eine kleine positive Offenbarung.

Insgesamt sind die Telefone wertig verarbeitet, was bei dieser Preislage um die 100 Euro schon überrascht. Vor allem das 6S fühlt sich, und ich habe diesen Begriff bereits beim M15-Test ein wenig inflationär benutzt, solide an. Sehr solide. So, hab ich das Wort hier noch einmal benutzt ;).

Auch wenn es teilweise vom persönlichen Geschmack abhängt, mein Sieger in dieser Disziplin ist das Meizu M6S. Es fühlt sich durch das Material wertig an und macht den besten Eindruck. Der Fingerprint-Scanner an der Seite ist funky und funktioniert zuverlässig.

Display

Die Displays unterscheiden sich sowohl in der Größe als auch Auflösung. 6T und 6S sind 5,7 Zoll groß und haben eine Auflösung von 1440x720px im 18:9 Format. Das M6 hingegen besitzt ein kleineres 5,2 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1280×720 im traditionellen 16:9-Format. Alle drei besitzen ein IPS LCD-Panel, M6S und M6T sind anscheinend in dieser Disziplin baugleich. Die Unterschiede in den Display-Auflösungen spiegelt sich auch in der Schärfe und Klarheit wieder. Dem kleinen 6er fehlt es etwas an Kontrast und bei prallem Sonnenschein wird es schwierig. Die Farbwiedergabe finde ich bei allen drei günstigen Geräten für den Preis vollkommen in Ordnung. Allerdings ist wirklich zu überlegen, ob bei diesen geringen Preisunterschieden von 10 bzw. 20 Euro ein kleineres Display mit geringerer Auflösung in Kauf genommen werden sollte. Die Blickwinkelstabilität ist bei den großen 5,7″ern insgesamt gut, beim 5,2″ etwas mauer, was aber auch an Größe und Auflösung liegen kann. Trotzdem sind die Displays relativ gut ablesbar und die Darstellung ist zufriedenstellend. Im Vergleich zu Midclass natürlich alles relativ gesehen, Vergleich zur Oberklasse verbietet sich eh.

Wie bereits erwähnt finden sich an diesen Einsteiger-Telefonen keine unnützen hässlichen Nasen. Die Lowrange bleibt wenigstens von dieser Pest verschont. Aber ich fürchte, das wird nicht lange bleiben. Sieger in dieser Disziplin sind eindeutig M6S und M6T.

Software

Alle Meizu 6 Geräte setzen als Basis auf Android 7  und FlymeOS 6.2 bzw. 6.3. Patchlevel, Aktualität und Updates sind bei Meizu immer so eine Sache. Es gibt Updates, aber hier ist nicht mit so regelmäßigen Updates zu rechnen wie bei teureren Herstellern.

Die Telefone wurden uns allesamt mit Global ROM zugesandt und waren bereits auf Deutsch mit Playstore im Auslieferungszustand ausgerüstet.

Ansonsten haben alle drei Geräte die typischen FlymeOS Features und Funktionen. Hässlich ist Flyme nicht. Und es hat einige versteckte schöne Features, die es lohnen, ergooglet zu werden. Beim Meizu M15, welches meine Frau seit einigen Monaten mit viel Freude benutzt, wurde dies bereits deutlich. Leider hat nur noch das kleine M6 den typischen Front-Button für Flyme, mit dem viele Dinge gesteuert werden konnten. Bei den großen Geräten wurde dies dem neuen Formfaktor geopfert. Schade, aber verschmerzbar.

Leistung

Hier wird es jetzt kompliziert. Meizu hat die Telefone sehr unterschiedlich bestückt. Das M6T kommt mit einem Mediatek MT6750. Dieser SoC ist nicht grade das Gelbe vom Ei, Rekorde in Benchmarks sind nicht zu erwarten. 8 Kerne, von denen 4 bis 1,5GHz und 4 bis 1 GHz takten, sind nicht mehr zeitgemäß. Aber wir reden hier auch von Telefonen um die 100 Euro. Für den normalen Gebrauch jenseits von Gaming und Multimedia ausreichend, das war es aber schon. Die Mali T860 GPU ist ebenfalls nicht der Knaller, aber das war ebenfalls zu erwarten. Erhältlich ist das M6T in drei Speichervarianten: 3 GByte RAM bei 32 GByte Speicher, 4 GByte RAM bei 32 GByte Speicher sowie 4 GByte RAM bei 64 GByte Speicher. Hier sollte der Kunde vorher aufpassen, wenn er eine Variante des M6T kauft.

Das M6S wird mit einem Samsung Exynos 7872 Hexacore ausgeliefert. 2 Kerne weniger, aber 2 GHz Takt. Dieser schlägt den MT6750 SoC des 6T locker. Außerdem wird hier eine neuere Mali G71 eingebaut, die der T860 überlegen ist. Natürlich ist auch das M6S für anspruchsvolle Spiele zu schwachbrüstig, aber es hat mehr Reserven im Vergleich zum M6T. Das M6S hat allerdings in allen Speichervarianten nur 3 GByte RAM, was aber ausreichend ist, vor allem für diese Preis- und Leistungsklasse.

Das kleine M6 teilt sich SoC und GPU mit dem M6T und in der 32 GByte-Variante auch die RAM-Ausstattung. Hier ist also die kleinere Größe tatsächlich der Hauptunterschied. Wer es klein mag, der kann das M6 statt des M6T nehmen, auch wenn sich mir das persönlich nicht erschließt, warum das jemand machen sollte. Manche mögen es aber kleiner. Hier gilt natürlich ebenfalls, daß die Hardware nicht die Neueste ist und auch in den Disziplinen anspruchsvollere Games und Multimedia keinen Pokal gewinnen wird.

Auch wenn Benchmarks immer nur einen Ausschnitt zeigen und mittlerweile durch Tricks der SoC- und GPU-Hersteller mit einem Körnchen Salz konsumiert werden sollten, bieten sie doch einen guten Überblick. Zuerst muss gesagt werden, daß alle 3 Telefone für normale Nutzung, also der verbreiteten Kombo aus Surfen, sozialen Netzwerken, Messenger und YouTube, ausreichend Kapazitäten bieten. Trotzdem sind eindeutig Unterschiede zu erkennen, wie das Test-Bench-Szenario zeigt. Und das bei einer Baureihe, die sich nur 10-20 Euro je nach Marktlage und Tagespreis unterscheidet.

Kommen wir also zu den Ergebnissen. Im Antutu 7.1 siegt erwartungsgemäß das M6S. Der SoC und die GPU sind einfach besser und moderner. Mit 93109 Punkten liegt das M6S 10.000 Punkte über einem älteren LG Nexus 5x und heimst doppelt so viele Punkte ein wie ein Einsteiger-Schlaufernsprecher aus dem Hause Samsung Galaxy J5, welches trotzdem teurer ist. Von einem Galaxy S7 trennen es noch 20.000 Punkte, was an der besseren GPU des älteren, aber noch nutzbarem S7 liegt. Das M6T kann hier nur 51437 Punkte liefern, das M6 ist mit 38300 Punkten weit abgeschlagen. Die heutzutage mickrigen 2 GByte rächen sich ungemein

Im PC Mark Work 2.0-Benchmark bietet sich ein ähnliches Bild. Dieser kombinierte Benchmark bietet einen guten Ansatz zur Beurteilung der eigentlichen User-Experience. Das M6S bringt hier 4554 Punkte.Das ist ungefähr Samsung Galaxy S7-Niveau. Nicht schlecht. Das M6T liefert 3290 Punkte, das normale M6 3383 Punkte. Aufgrund gewisser Schwankungen (es handelt sich um gemittelte Werte aus 3 Durchläufen bei jeweils vollem Akku) kann durchaus gefolgert werden, daß sich M6T und M6 in diesem gemischten Benchmark wenig unterscheiden.

Zur Messung des Speichers haben wir 2 verschiedene Benchmarks bemüht. Einmal den PC Mark Storage sowie A1 SD.

PC Mark Storage 2.0-Ergebnisse

Meizu M6T Meizu M6S Meizu M6
Sequential Read PCM S 185 255 183
Sequential Write PCM S 68 88 85
Random Read PCM S 15 15 12
Random Write PCM S 3,8 3,5 3,8

 

A1 SD Benchmark-Ergebnisse

Meizu M6T Meizu M6S Meizu M6
A1 SD Read 135 218 88
A1 SD Write 94 113 25

Grafisch aufbereitet:

Es zeigt sich also eindeutig durch alle Tests, daß das M6S für seine Preisklasse ein fixes Telefon ist, welches mit vielen Aufgaben zurecht kommt, auch durchaus anspruchsvollere. M6T, aber vor allem M6 fallen aufgrund des alten SoCs, der lahmen GPU und das M6 aufgrund von nur 2 GByte Speicher extremst ab. Schon die eindeutig bessere Performance des Speichers des M6S beim reinen Lesen spricht Bände.

Netz und Sprachqualität

Die Sprachqualität aller drei Meizu M6-Geräte ist während eines Telefonats sehr gut. Unsere Gesprächspartner konnten uns stets sehr gut verstehen. Hier habe ich nichts zu bemängeln und auch Dual-Sim arbeitete im Test auf allen drei Geräten einwandfrei. In der China-Version muss nach wie vor auf das LTE-Band 20 verzichtet werden. Dies steht aber in der Global Version zur Verfügung, die uns hier in allen 3 Geräten vorlag. Alle Geräte haben einen Dual-Simkarten Schacht, der entweder mit zwei Simkarten oder einer Simkarte + SD-Karte verwendet werden kann.

Netzstandards:

Meizu M6T Meizu M6S Meizu M6
2G/CDMA EVDO: BC0, 2G/GSM 850/900/1800/1900MHz (B5/B8/B3/B2), 3G/WCDMA 850/900/1900/2100MHz (B5/B8/B2/B1), 3G/TD-SCDMA 1900/2000MHz (B39/B34), 4G/FDD-LTE 900/1800/2100MHz (B8/B3/B1), 4G/TD-LTE 1900/2100/2300/2500/2600MHz (B39/B34/B40/B41/B38) 2G/CDMA EVDO: BC0, 2G/GSM 850/900/1800/1900MHz (B5/B8/B3/B2), CDMA (800MHz), 3G/WCDMA 850/900/1900/2100MHz (B5/B8/B2/B1), 3G/TD-SCDMA 1900/2000MHz (B39/B34), 4G/FDD-LTE 900/1800/2100MHz (B8/B3/B1), 4G/TD-LTE 1900/2100/2300/2500/2600MHz (B39/B34/B40/B41/B38) 2G/CDMA EVDO: BC0, 2G/GSM 850/900/1800/1900MHz (B5/B8/B3/B2), CDMA (800MHz), 3G/WCDMA 850/900/1900/2100MHz (B5/B8/B2/B1), 3G/TD-SCDMA 1900/2000MHz (B39/B34), 4G/FDD-LTE 900/1800/2100/2600MHz (B8/B3/B1/B7), 4G/TD-LTE 1900/2100/2300/2500/2600MHz (B39/B34/B40/B41/B38)

 

Konnektivität

Alle Meizu M6 bieten in Punkto WLAN g a/b/g/n im 2,4 / 5GHz Netz. M6T und M6S bieten Bluetooth 4.2, das M6 Version 4.1. GPS, GLONASS und AGPS bieten alle Geschwister dieser Baureihe. Alle Telefone haben einen Beschleunigungssensor, das war es aber schon. NFC gibt es natürlich nicht. Die Navigation funktionierte auf allen 3 Telefonen auf 3-4m genau, Fixes waren recht schnell eingerichtet. Hier hatte das Meizu M6S ebenfalls wieder die Nase vorn mit 2-3m Genauigkeit und einem blitzschnellen Fix.

Sound- & Audioqualität

Alle Geräte haben eine Klinkenbuchse. Da hier auch nirgendwo Typ C verbaut wurde kein Wunder. Die eingebauten Quäken reichen zwar, um sich eine Sprachnachricht anzuhören oder aber kurze nicht sehr laute Clips, das war es aber auch. Das ist normal in dieser Preisklasse. Außerdem gibt es kaum schlimmere Dinge, wie Typen, die ihr Handy auf voller Lautstärke durch die Gegend tragen. Diese Idiotie und Belästigung wird nur getoppt von Leuten, die „auf Lautsprecher“ telefonieren mit dem Handy. Leute, die Dinger hält mensch sich ANS OHR! Musik aus den Speakern ist also eh indiskutabel, daher brauchen wir hier kein einziges Bit mehr verschwinden. Aber mit ordentlichen Kopfhörern, sowohl per Klinke als auch via Chromecast/Home oder  Bluetooth, klang Musik immer ordentlich und es gab auch bei Bluetooth keine Aussetzer.

Kamera

Hier finden sich ebenfalls Unterschiede zwischen den Modellen der M6er Reihe. Daher habe ich diese in einer kleinen Tabelle zusammen gefasst. Das 6T ist das einzige Modell mit Dual-Konfiguration. Ein Sony IMX278 und ein für Bokeh und Co unterstüztender 2 MPixel-Sensor finden sich hier. Und im Gegensatz zu anderen Herstellern (Hallo Umidigi und Co) ist der 2. Sensor auch bei einem 100 Euro-Telefon KEIN Fake, sondern echt. Die Selfie-Kamera ist eine Samsung-Linse mit Blende f/2.0 sowie 8 Megapixeln. Die Front-Kamera ist bei allen drei Modellen gleich.

Das Meizu M6s bietet hinten eine neuartige Samsung-Linse mit f/2.0 und 16 Megapixel. Einen unterstützenden Sensor gibt es hier nicht, dafür aber bessere Blende und Auflösung.

Schlußlicht ist das kleine M6, welches „nur“ den IMX278 des M6T hinten verbaut hat. Dieser Exmor-Sensor ist jetzt auch bereits 3 Jahre alt, aber gehört immer noch zu den Sensoren, die bei richtigem Licht durchaus annehmbare Bilder machen können.

Gerät Meizu M6T Meizu M6S Meizu M6
Kamera Dual Sony IMX 278 13MPixel f/2.2, 2MPixel f/2.4 2. Sensor Samsung f/2.0 16 Megapixel Sony IMX 278 13MPixel f/2.2
Frontkamera Samsung f/2.0 8 Megapixel Samsung f/2.0 8 Megapixel Samsung f/2.0 8 Megapixel

Meizu M6T

Die Dual Kamera. Daher mit „Bokeh“-Support, also des Freistellen des Vordergrunds. Aufgrund der Winzigkeit der Optiken in Telefonen ist echtes Bokeh auch bei den mittlerweile vorhandenen guten Blenden (die immer mit einem Crop von ungefähr 6.5 multipliziert werden müssen um auf das Kleinbild-Spiegelreflex-Äquivalent zu kommen!) kaum möglich. Daher hilft hier meist eine 2. Linse. Beim 6T ist trotz des niedrigen Preises der 2. Sensor echt und die Cam-Software beschwert sich auch gerne mal, wenn der 2. Sensor zugehalten wird. Der Bokeh-Effekt sieht ganz OK aus, siehe Beispiel. Für den besten Effekt möchte es allerdings gerne 1,5m Abstand zum Motiv. Im Nahbereich hat das Telefon massive Probleme, siehe Galerie. Da ist wenig „snappy“. Ansonsten kommt es auch bei schlechtem Wetter recht gut zurecht. Allerdings reagiert die Cam-Software generell eher träge. Für ein 130 Euro-Telefon aber vollkommen OK. Von den Ergebnissen, der Abbildungsleistung, der Cam-Software und anderem aber meilenweit in Sachen Fotografie vom für seinen Preis überragenden Meizu M15 entfernt. Die Selfie-Cam löst ganz gut aus, Beispiel ohne Beauty-Filter, die natürlich bei allen 3 Telefonen mit am Start sind. Auch bei schlechtem Wetter ausreichend hell.

 

Meizu M6S

Der einzelne Samsung-Sensor löst detailliert auf. Aber auch hier schafft er den Nahbereich (siehe Fotos) eher NICHT. Die Cam-Software ist ebenfalls im Vergleich zum Meizu M15 träger, aber benutzbar. Die Selfie-Cam ist trotz gleichem Sensor wie beim 6T eher dunkler (Beispiel ohne Beauty-Mode), bringt aber mehr Details. Ein wenig eigenartig.

Meizu M6

Die mit Abstand schlechteste Performance. Die Blume wollte, trotz zigfachen Versuchen und ausreichendem Abstand, einfach nicht scharf stellen. Siehe Bild. Die Cam-Software reagierte teilweise gar nicht richtig. Im Nahbereich die gleichen Probleme wie die anderen beiden Geschwister. Die Selfie-Cam ausreichend.

Fazit Kameras der M6-Reihe

Normalerweise ist Meizu berühmt für gute Kameras in günstigen Telefonen. Und im Vergleich zu zum Beispiel Umidigi gibt es hier für knapp über 100 Euro auch zB echte 2 Sensoren wie beim M6T und generell gute Sensoren. Aber im Vergleich zu den teureren Meizus patzen die Telefone in Sachen Nahbereich (Macro vergessen wir mal gleich) und auch die Cam-Software ist recht träge. Das M6S, welches den SoC mit dem meisten Dampf verbaut hat, lässt sich hier besser bedienen und ist um einiges angenehmer in Sachen Reaktion und Geschwindigkeit beim fotografieren. Da hilft dem M6T dann auch die echte Dual Cam und Bokeh-Modus wenig meines Erachtens nach. Wer günstig und angenehm ein paar einfache Schnappschüsse machen will sollte als Kompromiss das M6S nehmen.

 

Akkulaufzeit

Hier liegen fast alle drei Geräte auf demselben Niveau. Normale Nutzer werden durchaus über den Tag kommen. Mit der Konkurrenz von Xiaomiallerdings, um ein Beispiel in einer niedrigen Preisklasse zu nennen, können die Geräte nicht mithalten. Nach dem Batterietest des PC Marks lieferte zB das M6 über 8 Stunden, das M6T ebenfalls trotz größeren Displays und das M6S 9 Stunden. Bei letzterem gehe ich mal vom neuen SoC aus, der energieeffizienter unterwegs ist. Normale Benutzer werden also zufrieden sein. Und wer ein Telefon sucht, welches auch länger aushält, der ist in der Preisklasse um 100 Euro eh falsch. Die gesamte Performance in diesem Bereich würde ich als „befriedigend“ bewerten, weder schlecht noch besonders gut. Solide halt ;).

Fazit Meizu M6T

Es ist groß. Ordentlich groß. Gut ausgestattet für seine 119 Euro zur Zeit des Testes günstig. Aber SoC und GPU sind veraltet, Speicher lahm. Die Dual Kamera taugt durchaus, vor allem für diese Preisklasse. Und sie ist kein Fake wie bei anderen. Meizu ist grade in Sachen ordentliche Kameras an günstigen Telefonen bekannt und beliebt. Hier macht sich allerdings der etwas lahme SoC bemerkbar. Die Hardware ist halt LowEnd. 2. Platz!

 

Positiv Negativ
Größe microUSB Anschluss
Sehr günstig Alter SoC und GPU
Dual-Kamera Veraltetes Patchlevel
Gute Verarbeitung Updates recht selten

Fazit Meizu M6S

Es ist groß, aber fühlt sich trotzdem kompakt an. Es ist teilweise Metall, es fühlt sich wertig an. Der Fingerprint-Scanner an der Seite ist ne funky Idee. SoC und GPU können tatsächlich was. Die Kamera ist zwar „Solo“, aber macht einen sehr guten Eindruck. Die Software der Kamera lässt sich einfach besser bedienen im Vergleich zu den eher leistungsschwächeren Brüdern/Schwestern. Manchmal ist weniger wohl doch mehr. Für 10 Euro Mehrkosten zum M6T und 20 Euro Mehrkosten zum M6 meine klare KAUFEMPFEHLUNG. 1. Platz! Selten gab es mehr Telefon für weniger Geld. 

 

 

Positiv Negativ
Gute Verarbeitung microUSB Anschluss
Gute Leistung Updates eher weniger
Sehr guter Empfang Veraltetes Patchlevel
Gute Akkulaufzeit
Gute Kamera/Software
Gewicht
Metall

Fazit Meizu M6

Es ist klein. Es ist langsam. Es ist ein wenig veraltet. Es ist auch nur 10 Euro günstiger als das M6T, welches zwar denselben SoC benutzt, aber trotzdem ein größeres Display hat UND eine funktionierende echte Dual Cam. Die Kamera-Software schafft es nicht, trotz gutem Sensor, ordentlich scharf zu stellen. Insgesamt eine Enttäuschung und durch den lahmen SoC wird kein Spaß, egal in welcher Disziplin, aufkommen. Daher ist meines Erachtens das M6 nicht zu empfehlen. Leider im Dreikampf der ungleichen gleichen Brüder nur der 3. Platz, , vor allem das M6S kann einfach mehr für fast das gleiche Geld.

 

Positiv Negativ
Kompakt microUSB Anschluss
Gute Verarbeitung Lahmer SoC, GPU und Speicher
Gute Akkulaufzeit
Miese Performance der Kamera(Software)

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