Nach Corona-Todesfall: Hochhaus in Dresden weiter in Quarantäne – Mindestens 3 Neuinfektionen mit Variante Delta bestätigt

Eigentlich schien sich die Lage der Corona-Pandemie in Deutschland spürbar zu bessern. Doch dann der Schock! Nach einem Infektionsfall in Dreden mit der Delta-Variante des Coronavirus, die zunächst in Indien aufgetreten war, soll der betreffende Bewohner vor wenigen Tagen an seiner Erkrankung gestorben sein. Die Behörden vor Ort hatte daraufhin das Hochhaus in dem der Mann gelebt hatte unter Quarantäne gestellt und sämtliche Bewohner auf das Virus getestet. Offenbar wurden dabei 3 weitere Infektionsfälle entdeckt.

Hochhaus in Dresden steht unter Quarantäne

Seit nun mehr 3 Tagen steht ein Dresdner Hochhaus in Quarantäne, das auch als Studentenwohnheim genutzt wird. Diese Maßnahmen hatten die Behörden getroffen, nachdem ein Hausbewohner aus Indien (30) gestorben war. Der Mann war Ende April aus dem Heimaturlaub nach Dresden zurückgekehrt und nach der Einreise negativ auf das Coronavirus getestet worden. Im Anschluss war der Mann dann absolut symptomfrei gewesen und hatte bis zum 9. Mai in Quarantäne verbracht. Am 25. Mai kam er dann mit sehr starken Symptomen auf Covid-19 ins Krankenhaus, wo er sieben Tage später seiner Erkrankung erlegen war. Der Mann soll angeblich keine Vorerkrankungen gehabt haben. Wegen des rasanten Verlaufs der Erkrankung hatten die Experten eine Ansteckung mit der Indien-Mutante Delta vermutet, auf die bisher lediglich 2 Prozent der Fälle in Deutschland zurückgehen. Da sie jedoch als ansteckender gilt, als die derzeit in Deutschland dominierende Corona-Variante Alpha, befürchten einige Experten bereits eine 4. Welle.

Bewohner dürfen Hochhaus nicht verlassen

Seit Freitag wurden die rund 200 Bewohner des Dresdner Hochhauses getestet und dürfen das Gebäude bis zum Dienstag nicht verlassen. Die Hauseingänge werden von Polizisten überwacht. Am Sonntagmorgen lagen nun ein Großteil der Testergebnisse vor. Insgesamt 7 Infektionsfälle wurden bisher entdeckt, von denen 3 wohl auf Corona-Variante Delta hinweisen. „Nach aktuellem Ermittlungsstand zeigen sich in den zunächst 170 analysierten Proben sieben positive Testergebnisse. Da ein spezielles PCR-Verfahren angewendet wurde, besteht nach ersten Erkenntnissen bei drei positiv getesteten Personen der Verdacht einer Infektion mit der sogenannten Delta-Variante“, teilt das Gesundheitsamt der Stadt offiziell mit.

Kein Wunder also, dass nun auch die Bewohner des Hauses besorgt sind. Der verstorbene Inder hatte in einer WG in dem Hochhaus gelebt und dabei Kontakt zu weiteren Personen. Allerdings ist noch nicht klar, ob sich der Krankheitsausbruch bei dem Mann verzögerte oder ob er sich eventuell erst nach der Einreise infiziert hatte. Geradezu unglaublich erscheint die Tatsache, dass es bisher noch unklar ist, ob der Mann tatsächlich an der Corona-Variante Delta gestorben ist. In diesem Zusammenhang kritisierte der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit (42) vom Bernhard-Nocht-Institut die lokalen Behörden: „Wenn es wirklich eilt, gibt es Labore, die das innerhalb eines Tages klären können.“

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