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Moto Z angekündigt – auf den Spuren von Project Ara’s Kompromissen

Lenovo hat auf seiner Keynote das Moto Z vorgestellt. Der Nachfolger des Moto X Style verlässt ein wenig die etablierte Designsprache der Vorgänger und versucht mit sogenannten Moto-Mods innovative Modularität im Stile von Google’s Project Ara oder den LG Friends mit ins Spiel zu bringen, opfert dafür jedoch auch einige Stärken.
Das Moto Z polarisiert jetzt schon. Erfreulicherweise hat Lenovo bzw. Motorola das Design seines diesjährigen Flaggschiffes noch einmal edler gestaltet und die Kritik am Vorgänger zu Herzen genommen. Allerdings wurden dafür andere Entscheidungen getroffen, die nicht jedem schmecken werden. Aber fangen wir mit dem positiven Aspekten an: Das Moto Z ist handlicher geworden. Das Display ist jetzt jetzt 5,5 Zoll groß, bietet eine Auflösung von 1440p und nutzt endlich wieder ein AMOLED-Panel, welches bei den Moto-spezifischen Features, wie dem Moto-Display auch wieder Sinn macht und den Akku schonen sollte. Das hat das Moto Z allerdings auch nötig, da der Energiespeicher auf mickrige 2600 mAh geschrumpft ist (beim Moto X Style war es noch 3000 mAh). Hoffen wir mal, dass die aktuelle Marshmallow Version 6.0.1 dementsprechend optimiert ist. Zum Glück ist das bekannte Turbocharge mit an Bord. Somit kann der Akku idealerweise in nur 15 Minuten für bis zu 6 Stunden Betrieb aufgeladen werden. Angetrieben wird das nur 5,2 mm schlanke136 g leichte und aus Flugzeugaluminium und Edelstahl gefertigte Moto Z von dem aktuellsten Snapdragon 820 Quadcore-Prozessor und 4 GB LPDDR4 RAM. Dazu gesellen sich 32 oder 64 GB interner Speicher und die Option diesen via Micro SD-Karte zu erweitern. Für Telefonie und mobiles Internet braucht es eine Nano-SIM. Sämtliche LTE-Bänder und die neusten Bluetooth/WLAN-Standards sind natürlich dabei.

Auch die Kamera bekommt ein Upgrade. 13 MP mit optischer Bildstabilisierung, Dual LED, f/18 Blende und Laserautofokus sorgen im Einklang mit einem 5 MP großen Weitwinkel-Selfie-Shooter inklusive Frontblitz für die nötige Technik beim Knipsen. Damit dies auch bei leichtem Regen funktioniert, kommt die bekannte Nano-Beschichtung wieder zum Einsatz, die das Smartphone vor Spritzwasser schützt. Anschlüsse gibt es nur einen – USB-2.0 Typ-C auf der Unterseite. Dieser dient zum Laden und muss mit einem Adapter auch als Kopfhörereingang herhalten. Immerhin befindet dieser sich im Lieferumfang (schlimme Erinnerungen an das Oppo R5 werden da wach, welches damals aufgrund des Schlankheitswahns auf den 3,5 mm-Buchse verzichtete). Gleichzeitig laden und via Kabel Musik hören wird also relativ schwierig. Apropos Musik. Bedauerlicherweise sind die Dual-Frontspeaker der Designentscheidung zum Opfer gefallen, auf der Unterseite der Front den Fingerprintsensor zu platzieren (HTC 10 lässt grüßen). Dieser hätte zwar ideal auf das beim der X-Serie auf der Rückseite befindliche Moto-Logo gepasst, dieses ist aber nun mit auf die Kamera-Linse gewandert. Damit wurde die Rückseite möglichst frei gehalten um die Moto-Mods möglichst einfach und schnell zu wechseln bzw. zu installieren.

Moto Mods? Ja, richtig gelesen. Das Moto Z bietet eine Art der Modularität im Sinne der neuen Ausrichtung von Google’s Project Ara und den LG Friends (LG G5) an. Trotzdem scheint Motorola diesen Ausrichtung etwas forcierter anzugehen, als die Konkurrenz aus Südkorea. Schließlich werden gleich zum Verkaufsstart im Herbst mehr Module angeboten. Diese bieten vom obligatorischen Akku-Back (Power-Pack), über JBL-Speaker (JBL SoundBoost Speaker) bis hin zu einem mobilen 480p-Beamer (70-Zoll Moto Insta-Share Projector) eine gute Variation. Dabei kommen sie im modischem Design, kreiert von Partnern wie kate spade new york, TUMI oder Incipio. Weitere Mods sollen dann noch von externen Anbietern folgen. Lenovo möchte dabei sogar finanzielle Unterstützung für besonders innovative Mods gewährleisten.

 

Interessanterweise ersetzen spezielle Mod-Cover (Style Mods) nun auch den Moto-Maker. Diese Cover können wie die vollwertigen Mods einfach hinten magnetisch an der Rückseite des Smartphones befestigt werden und sind in allen möglichen Variationen erhältlich. Auch ausgefallenere Materialien wie Holz, Leder und verschieden gemusterte Stoffe stehen wieder zur Auswahl. Zum Preis hat sich Lenovo noch nicht geäußert. Ebenso wenig zum genauen Erscheinungstermin. Es wird lediglich „Herbst 2016“ als Zeitfenster angegeben.

Was ist eure Meinung zum neuen Moto Z? Gelungene Innovation durch die Mods oder krankhafter Schlankheitswahn zum Opfer von Akku und Design?

Lenovo muss mich persönlich erst mit dem Gerät überzeugen. Auf den ersten Blick kommt das Moto Z für mich zu spät und ähnelt zu sehr der Konkurrenz. Ich vermisse jetzt schon schmerzlich die Dual-Frontspeaker, die ich bei meinem aktuellen Moto Style X lieben gelernt habe und weiß, dass ich bei dem kleinen Akku als Poweruser sehr oft an die Steckdose muss. Eine gewisse Kompromisslosigkeit kann man Lenovo aber nicht absprechen. Falls sich die Idee mit dem Mods durchsetzt (Preise und Sinnhaftigkeit werden darüber entscheiden) ist dies ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings birgt selbst eine derart engagierte Vorgehensweise die Gefahr der Irrelevanz, wie es bei den LG Friends jetzt schon der Fall zu sein scheint.

Im Endeffekt wird nur ein Hands-On für Klarheit sorgen. Dieses hat mich schließlich auch dazu bewogen mein Moto X Style zu kaufen ;)

 

Quelle: Lenovo (Pressemitteilung, www.moto.com/de)

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