Nato schließt Verbleib in Afghanistan über Ende April hinaus nicht aus

Stoltenberg: „Wir werden nicht gehen, bevor die Zeit reif ist“

Die Nato schließt einen Verbleib in Afghanistan über Ende April hinaus nicht aus, falls die radikalislamischen Taliban nicht die vereinbarten Bedingungen erfüllen. „Während kein Verbündeter länger als nötig in Afghanistan bleiben will, werden wir nicht gehen, bevor die Zeit reif ist“, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag. Die diese Woche tagenden Nato-Verteidigungsminister würden die Entwicklung der Situation vor Ort „sehr genau bewerten“.

Die Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hatte den Taliban in einem Friedensabkommen vom Februar 2020 den Abzug aller internationalen Truppen in Aussicht gestellt. Eine Voraussetzung waren Friedensgespräche mit der Regierung in Kabul, die bisher aber noch nicht zu einem Ergebnis geführt haben.

Stoltenberg verwies zudem darauf, dass die Taliban auch nicht wie zugesagt die Gewalt ausreichend reduziert hätten und zudem ihre Verbindungen zu internationalen Terrorgruppen wie Al-Kaida kappen müssten. Afghanistan dürfe nicht erneut „ein sicherer Hafen“ für internationale Terroristen werden, die dort Angriffe auch auf Nato-Länder planten und vorbereiteten.

by Olivier HOSLET

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