Müssen in Deutschland 225 Impfstoff-Dosen vernichte werden? Debakel um den CureVac-Impfstoff!

Eigentlich sollte der Impfstoff des Tübinger Unternehmens CureVac eine potente Waffe im Kampf gegen das Coronavirus werden. Doch statt eines Erfolgserlebnis folgte die Ernüchterung. Denn die Wirksamkeit des Impfstoffes ist deutlich niedriger als erwartet. Nun stellt sich die Frage was mit 225 Millionen Dosen Impfstoff passieren soll, die bis zum Ende des nächsten Jahres produziert werden.

CureVac-Impfstoff mit niedriger Schutzwirkung gegen Covid-19

Anfang Juli war bekannt geworden, dass der Impfstoff gegen Covid-19, den die Tübinger Firma CureVac entwickelt hatte, lediglich eine Wirksamkeit von 48 Prozent aufweist. Dies hatten Studien mit Tausenden von Probanden ergeben. Von dem mRNA-Impfstoff des Unternehmens war eigentlich deutlich mehr erwartet worden. Bisher wurde der Impfstoff wegen der niedrigen Wirksamkeit noch nicht von der Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen. Das enttäuschende Ergebnis des Impfstoffes hatte unter anderem dafür gesorgt, dass reihenweise Aktien des Unternehmens von den Anlegern verkauft wurden. Von Seiten des baden-württembergische Sozialministerium wurde der CureVac-Impfstoff deshalb bereits aus seiner Impfkampagne ausgeschlossen. Nun äussert sich erstmals die Führungetage des Unternehmens. „Wir produzieren weiter. Auf eigenes Risiko“, bestätigt Dr. Sarah Fakih (44), die Vizepräsidentin und Kommunikations-Direktorin bei CureVac. Bis zum Ende des nächsten Jahres muss das Unternehmen 225 Millionen Dosen Impfstoff an die EU liefern. „Diesen Vertrag erfüllen wir selbstverständlich!“, bestätigt Dr. Fakih.

Impfstoff für den Müll? – Was wird mit den CureVac-Impfdosen passieren?

Doch was soll dann mit dem Impfstoff passieren? Schließlich dürfte das Vakzin wegen seiner geringen Wirksamkeit kaum die Konkurrenz mit den aktuell bereits zugelassenen Impfstoffen antreten können. „Wir arbeiten weiter auf eine Zulassung, unser erklärtes Ziel, hin“, bestätigte Dr. Fakih. Denn bei einer Kerngruppe, die aus Personen im Alter von 18 bis 60 Jahren bestehe, wirke der Impfstoff offenbar besser. Dort soll die Schutzwirkung bei 53 Prozent liegen und so die Anforderungen der Weltgesundheitsorganisation WHO erfüllen. Offenbar schütze der Impfstoff zu 77 Prozent vor schweren Corona-Krankheitsverläufe und zu 100 Prozent gegen Todesfälle. „Wir hoffen und sind sehr zuversichtlich, dass dieser Impfstoff zugelassen wird“, ist Dr. Fakih noch optimistisch. Bis die Zulassung erteilt wird, soll der bereits produzierte Impfstoff bei minus 60 Grad Celsius gelagert werden.

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