Neue Corona-Tests an Schulen und in Kitas! So sollen Covid-19-Ansteckungen früher entdeckt werden

Wenn es nach Meinung der Experten geht, dann sollen Corona-Tests zum Gurgeln schon in nahe Zukunft die Tests mit Stäbchen ersetzen. Denn wie es scheint liefern die Corona-Tests zum Gurgeln bereits früher positive Ergebnisse als die bisher benutzten Tests. Dies jedenfalls glauben die Verantwortlichen der Studie Wicovir.

Experten-Meinung: Gurgel-Tests sind einfacher und sicherer

Immer mehr Schulen in ganz Bayern beteiligen sich an der Studie „Wicovir“, was eine Abkürzung für „Wo ist das Coronavirus“ darstellt. Und nun wird von Experten empfohlen zukünftig bei den Tests der Kinder auf einen sogenannten Gurgel-Test umzusteigen. Dieser sei nach Auffassung von Studienleiter Michael Kabesch, dem ärztlichen Direktor der Klinik St. Hedwig der Barmherzigen Brüder in Regensburg, nicht nur einfacher in der Handhabung, sondern auch in der Lage frühzeitig eine Ansteckung zu entdecken. Zur Zeit wird an Bayerns Schulen 2 Mal in der Woche getestet. Dazu müssen die Schuler lediglich nach dem Aufstehen mit Leitungswasser gurgeln und die Flüssigkeit dann in zwei Röhrchen abfüllen. In der Schule schütten die Schüler dann den Inhalt eines ihrer beiden Röhrchen in ein Gefäß. Die gesammelte Flüssigkeit aller Teilnehmer wird dann auf Spuren des Virus kontrolliert. Bleibt der Test negativ, dann ist alles in Ordnung. Sollte ein positives Ergebnis vorliegen, dann werden die 2. Röhrchen der Schüler eingesammelt und getestet. Die Ergebnisse liegen noch am selben Tag vor. Laut Kabesch ist der Test auch für kleine Kinder einfach durchzuführen. „Das tut nicht weh und ist nicht schlimmer als Zähneputzen“, meint Kabesch.

Gurgeltests erfreuen sich immer größerer Beliebtheit

Aktuell beteiligen sich bereits Schulen aus knapp 20 Landkreisen und kreisfreie Städte an dem Projekt. Laut Kabesch soll das Projekt erst einmal bis zum Ende des Schuljahres weitergeführt werden. Allerdings ist Kabesch optimistisch, dass schon bald flächendeckend in den Schulen gegurgelt werden wird. Aktuell sei man dabei die Laborkapazitäten für die Gurgel-Tests auszubauen. „Wir müssen endlich in die Pötte kommen. Wir haben Druck. Kinder werden noch nicht geimpft“, meint Kabesch. Distanzunterricht sei die einzige Alternative, die aber weder bei Lehrern noch bei den Schülern gut ankomme. Bei einem positiven Testergebnis wird das Gesundheitsamt informiert und das positiv getestete Kind nach Hause geschickt. Weil der Test bereits Ansteckungen in einem sehr frühen Stadium erkenne, müsste nicht zwangsläufig die ganze Klasse in Quarantäne. In Bayern sind zur Zeit 2 Tests pro Woche Pflicht. Die aktuelle Studie der Gurgeltest wird mit der Unterstützung des Gesundheits- und Kultusministeriums durchgeführt. Dabei wird die Anonymität der Schüler ebenfalls gewahrt. Die Proben, die an das Labor gesendet werden, sind nämlich lediglich nummeriert. Die jeweiligen Namen der Schüler sind nur in den Schulen bekannt.

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