Niedrigster Inzidenzwert Deutschlands! Dieser Landkreis feiert ein Corona-Wunder!

Überall in Deutschland sind die Inzidenzwerte durch Omikron steil in die Höhe geschossen. Lediglich in einem Landkreis sind die Zahlen mit einem Inzidenzwert von 125,5 noch halbwegs erträglich, weil der bundesweite Inzidenzwert mittlerweile bei 427,7 liegt. Doch wie hat es ausgerechnet dieser Landkreis geschafft, die Zahl verhältnismäßig niedrig zu halten?

Dieser Landkreis hat den niedrigsten Inzidenzwert in Deutschland

Aktuell ist der Landkreis Wittmund in Niedersachsen (57 384 Einwohner) in aller Munde. Dies hat damit zu tun, dass es sich sozusagen um Deutschlands Corona-Wunderland handelt. Denn dort wird zur Zeit der niedrigste Inzidenwert in ganz Deutschland gemeldet. Doch wieso sind die Zahlen auf dem platten Land nahe der Nordsee so niedrig? „Die Leute halten sich an die Auflagen. Wir freuen uns über die niedrige Inzidenz, sagen aber auch: Das ist eine Momentaufnahme“, bestätigt ein Sprecher des Landratsamtes. Jeden Morgen analysiere man die aktuellen Zahlen. „Wir hatten keine Spreader-Events im Landkreis“, ist sich der Sprecher des Amtes sicher. Viele habe wohl auch einfach mit der ländlichen Struktur der Gegend zu tun. „Großraumdiskos und Schlachtbetriebe gibt es bei uns nicht“, sieht der Behördensprecher weitere Vorteile. Vor allem die Schlachthöfe hatten in vorherigen Infektionswellen in anderen Landkreisen wie Vechta und Cloppenburg die Zahlen in die Höhe getrieben.

Kontaktverfolgung funktioniert noch

Durch die vergleichsweise niedrige Anzahl von Fällen funktioniert zur Zeit auch noch die Kontaktverfolgung der infizierten Personen. Dies ermöglicht von Seiten der Behörden auch weiterhin die Verhängung von Quarantänen, mit denen das Infektionsgeschehen dann eingedämmt werden kann. In vielen Gegenden Deutschlands ist dies wegen der hohen Inzidenzwerte bereits nicht mehr möglich. Zudem wurde in Wittmund bereits wieder Mitte November kostenlose Bürgertests angeboten. In dieser Hinsicht wurden mehr Testzentren eingerichtet und deren Öffnungszeiten verlängert, Doch auch hier rechnet man damit, dass die Zahlen trotz der funktionierenden Maßnahmen weiter steigen werden. „Zu Weihnachten und um den Jahreswechsel haben sich viele privat getroffen. Wir rechnen damit, dass die Inzidenz auch bei uns wieder steigen wird. Dem Bundestrend kann man sich auch in Wittmund nicht entziehen“, prognostiziert der Behördensprecher, der bei den aktuellen Zahlen von einer Momentaufnahme spricht. Trotzdem dürfte man erheblich besser als viele andere Landkreise durch die Omikron-Welle kommen.