AndroidKosmos | Mobvoi Ticwatch 2: Schicke Android-Smartwatch ab 137 Euro 8

Noch kein Jahr kann man die erste Smartwatch des chinesische Start-Ups Mobvoi kaufen, da bringt das junge Unternehmen schon einen Nachfolger für sein Android-basiertes Wearable. In gleich vier Versionen wird es die Ticwatch 2 geben, die technisch und optisch durchaus beeindrucken kann und zudem noch sehr günstig sein wird. Eine internationale Version ist auch in Planung.

Bei klassisch-mechanischen Uhren hat sich das runde Design schon vor langer Zeit durchgesetzt und beim Versuch sich den analogen Vorbildern optisch anzunähern adaptieren zusehends auch die neueren Smartwatches diesen Formfaktor. Nach dem Start von Android Wear kam vor allem die Moto 360 wegen ihres nahezu kreisrunden Displays gut an und konnte den Ansprüchen der Kunden an ein modisches Accessoire gerecht werden. In der Konsequenz sind auch die meisten anderen Hersteller auf diesen Zug aufgesprungen. Neben Samsung, Huawei und LG wurde zuletzt sogar Google nachgesagt, zwei runde Smartwatches in Planung zu haben.

Auch das chinesische Start-Up Mobvoi vertraute anscheinend zurecht auf den klassischen Formfaktor und brachte zuletzt 100.000 Einheiten seiner ersten crowdfunding-finanzierten Smartwach an den Kunden. Kein Wunder also, dass man auch bei der zweiten Generation nicht davon abweicht. Das runde OLED-Display der Ticwatch 2 weist einen Durchmesser von 1,4 Zoll auf und setzt dabei auf eine Auflösung von 400×400 Pixeln (287 PPI), die bei der Größe mehr als ausreichen sollte, um alle Inhalte gut ablesbar darzustellen. Für das Design der Uhr zeichnet sich der Skandinavier Miko Nenonen verantwortlich und der hat – ebenso wie die Techniker bei Mobvoi – ganze Arbeit geleistet und eine sehr ansehnliche und schlanke Smartwatch geschaffen, wie ich finde.

Neben einem schicken Äußeren kann die Ticwatch 2 aber natürlich noch viel mehr. So ist die Uhr IP65-zertifziert und beinhaltet 4GB Speicher, ein eigenes GPS-Modul und einen Pulsmesser, erlaubt aber auch das Einlegen einer SIM-Karte und damit das Telefonieren und Texten direkt über die Uhr. Möglich ist das auch, weil man nicht etwa auf Android Wear, sondern auf das hauseigene TicWear OS 4.0 vertraut. Das basiert auf Android und ist bereits in der ersten Version durch die umfangreiche Sprachsteuerung und eine innovative Steuerung sehr positiv aufgefallen.

Wer sich überlegt die Ticwatch 2 zuzulegen, sollte allerdings noch eine Weile warten, denn noch sind das Betriebssystem und die dazugehörige App nur auf chinesisch erhätlich. Allerdings plant Mobvoi noch für diesen Sommer eine internationale Version. Einen ersten Eindruck vom OS und der ersten Generation der Smartwatch bekommt ihr demnächst auch bei uns, ein ausführlicheren Bericht zur internationalen Version folgt dann später. Dann gibt es auch Infos zur Akkulaufzeit, die ja momentan immer noch einen echten Schwachpunkt der meisten Wearables darstellt (Ausnahmen wie das Mi Band bestätigen die Regel). Die zweite Generation setzt auf einen 300mAh Akku, was in etwa dem Standard in dieser Produktklasse entspricht. Dank der hauseigenen Schnellladetechnologie TiCharge soll der Akku außerdem trotz induktiven Ladens besonders schnell wieder voll sein.

Das Basismodell, die Ticwatch 2 „Yuet“, kostet umgerechnet gerade einmal 137 Euro und setzt auf ein Aluminium- und Silikon-Gehäuse. Bei dieser Version muss man allerdings auf eine eigenständige 3G- oder 2G-Nutzung verzichten. Die „Classic“ wird ihrem Namen durch ein Stahlgehäuse und wahlweise Leder- oder Edelstahl-Armband gerecht und kostet 177 bzw. 205 Euro.

Ein Edelstahlgehäuse und Lederarmband erhält man für umgerechnet 232 Euro wiederum bei der Ticwatch 2 „Sapphire“, für deren Name das kratzfeste Sapphire-Glas auf der Front verantwortlich ist. Das High-End Modell „Porzellan“ kostet je nach Variante 300 bis 354 Euro und setzt auf ein Porzellan- und Edelstahl-Gehäuse, sowie ein Armband aus italienischem Leder.

Rein optisch sollte also für jeden was dabei sein und auch sonst kann die Ticwatch 2 auf den ersten Blick wirklich überzeugen. Mal sehen, wo die internationale Version preislich landen wird.

Quellen: KKJ.cn, Mobvoi via Mobildingser

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